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Adjara entdecken: Wälder, Wege und Kultur

Unterkünfte in Adjara

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Adjara treffen kolchische Wälder und Feuchtgebiete auf Berglandschaften und Küstenabschnitte. Die Region bietet Naturerlebnisse mit sehr unterschiedlichem Format: von markierten Wanderwegen und mehrtägigen Touren bis zu Vogellebensräumen und botanischen Sammlungen. Dazu kommen historische Orte und regionale Spezialitäten. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich daher, zuerst zu entscheiden, ob Natur, Bewegung oder Kultur den Schwerpunkt bilden soll.

Landschaft im Botanischen Garten von Batumi in Adjara, Georgien Blick aus dem Botanischen Garten von Batumi auf die Landschaft Adjaras. Foto: Kober via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wälder, Schutzgebiete und Pflanzenvielfalt

Der Mtirala-Nationalpark gehört zum Welterbegebiet „Colchic Rainforests and Wetlands“. Dort kommen seltene endemische Arten der Region Adjara-Lazeti vor, darunter mehrere Arten, die in Georgiens Roter Liste der geschützten Arten aufgeführt sind. Auch die kolchischen Wälder von Adjara bewahren Relikt- und Endemitenarten von Bäumen und Blumen sowie seltene Tierarten. Im Machakhela-Nationalpark in der Gemeinde Khelvachauri sind etwa 95 Prozent der Fläche von Wäldern und dichtem Buschwerk bedeckt.

Weitere Naturgebiete setzen andere Akzente: Der Kintrishi-Nationalpark umfasst 13.514 Hektar und ist in die UNESCO-Weltnaturerbeliste aufgenommen. Das Schutzgebiet Kobuleti bewahrt Lebensräume einzigartiger Wasservogelarten und dient Zugvögeln sowie brütenden und überwinternden Vögeln als Rückzugsgebiet. Von Mitte August bis Mitte Oktober ziehen an einem 10 Kilometer langen Küstenabschnitt Adjaras Tausende Greifvögel aus 32 verschiedenen Arten vorbei.

Auch botanische Gärten geben Einblick in die Pflanzenwelt der Region. Im Goderdzi Alpine Botanical Garden in der Bergregion Adjaras sind 170 Arten der Wildflora aus 111 Gattungen und 50 Familien registriert. Der Botanische Garten von Batumi umfasst neun floristische Bereiche, drei Parks und ein kolchisches Reservat. Dort wachsen etwa 1.800 Gehölz- und 5.000 krautige Pflanzen.

Wanderwege mit unterschiedlichen Formaten

Im Mtirala-Nationalpark gibt es deutlich markierte ein- und zweitägige Routen. Ausgewiesene Bereiche für Picknicks, Camping und Lagerfeuer sowie eine touristische Schutzhütte am neunten Kilometer gehören zur Orientierung auf den Wegen. Im Kintrishi-Nationalpark stehen markierte und gepflegte Routen unterschiedlicher Schwierigkeit zur Auswahl: eine eintägige Wanderung führt zu den Bogenbrücken von Varjanauli und Tskhemvani; eine zweitägige Wander- und Reittour verläuft nach Utgovari und zum Tbikeli-See.

Der Kokoleti Trail ist insgesamt 15 Kilometer lang und dauert sechs Stunden. Davon entfallen 6 Kilometer auf einen Wanderabschnitt durch unberührten kolchischen Wald; die Fahrstrecke umfasst 9 Kilometer bis zum letzten bewohnten Hof im Dorf Kokoleti. Diese Aufteilung hilft Ihnen, die Tagesplanung an einer Kombination aus Gehen und Fahren auszurichten. Eine weitere Option ist der Weg vom Dorf Khikhadziri zur Khikhani-Festung: Er ist 8 Kilometer lang und kann zu Fuß oder mit einem Geländefahrzeug zurückgelegt werden.

Im Schutzgebiet Kobuleti heißen drei leichte Wanderwege „Ispani 2“, „White Moss“ und „Drosera“. Für den ausgewiesenen, ein Hektar großen Abschnitt des Sphagnum-Moors sind spezielle Holzmoor-Ski vorgesehen. Im Goderdzi Alpine Botanical Garden gibt es eine Quelle, einen Picknickbereich mit offenen und geschlossenen Pavillons sowie einen ausgestatteten Campingbereich mit vorgesehener Feuerstelle.

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Kultur, regionale Traditionen und Küche

Die Gonio-Apsaros-Festung in Adjara überstand die Herrschaft der Römer, Byzantiner und Osmanen in der Region. Einen anderen Zugang zu Geschichte und Handwerk bietet die markierte Machakhela Gun Road: Die leichte historische und kulturelle Route in der Gemeinde Khelvachauri ist 39 Kilometer lang und auf zwei Tage angelegt. Die Gegend ist für die Tradition der Herstellung von Machakhela-Gewehren und Erbdolchen bekannt.

In der Umgebung der Shuamta Lakes sind in den Sommerdörfern die traditionelle Lebensweise des Hochlandes von Adjara und die Kultur der saisonalen Schafhaltung erhalten. Auch die Küche gehört zur regionalen Entdeckung: In Khulo werden Kaymagi, Borano, Sinori und Nagbibora zum Probieren empfohlen.

Anreise und Wahl des passenden Ausgangsorts

Adjara ist per Flugzeug sowie über Straßen-, Schienen- und Seeverkehr erreichbar. Zehn Touristeninformationszentren der Region stellen kostenlos gedruckte Karten und Reiseführer auf Georgisch, Russisch und Englisch bereit, darunter Informationen zur Erholung in der Region und zu Routen im Bergland von Adjara. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, überlegen Sie zunächst, welche Erlebnisse Ihre Reise prägen sollen: Küstenbeobachtungen, Waldwege, längere Touren oder Kultur und Küche. So können Sie Ihre Suche auf die Orte ausrichten, die zu Ihren Plänen passen.

Für die weitere Orientierung innerhalb Adjaras können Sie auch Namlisevi, Mirveti, Khelvachauri, Keda, Khulo, Machakhlispiri, Kharaula, Khala, Chakvistavi, Bako, Kokhi, Sakhalvasho, Kapreshumi, Gomarduli, Danisparauli, Gorgadzeebi und Buknari aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Georgien.

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