Aizpún: Kirche, Höhle und Berglandschaft
Aizpún liegt am Fuß der Sierra de Andía in bergigem, vom Udabe durchflossenem Gelände. Zwischen Kirchenbau, archäologischer Fundstätte und wassergeprägten Wegen zeigt der Ort sehr unterschiedliche Facetten für die eigene Reiseplanung.
Kultur und Baugeschichte
Die Pfarrkirche San Andrés wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als protogotische Kirche errichtet und ist vollständig sowie ohne wesentliche Veränderungen erhalten. Sie besitzt ein einziges Kirchenschiff und eine halbrunde Apsis in romanischer Tradition. In der Apsis befinden sich gotische Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert, deren Mittelpunkt ein Jüngstes Gericht bildet.
Ein weiteres Bauwerk ist der Torreón-palacio de Aizpún, ein rechteckiges Gebäude mit Satteldach. Seine Fassade besteht aus Bruchsteinmauerwerk mit Werksteinquadern an den Ecken. Das Fenster im zweiten Obergeschoss besitzt einen leicht zugespitzten Doppelbogen und ist von einer fünfeckigen Einfassung umgeben.
Archäologie
Die Cueva de Itxitxoa, auch Cueva del Moro genannt, ist eine archäologische Fundstätte im Gebiet von Aizpún. Die Höhle trägt außerdem den Namen Cueva de Arteta und liegt 40 Meter über dem Barranco de Arteta an der Grenze zum Gemeindegebiet von Ulzurrun. Die Höhle verfügt über einen waagerechten Gang von mehr als 150 Metern Länge. Bei Erkundungen wurden prähistorische Steinwerkzeuge und ein numismatisches Ensemble dokumentiert.
Wasser und Wege
Die Cascada de Aizpún bildet den Anfang des Barranco de Artazul. Sie kann vollständig umrundet werden, indem man den sie umgebenden Felswänden folgt. Die Route ist insgesamt ungefähr drei Kilometer lang. Für die Cascada de Aizpún werden regenreiche Tage empfohlen, wenn sie mehr Wasser führt.
Etwa 200 Meter von Aizpún entfernt in Richtung Goñi befindet sich ein kleiner Parkplatz für sechs Autos. Auf dem Zustieg zur Cascada de Aizpún überqueren Wandernde einen kleinen Bach und müssen anschließend eine Viehweide passieren. Die Route zur Cascada de Aizpún ist im Naturpark Urbasa-Andía beschrieben.
Der Barranco de Artazul ist eine gemischte aquatische Schlucht am Fluss Arakil im Raum Aizpún. Der Abstieg durch den Barranco de Artazul umfasst kleine Kaskaden, Sprünge, Rutschen und einen spektakulären abschließenden Abseiler. Insgesamt gibt es 15 Abseilstellen, darunter einen maximal 45 Meter langen Abseiler; erforderlich sind zwei 50-Meter-Seile sowie ein vollständiger Neoprenanzug. Die beiden Wege lassen sich für die eigene Planung anhand der ungefähren Streckenlänge und der beim Schluchtabstieg genannten Ausrüstung unterscheiden.
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