Georgien: Weintradition, Felsstädte und Natur
Unterkünfte in Georgien
Georgien lässt sich auf sehr unterschiedliche Weise entdecken: in alten Felsstädten, auf Wegen durch Wälder und alpine Landschaften oder mit Blick auf eine lange Weintradition. Für die Wahl einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses ist daher hilfreich, zunächst den Schwerpunkt der Reise festzulegen. Kulturinteressierte finden andere Anregungen als Gäste, die wandern, Rad fahren oder sich mit georgischem Wein beschäftigen möchten.
Panoramic view of Tbilisi from Narikala Fortress.
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Geschichte in Städten und Felsanlagen
Die Historical Monuments of Mtskheta bestehen aus dem Jvari Monastery, der Svetitstkhoveli Cathedral und dem Samtavro Monastery. Mtskheta war vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. die antike Hauptstadt von Kartli, dem ostgeorgischen Königreich. Im Jahr 337 wurde dort das Christentum zur Staatsreligion Georgiens erklärt. Diese historischen Bezüge geben dem Besuch einen klaren zeitlichen Rahmen: Mtskheta war über Jahrhunderte ein bedeutender Ort der Geschichte und Religion.
Auch Uplistsikhe verbindet Geschichte mit einer besonderen Form des Ortes. Die Felsenstadt war bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. ein bedeutendes spirituelles Zentrum. Besucher können durch Straßen und Plätze gehen und in den Fels gehauene öffentliche Bereiche, Tempel, Theater, Apotheken, Weinpressen und Weinkeller sehen. Vardzia wiederum ist eine 900 Meter lange, in eine Felswand gehauene Festungsstadt. Ihre mehreren Ebenen sind durch Tunnel miteinander verbunden. Im Zentrum des Komplexes befindet sich weiterhin die Dormition of the Virgin Church, deren Innenraum mit Fresken ausgemalt ist.
Ein anderer Zugang zur Kulturgeschichte bietet das Svaneti Museum: Seine christliche Schatzkammer umfasst Manuskripte, Evangelien, georgische Übersetzungen und das Lahili Gospel. Die ethnografische Ausstellung widmet sich dem Alltagsleben der Bevölkerung von Svaneti. Wer historische Orte und Sammlungen besonders schätzt, kann solche Besuche bei der Wahl der Reiseziele stärker gewichten.
Wälder, Moore und Tierwelt
Die Colchic Rainforests and Wetlands umfassen alte sommergrüne kolchische Regenwälder und Feuchtgebiete, darunter Durchströmungsmoore und weitere Moortypen. Das Gebiet beherbergt 19 bedrohte Tierarten und dient weltweit gefährdeten Zugvögeln als Rastgebiet. Im Kazbegi National Park wechseln sich Wälder, alpine Wiesen, verschneite Gipfel und unzugängliche Felswände ab; sie bieten seltenen Tieren und Vögeln Lebensraum.
Auch der Borjomi-Kharagauli National Park ist für seine Tier- und Pflanzenwelt bemerkenswert. Dort leben unter anderem Kaukasus-Birkhühner und Luchse; außerdem gibt es Reliktbestände von Eiben. Im Mtirala National Park prägen nebelverhangene kolchische Wälder die Landschaft. Ein See und der Tsablnari Waterfall lassen sich dort zu Fuß oder zu Pferd erkunden. Diese Naturgebiete bieten unterschiedliche Anlässe, Georgien abseits seiner historischen Orte kennenzulernen.
Aktiv unterwegs und passende Reise-Schwerpunkte
Im Borjomi-Kharagauli National Park gehören Wandern, Reiten, Radfahren, Schneeschuhwanderungen sowie kulturelle und pädagogische Führungen zu den angebotenen Aktivitäten. Markierte Wege, Übernachtungshütten, Picknickplätze und Campingplätze eignen sich für mehrtägige Touren. Im Mtirala National Park gibt es ein- bis zweitägige Wanderungen auf markierten Wegen mit Picknick- und Campingplätzen; am zweitägigen Weg steht eine touristische Unterkunft zur Verfügung. Wer eine Wanderung plant, kann so zwischen unterschiedlichen Tourlängen und den jeweils genannten Übernachtungsmöglichkeiten unterscheiden.
Für den Winter bietet Gudauri mehrere Aktivitäten: Neben Skifahren gibt es Snowboarden, Freestyle-Skiing und Heli-Skiing. Dabei werden Skifahrer per Hubschrauber zu Berggipfeln gebracht und fahren abseits markierter Pisten ab. Gudauri verfügt über zwanzig Skipisten, eingeteilt in vier europäische Schwierigkeitsklassen. Die Fahrt von Tbilisi nach Gudauri dauert mit dem Auto gewöhnlich etwa 2 bis 2,5 Stunden. Wenn Gudauri im Mittelpunkt Ihrer Reise steht, ist diese ungefähre Fahrzeit ein konkreter Anhaltspunkt für die Planung des Ausgangsortes.
Radfahrer finden auf der Kakheti Wine Route Strecken für unterschiedliche Fitness- und Anspruchsniveaus. Als beste Zeit dafür gilt der Zeitraum von April bis Oktober. Kakheti ist Georgiens führende Weinbauregion. Die georgische Qvevri-Weinherstellung begann vor 8.000 Jahren, wird bis heute bewahrt und erhielt 2013 den Status als immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Bei Iago Winery können Besucher durch biologische Weinberge gehen, den Qvevri-Keller besichtigen, Weine und saisonale lokale Produkte verkosten und die Qvevri-Weinherstellung kennenlernen. Diese unterschiedlichen Einblicke machen Wein und lokale Erzeugnisse zu einem eigenen möglichen Schwerpunkt neben Natur- und Kulturzielen.
Zur regionalen Orientierung: Shida Kartli, Ratscha-Letschchumi Und Niederswanetien, Imeretien, Innerkartlien, Samegrelo-Zemo Svaneti, Mzcheta-Mtianeti, Adjara, Abchasien, Kvemo Kartli, Niederkartlien, Samzche-Dschawachetien, Gurien, Mingrelien Und Oberswanetien, Tbilisi, Adscharien und Kachetien.