Frühbuß (Přebuz): Natur und Bergbaugeschichte
Frühbuß (Přebuz) beginnt als Entdeckung im Schutzgebiet Přebuzské vřesoviště: Es bewahrt naturnahe Lebensräume, die nach dem Torfabbau entstanden und seltenen sowie gefährdeten Pflanzen und Tieren als Rückzugsraum dienen.
Unterwegs
Eine eigene Verbindung von Landschaft und Geschichte bietet die Hornická poznávací trasa Přebuz. Die Route ist 5,2 km lang und führt zu 13 Stationen. Ihre Streckenlänge und die Zahl der Stationen geben Ihnen konkrete Größen, um eine Besichtigung zeitlich einzuordnen und die gewünschte Intensität der Erkundung abzuschätzen.
Bergbaugeschichte
Der Přebuzský vodní příkop (Erbgraben) gilt als ältestes Bergbaudenkmal von Přebuz. Die Šliks legten ihn in der Mitte des 16. Jahrhunderts an. Beim Panský důl (Herrenzeche) eröffnen sich Einblicke in zerklüftete Tagebaue, eingestürzte Stollen, Senken, Wasserschwinden und Quellen, die der Zinnbergbau vom 16. bis zum 19. Jahrhundert zurückließ.
Auch der Förderturm der Hlavní jáma (Hauptschacht) ist ein technisches Denkmal. Unter der betonierten Schachtöffnung befindet sich ein überflutetes Labyrinth von Grubenbauen, das bis in 190 m Tiefe reicht. Die Alžbětinská dědičná štola (St.-Elisabeth-Erbstollen) war vom 16. bis zum 19. Jahrhundert ein wichtiger Entwässerungsstollen.
Der Zinnbergbau in Přebuz wurde 1909–1914 unter dem Namen Čerstvé štěstí (Frischglück) und 1931–1958 als Ritterův důl (Ritterschacht) betrieben. Er erreichte eine Tiefe von 120 m und hinterließ Reihen von Einbruchmulden. Die Jitřní štola (Gut-Morgen-Stollen) steht für die Anfänge des Bergbaus in Přebuz im 16. Jahrhundert und wurde im 20. Jahrhundert zu einem Sprengstofflager umgebaut.
Landschaft
Der Hartelsberg (Čertova hora) ist ein 987 m hoher, kegelförmiger Landschaftsmarkpunkt von Přebuz. Von dort bieten sich Ausblicke auf das Krušné hory, die Smrčiny, den Český les, den Slavkovský les, die Tepelská vrchovina und die Doupovské hory. Unmittelbar am Weg zum Hartelsberg zeigt der Felsaufschluss Skalka charakteristische Texturen zinnführender Granite.
Zum Zinnbergwerk bei Přebuz führt der Weg vom Parkplatz an der Wegkreuzung zwischen Kirche und Friedhof über etwa 700 m auf befestigtem Weg. Die Zufahrt mit dem Auto ist ohne Einfahrtsverbot bis in eine Entfernung von etwa 250 m möglich.
Kulturgeschichte
Zum bergbaulichen Zusammenhang gehört auch der Schlemmteich (Odkaliště hlušiny). Er enthält sandige Rückstände, die beim Waschen der Erze entstanden. Buchar (Bucherich) war am ansteigenden Straßenabschnitt zur Kirche eine Anlage zum Zerkleinern von Zinnerz und versorgte eine nahegelegene Erzaufbereitungsanlage und Hütte. Die Aufbereitungsanlage für Zinn- und Arsenderze war von 1933 bis 1945 in Betrieb.
Weitere Orte zum Entdecken: Wintersgrün, Liebauthal, Neudorf Bei Tepl, Teschwitz, Zieditz, Schwaderbach, Zwodau und Königsberg A. D. Eger.
Die Kirche des heiligen Bartholomäus in Přebuz wird mit dem Jahr 1781 verbunden; laut Stadtgeschichte wurde sie 1787 fertiggestellt.
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