Javier: Castillo, Basilika und Pilgerwege
Unterkünfte in Javier
Das Castillo de Javier entstand im 10. bis 11. Jahrhundert als auf Fels errichtete Verteidigungsanlage. 1901 wurde es restauriert und in das Hausmuseum des heiligen Franz Xaver umgewandelt. Die beiden Daten markieren den Wechsel von der Entstehung als Verteidigungsanlage zur musealen Nutzung und geben dem Auftakt eine klare historische Kontur.
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Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bei der Planung können Sie kulturelle Orte, Pilgertermine, unterschiedlich lange Wege und die Radrundfahrt als getrennte Schwerpunkte betrachten.
Kultur
Die Basilika von Javier wurde zwischen 1896 und 1901 im eklektizistischen Stil errichtet und verbindet Elemente der romanischen, gotischen und byzantinischen Kunst. Ihre Krypta enthält die Gräber der Herzöge von Villahermosa und der Familie Goyeneche. In der Pfarrkirche der Verkündigung in Javier wurde der heilige Franz Xaver getauft. Die Folge von Bauform, Grablege und Taufgeschichte führt durch verschiedene Ausdrucksformen religiöser und historischer Erinnerung.
Die heutige Pfarrkirche der Verkündigung in Javier wurde 1702 im barocken Stil wiederhergestellt. Im Museum des Castillo de Javier werden spanische Gemälde aus dem 15. bis 20. Jahrhundert, eine Sammlung japanischer Kakemono-Gemälde aus dem 19. Jahrhundert und zahlreiche historische Dokumente bewahrt. Der Altar des Tempels in Javier wird von einer romanischen Darstellung der Jungfrau Maria beherrscht. Architektur, Malerei, japanische Kunst und Dokumente setzen dabei jeweils eigene kulturelle Akzente.
Am Ufer des Aragón liegt El Molinaz, ein historisches Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert in Spitzbogenform. El Molinaz ist eine Mühle aus dem 13. bis 14. Jahrhundert, die damals den Herren von Javier und der Familie Jaso–Azpilicueta gehörte. Die beiden historischen Einordnungen halten die baulichen und geschichtlichen Facetten dieses Ortes nebeneinander.
Unterwegs
Die Novene der Gnade zu Ehren des heiligen Franz Xaver findet vom 4. bis 12. März als neuntägige Pilgerfahrt statt. Die Javieradas sind massenhafte Pilgerfahrten nach Javier während der Fastenzeit im Rahmen der Novena de la Gracia. Die beiden Pilgerformen unterscheiden sich durch ihren zeitlichen Rahmen und ihre beschriebene Größenordnung.
Ein 8 Kilometer langer Abschnitt des Jakobswegs führt von Undués über Javier nach Sangüesa. Der Paseo del Molinaz führt zu einer alten Mühle und ist eine 3,8 Kilometer lange Route. Die verschiedenen Streckenlängen machen einen Vergleich zwischen dem Abschnitt des Jakobswegs und dem Paseo del Molinaz möglich. Für die eigene Tagesplanung lassen sich die Wege als unterschiedliche Bewegungsformate nebeneinanderstellen.
Der Castelar ist der höchste Punkt von Javier. Von ihm bietet sich ein außergewöhnlicher Blick über die gesamte Umgebung. Die Radrundfahrt „Historia de un Reino“ im Osten Navarras führt unter anderem zum Castillo de Javier, einem der historischen Orte dieser Region. Pilgerfahrt, Jakobsweg, Spaziergang, Aussichtspunkt und Radrundfahrt eröffnen unterschiedliche Zugänge zu den kulturellen und landschaftlichen Bezugspunkten von Javier.
Weitere Orte: Lekunberri, Irurozqui, Aizpún, Gorraiz, Uterga, Dorrao, Mélida, Uztegi
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