Monserrat – Natur, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Monserrat
Die Serra del Castellet ist eine Falte aus triassischem dolomitischem Kalkstein mit einem markant erodierten Gipfel. Der traditionelle historische Ortskern hat seinen Ursprung in einer islamischen Siedlung aus dem 11. Jahrhundert.
Wer Monserrat über Landschaft und Ortsgeschichte kennenlernt, begegnet damit zwei unterschiedlichen räumlichen Ebenen: der geologischen Formation der Serra del Castellet und den Spuren einer über Jahrhunderte gewachsenen Siedlung. Beide Themen bleiben im Ort miteinander verbunden, ohne dass die Landschaft auf einen einzelnen Aussichtspunkt oder die Geschichte auf eine Epoche reduziert wird.
Natur
Die Font del Pantà ist ein Erholungsort neben dem städtischen Sportzentrum zwischen Bergahorn- und Pappelbäumen; bei ihr ist ein Damm aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Bei Les Coves befindet sich ein ausgewiesenes Mikroreservat.
Am aufgestauten Riu Magre können während des Vogelzugs Reiher und andere Vögel beobachtet werden.
So stehen an den Naturorten unterschiedliche Merkmale im Vordergrund: An der Font del Pantà prägen Bäume, Sportzentrum und der erhaltene Damm das Bild, während bei Les Coves der Schutzstatus des Mikroreservats genannt ist. Am aufgestauten Riu Magre kommt mit der Vogelbeobachtung während des Vogelzugs ein weiterer Naturaspekt hinzu.
Geschichte
Die erste bekannte schriftliche Erwähnung von Monserrat stammt vom 13. August 1240. In einem archäologischen Schutzgebiet bei Monserrat wurden Überreste aus der Bronzezeit und aus der andalusischen Epoche gefunden.
An einigen Fassaden des traditionellen historischen Ortskerns befinden sich religiöse Keramikaltäre aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Das Innere eines Bauwerks in Monserrat ist in einem Stil zwischen Neoklassizismus und Moderne gestaltet.
Die geschichtlichen Hinweise reichen damit von archäologischen Überresten aus zwei Epochen bis zur schriftlichen Erwähnung im Jahr 1240 und zu sichtbaren Details späterer Bau- und Gestaltungsgeschichte. Die Keramikaltäre an einigen Fassaden und das erwähnte Bauwerksinnere setzen dabei unterschiedliche Akzente innerhalb des historischen Ortskerns.
Kultur und Bräuche
Die Setmana Internacional de Música de Cambra, kurz SIMC, findet seit dem Sommer 1981 ununterbrochen statt und ist eine Veranstaltung zur Förderung des Kulturtourismus mit dem Anspruch auf Internationalisierung. Das SIMC-Programm umfasst Kammermusik von der Renaissance bis zur Gegenwart.
Am 1. Mai organisiert der Gemeinderat den Tag der Paellas als gemeinsames Paella-Essen, an dem Einwohner und Besucher teilnehmen. Zu Ostern gehört die Zubereitung von Kuchen namens „mona de pascua“ zu den Bräuchen in Monserrat.
Im Kulturkalender stehen somit sowohl eine seit 1981 ununterbrochen stattfindende Kammermusikveranstaltung als auch gemeinschaftliche und saisonale Bräuche. Der Tag der Paellas ist auf den 1. Mai datiert, während die Zubereitung der „mona de pascua“ zu Ostern gehört.
Wege
Der PR 272 ist einer von zwei homologierten Wanderwegen in Monserrat. Für die eigene Planung können Sie Streckenart und Themenschwerpunkt getrennt abwägen.
Die Route der hydraulischen Architektur von Monserrat ist 21,6 Kilometer lang und verbindet hydraulische Bauwerke wie Quellen, Zisternen, Tröge, Wasserräder, Wassermühlen, Aquädukte und Stollen mit Berglandschaften im Landesinneren und historischen Bewässerungsflächen.
Die beiden genannten Wege setzen verschiedene Schwerpunkte: Beim PR 272 steht die Einordnung als homologierter Wanderweg im Vordergrund, bei der 21,6 Kilometer langen Route die Verbindung von Wasserbauwerken, Berglandschaften im Landesinneren und historischen Bewässerungsflächen. Auch die aufgezählten Bauwerkstypen zeigen, wie breit das Thema Wasser entlang dieser Route gefasst ist.
Weitere Orte
Vilamarxant, Olocau, La Barraca d'Aigües Vives, Novelé, Gilet, Pinet, Gátova, Sinarcas
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valencia.