Gotland entdecken: Ferienwohnung zwischen Visbys Mittelalter und geschützter Natur

File:Ar Gotland July 2019 01.jpg File:Ar Gotland July 2019 01.jpg Foto: Arild Vågen via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Gotland verbindet mittelalterliche Stadtgeschichte, geschützte Küstenlandschaften und Wege durch unterschiedliche Naturgebiete. Visby war eine ehemalige Wikingersiedlung und vom 12. bis zum 14. Jahrhundert das wichtigste Zentrum der Hanse im Ostseeraum. Die Stadt steht damit für eine Vergangenheit, die bis heute an Mauern, Kirchen und Museen sichtbar bleibt.

Kultur

Visbys Befestigungsanlagen aus dem 13. Jahrhundert sowie mehr als 200 Lagerhäuser und Kaufmannswohnhäuser aus derselben Zeit machen die Stadt zur am besten erhaltenen befestigten Handelsstadt Nordeuropas. Besonders prägnant ist die Visby-Ringmauer: Sie ist etwa 3,5 Kilometer lang, 11 Meter hoch und wurde 1288 fertiggestellt; 27 Bodentürme sind erhalten. Der Kruttornet ist der älteste Turm der Ringmauer von Visby. Der Dom Sankta Maria ist die einzige mittelalterliche Kirche in Visby, die keine Ruine wurde. Die Drottens-Kirchenruine entstand um 1240 als Pfarrkirche für die Deutschen in Visby. Der Botanische Garten der DBW in Visby wurde 1855 angelegt.

Das Gotlands Museum öffnet die Ruinen S:t Lars, Drotten und S:ta Karin in Visby zwischen Mai und September für Besucher. Im Fornsalen, Gotlands ältestem kulturhistorischem Museum, sind die einzigartigen Bildsteine Gotlands zu sehen. Der Spillingsschatz wird weltweit als größter Silberschatz der Wikingerzeit beschrieben. Die Ausstellung „Skepp & skoj“ vermittelt Kindern und Familien spielerisch Wissen über die Welt der Wikinger und die Seefahrt. Darüber hinaus bietet das Gotlands Museum in Visby geführte Rundgänge zwischen mittelalterlichen Häusern, Kirchenruinen und Türmen der Ringmauer an. Bei den Sagenwanderungen führen Guides Gruppen abends bei Laternenlicht in Ruinen und dunkle Gassen und erzählen von Geistern und verborgenen Schätzen.

Auch außerhalb der Stadt liegen Orte, an denen Geschichte und Landschaft eng zusammenstehen. Norrbys ist Gotlands erstes Kulturreservat und bewahrt ländliche Umgebungen aus den 1940er-Jahren. Ein markierter Natur- und Kulturpfad ist dort ganzjährig für Besucher zugänglich. Kattlunds in Grötlingbo ist einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Höfe der nordischen Region und hat Ursprünge im 12. Jahrhundert. Dort gibt es ebenfalls einen markierten Natur- und Kulturpfad, der ganzjährig auf eigene Faust besucht werden kann. Im Garten-Café von Norrbys gibt es traditionellen gotländischen Safranpfannkuchen.

Gotlands Bildsteine gehören zu den bemerkenswertesten Kulturdenkmälern Nordeuropas. Ihre Darstellungen von Sonnensymbolen, Tieren und Schiffen geben Einblick in die Geschichte, das Leben und die Vorstellungswelt der Inselbewohner.

Natur

Das Naturschutzgebiet Digerhuvud erstreckt sich entlang der Nordwestküste von Fårö. Eine befestigte Straße macht seine verschiedenen Bereiche leicht erreichbar, und Besucher können die dortigen Rauken erkunden. Das Naturschutzgebiet Slite skärgård ist mehr als 6.000 Hektar groß und Gotlands einziges Gebiet mit Schärencharakter. Für Besucher ist es mit Boot oder Kajak zugänglich. Auf der Insel Fjaugen gibt es einen Kai und alte Fischerhütten, die zur Übernachtung geöffnet sind.

Im Langhammars-Naturschutzgebiet sieht man in der Nähe verschiedener Feuchtgebiete häufig Ringelnattern. So gehören neben den markanten Küstenformen auch geschützte Lebensräume und ihre Tierwelt zum Bild Gotlands.

Wege

Die App und Website Naturkartan.se bündeln zahlreiche Ausflugsziele und Wanderwege auf Gotland; daran sind die Länsstyrelsen und Region Gotland beteiligt. Busse halten auf Gotland ganzjährig an mehr als 20 Naturschutzgebieten, im Sommer gibt es Verbindungen zu weiteren Gebieten. Destination Gotland betreibt Fährverbindungen zwischen Visby und Nynäshamn beziehungsweise Oskarshamn.

Gotland ist größtenteils flach und wird als Reiseziel zum Radfahren empfohlen. Die Eksta-Küste ist eine Radroute in einem Naturschutzgebiet an der Westseite Gotlands und verläuft vom Fischerdorf Djupvik bis Hammarudden. Für längere Strecken steht mit dem Östkustenleden außerdem ein 78 Kilometer langer Wanderweg zur Verfügung, der von Anga bis Närsholm durch acht Kirchspiele und acht Naturschutzgebiete führt.

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