Zásmuky ist von einem Schlosskomplex im Stadtzentrum geprägt. Der erhaltene Wirtschaftshof steht städtebaulich mit der Kirche Mariä Himmelfahrt und dem Pfarrhaus in Verbindung. Die heutige Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1900–1903 als pseudostilistische Kirche nach Plänen des Baumeisters J. Krcha errichtet; zu ihrem Komplex gehört außerdem eine barocke Mariendarstellung aus Sandstein aus der Zeit um 1700.
Geschichte und Bauwerke
Im Schlosskomplex am Komenského-Platz befindet sich die Kultur- und Ausstellungshalle von Zásmuky. In einem barocken Saal des Vorhofs aus dem 17. Jahrhundert beherbergt sie eine Galerie. Die ständige historische Ausstellung schildert die Entwicklung von Zásmuky von einer mittelalterlichen Feste und einer romanischen Kirche über ein untertäniges Dorf, ein Schloss und ein Kloster bis zur Stadt.
Das Schlossgelände kann durch das Tor betreten werden; dort lassen sich der Hof und der Schlosspark besichtigen. Das für Franziskaner gegründete Franziskanerkloster wurde von 1691 bis 1694 erbaut. Seine Kirche des heiligen Franziskus Seraphicus ist ein einfacher barocker Kirchenbau ohne Turm. Kloster und Klosterkirche sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich, dort finden jedoch mehrmals im Jahr Konzerte statt.
Eine alte Lindenallee führt von Zásmuky zur Kapelle zur Geburt der Jungfrau Maria. Die Kapelle ist eine neogotische Friedhofskapelle aus den 1860er-Jahren mit einem barocken Kern von 1681. In der Polákova-Straße kennzeichnet ein Haus mit Gedenktafel den Geburtsort des Dichters der tschechischen nationalen Wiedergeburt Milota Zdirad Polák.
An der Alten Schule am Komenského-Platz befindet sich über einem Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs das Stadtwappen. Mit der Franziskanerkirche der Stadt ist die Zásmucká Porcinkule verbunden. Sie ist eine traditionelle Wallfahrt; in einigen tschechischen Städten wird die Porcinkule am ersten Augustwochenende gefeiert.
Wege und Routen
Die Route „Pokorného secesní fasády“ beginnt am Komenského-Platz in Zásmuky und führt zu einer Reihe ländlicher Jugendstilfassaden im Raum Kouřimsko, die der in Zásmuky geborene Bedřich Pokorný geschaffen hat.
Der Lehrpfad Zásmuky–Kouřim ist eine körperlich leichte, 9 km lange Strecke vom Komenského-Platz entlang eines Bachs. Bei Vlčí důl liegt eine denkmalgeschützte barocke Brücke. Ein weiterer kurzer und leichter Weg, die Route „Baroque Bridges and Rock Formations“, beginnt am Platz von Zásmuky.
Für Fahrräder beginnen und enden in Zásmuky zwei unterschiedlich lange Routen: Die Radroute Vavřinecká dvacítka ist 22 km lang, die Radroute Zásmuky–Trasa 2 misst 56 km. Die Vavřinecká dvacítka verläuft über Fußwege, Waldwege und asphaltierte Straßen, zunächst durch ein Tal und in der zweiten Hälfte von Anhöhen hinab.
Der Lehrpfad Zásmucká bažantnice beginnt und endet am Eingang zur ehemaligen Fasanerie in der Barákova-Straße in Zásmuky. Die Route bewahrt dabei die historische Bezeichnung der früheren Fasanerie.
Natur und Landschaft
Die Zámecká obora erstreckt sich nördlich des Schlossgebäudes. Sie ist über mehrere Wege sowie über die gelbe Wanderwegmarkierung Zásmuky–Toušice zugänglich. Am Rand des unteren Teils der Wildparkanlage ermöglicht ein Wildtunnel dem Rotwild, zwischen ihren beiden Teilen zu wechseln.
Anreise
Zásmuky ist mit Bussen aus Kolín, Kutná Hora und Prag erreichbar, darunter mit der PID-Linie 381 ab Skalka.
Weitere Ortsseiten: Kolín, Němčice, Plaňany, Radovesnice I, Veletov, Český Brod, Přehvozdí, Krakovany.