Städtereise nach Lissabon

Städtereise Die Kultur und Architekturtur der alten Seefahrerstadt Lissabon - Hauptstadt von Portugal - zu entdecken, ist Ziel einer Städtereise. Aber nicht nur das ...
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Lissabon, die Hauptstadt von Portugal, ist die wichtigste Destination für Städtereisen in dem iberischen Land. Als alte Seefahrer- und Händlerstadt ist die portugiesische Metropole ein Schmelztiegel von Kulturen. Die Architektur ist heute an einigen Stellen von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Eine tolle Stadt für den Urlaub inmitten von Kultur und Leben.

Stadtbummel durch Lissabon

Die einstige Seefahrerstadt Lissabon hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Unzählige Prachtbauten, Denkmäler, Promenaden, Cafés und Aussichtspunkte bezeugen dies. Der großzügige „Praca do Comercio“ - sicher der schönste Platz mit seinem prächtigen Triumphbogen - ist das Herzstück der Stadt und liegt direkt am berühmten Tejo. Zwei UNESCO-Weltkulturerben warten auf Besucher: den „Torre de Belem“ und das Kloster Jeronimos, wo der weltbekannte Seefahrer Vasco da Gama zur letzten Ruhe gebettet wurde. Es war nicht das Reiseziel Portugal, das Vasco da Gama berühmt gemacht hat – heute ist es aber das Reiseziel Lissabon, für das seine letzte Ruhestätte als Sehenswürdigkeit dient.

Die Festungsanlage - Castelo de Sao Jorge

Diese Festungsanlage mit ihrer Burgruine liegt im Stadtteil Baixa in der Nähe der Unterstadt. Im Burgturm befand sich die königliche Urkundensammlung. Doch mit dem schweren Erdbeben 1755 wurde die Burg weitestgehend zerstört. Um 1940 wurde die Festung als Nationalsymbol wieder aufgebaut, allerdings nicht exakt nach historischen Vorbild.

Die Grundfläche des Castelos umfasst etwa 6.000 Quadratmeter und am sehenswertesten sind die Ausgrabungen aus phönizischer, römischer und maurischer Zeit. Empfehlenswert ist das Haus mit den fünf Spitzbögen. Die Haustür ist eine mit Arabesken verzierte Tür aus dem 17. Jahrhundert. Früher war hier der Kerker untergebracht. Von der Aussichtsplattform der Festung genießt der Besucher einen fantastischen Ausblick über die Stadt und den Fluss.

Das Tor zum Stadtteil Belem - Torre de Belem

Das Wahrzeichen für die Seefahrer war jahrhundertelang der Torre de Belem. Selbst heute gehört dieses Bauwerk am Tejo zu den meist fotografiertesten in Lissabon. Der Torre Belem symbolisierte die einstige Weltmacht Portugal. Vom portugiesischen König Manuel I wurde er 1515 in Auftrag gegeben und sechs Jahre später war das imposante Tor verwirklicht.

Er diente als Leuchtturm für die heimkehrenden Entdecker und Handelsschiffe. Reich ausgeschmückt mit einmaligen Reliefs und Zinnen, durchbrochenen Balkonen und maurische Ausgucklöcher präsentiert sich das Gebäude mit seiner außergewöhnlichen Bauweise. Die erste plastische Darstellung eines Tieres in Europa, ein Nashornkopf, prangt an der Nordwestseite des Turmes. Zum Schutze der Seefahrer ist die Plastik "Unserer Lieben Frau der sicheren Heimkehr" auf das Meer hinaus gerichtet. Im Turminneren war ein Gefängnis und die einstige Waffenkammer. Seit 1983 ist der Torre de Belem UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Hieronymus Kloster - Mosteiro dos Jerónimos

Das Kloster Hieronymus im Stadtteil Belem gehört ebenfalls seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe und stellt heute das Nationalheiligtum Portugals dar. Nicht nur Vasco da Gama ruhen in diesem schönen reichlich mit Figuren geschmückten Bauwerk, sondern auch portugiesische Könige und Nationaldichter.

Das Kloster ist das bedeutendste Gemäuer der Manuelinik, eine portugiesische Variante der Spätgotik mit Renaissanceelementen. Mit dem Bau des Klosters begann Manuel I kurz nach der Rückkehr Vasco da Gamas von seiner ersten Indienreise. Aus dem Überseehandel konnte dieses monumentale Prachtbauwerk finanziert werden. Kraftvoll zur Geltung kommen die Kalksteinfassaden in der weiten Parkanlage. Das Erdbeben 1755 überlebte das Gebäude ohne größere Blessuren. Heute wird das Kloster für festliche Zwecke aller Art genutzt.

Das Kachel-Museum - Museu Nacional do Azulejo

Diese kunstvollen Mosaiken finden sich an Brunnen, Kirchen, Palästen oder gar an einfachen Hauswänden. Der Geschichte der Azulejos und ihrer Herstellung ist das Museum gewidmet. Solche Mosaike sind meistens quadratisch und bunt bemalt. Oftmals werden diese zu einen künstlerischen Gesamtbild zusammengefügt und mit alten Blumen-, Vögel- oder Schiffsmotiven bemalt. Die Kunst als solche entstammt den Mauren, aber auch moderne Architekten arbeiten mit ihnen. Wörtlich übersetzt bedeutet „Azulejos“ kleiner polierter Stein.

Das Museum im Stadtteil Belem gibt einen historischen Überblick vom 15. Jahrhundert bis heute. Es befindet sich im Konvent Madre de deus, eine Klosterkirche, die reichlich mit Azulejos geschmückt ist. Im Kreuzgang findet sich ein attraktives über 30 Meter langes Kachelbild in blau-weiß, bestehend aus 1.300 Fliesen, welches das Erdbeben 1755 darstellt. Die Paneele stammen zumeist aus der Zeit zwischen dem 15. bis 19. Jahrhundert aus aufgelösten Klöstern und Villen reicher Großbürger.

Das Kutschenmuseum - Museu Nacional dos Coches

In der alten Reithalle des Palacio Nacional de Belem im gleichnamigen Stadtteil ist das Kutschenmuseum zu finden, welches zu den meistbesuchten Museen Lissabons zählt. Es präsentiert eine der schönsten Sammlungen historischer Wagen der Welt. Gegründet wurde es von der letzten portugiesischen Königin Amelie im Jahre 1905. Die Halle ist im klassischen Stil gehalten und das Innere schmücken Gemälde und Azulejos.

Die Sammlung beherbergt Kutschen der portugiesischen Königsfamilie sowie des portugiesischen Adels und Gefährte aus der Zeitspanne zwischen dem 16. bis 19. Jahrhundert aus den Ländern Italien, Spanien, England, Österreich und Frankreich. Der Reisewagen von König Philipp II von Portugal aus 16./17. Jahrhundert zählt zu den Unikaten. Ein weiteres Highlight sind mehrere Barock-Kutschen aus dem 18. Jahrhundert, welche eindrucksvoll bemalt und mit goldenen Schnitzereien versehen sind.

Rossio - Der berühmtestes Platz in Lissabon

Bei einem Bummel über den Rossio sollte der Blick zunächst nach unten gerichtet werden. Die auf dem Boden angebrachten Mosaike stellen die Nähe Lissabons zum Meer und die Bedeutung des Wassers für die Stadt dar. Auf der Mitte des Platzes thront die große Statue von König Pedro IV. Sehr sehenswert sind auch die beiden aus Bronze errichteten französischen Springbrunnen.

Unterkunft im alten Stadtzentrum

Für den Aufenthalt stehen neben den vielen, kleinen, familiengeführten Hotels im Stadtzentrum auch Ferienwohnungen in Lissabon zur Verfügung. Neben einem schönen Preisvorteil bieten diese Objekte einen entscheidenden Pluspunkt: Man lebt im Urlaub direkt zwischen den Menschen der Stadt. So zum Beispiel bei den Objekten im Stadtviertel Baixa, in denen man in Fußentfernung von den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt lebt. Aber auch direkt am Atlantik gelegene Ferienhäuser (wie die Ferienhäuser in Cascais im Nordwesten von Lissabon) bieten kostengünstige Unterkünfte für eine Städtereise nach Lissabon.

Anreise: Flughafen Lissabon

Der Flughafen Lissabon (Aeroporto da Portela oder Aeroporto de Lisboa, IATA: LIS) liegt nur rund 3 Flugstunden von den Ballungszentren in Deutschland entfernt. Er wird von den verschiedensten Fluglinien angeflogen. Eine Anreise mit dem Flugzeug nach Lissabon ist der mit dem privaten PKW in jedem fall vorzuziehen. Vor Ort kann man sich dann direkt im Flughafen einen Mietwagen organisieren, um auch vor Ort mobil zu sein. Wer sich auf eine Städtereise nach Lissabon freut, benötigt nicht mal einen PKW vor Ort: Der Flughafen ist per U-Bahn an den öffentliche Personen-Nahverkehr angebunden, in Lissabon selbst kann man alles zu Fuß oder mit Bus und bahn leicht erreichen.

Städtereisen in Portugal

Lissabon ist zweifelsohne die größte Destination für städtereisen in Portugal. Allerdings liegt Porto im Norden, die Heimatstadt des Portweins, dichtauf. Östlich der Stadt Porto finden sich entlang dem Rio do Minho die Weinberge, ein Ausflug, den man auch mit einem Flusskreuzfahrtschiff unternehmen kann. Urig: Die Ferienwohnungen in Porto selbst.

Bekannt sind auch die atlantischen Surfsport in Portugal. Die Strände von Peniche ein paar Kilometer nördlich von Lissabon gelten als die besten Sur-Spots in Europa und werden in jedem Jahr von tausenden von Surffans belagert. Wer am Sandstrand Praia do Medãobzw. dem Bereich Praia dos Supertubos die wellen testen will, findet kostengünstige Unterkünfte in den Strandhäusern von Peniche.

Weniger als Städteziel, wohl mehr als Platz für den Badeurlaub sind die Städte an der Algarve bekannt. Faro oder Albufeira mit den umliegenden Gebieten sind Orte für die großen Urlaubsressorts der Reiseveranstalter. Hotelkomplexe, wie sie hier in den letzten 20 Jahren gebaut wurden, sind in Lissabon oder auch Porto eher unbekannt. Dabei sind die alten Städte durchaus sehenswert – und Ferienwohnungen in Ablufeira oder Ferienhäuser in Faro liegen direkt am Strand und sind – selbst im Vergleich zu den Billiganbietern bei Pauschalreisen – kostengünstig. (Empfehlungen Algarve)

Für den Reisenden nach Portugal steht also eine Entscheidung an: Faul am Strand liegen und sich im Resort versorgen lassen, aktiv Sport treiben und sich den Atlantikwind und dessen Wellen um die Ohren jagen oder gar „Portugal entdecken“ in den alten Kulturstädten bei einer Städtereise. In jedem Fall eine Reise wert!

Foto: Alesia Belaya

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