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Concud entdecken: Hanfgeschichte und Paläontologie

Unterkünfte in Concud

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Concud verbindet greifbare Handwerksgeschichte mit ungewöhnlichen Spuren der Erdgeschichte. Der Anbau und die Verarbeitung von Hanf waren hier eine wichtige Tätigkeit und wirtschaftliche Ressource. Drei Öfen zum Trocknen von Hanf, ein als „agrama“ bezeichnetes Schutzdach und ein Becken sind erhalten; sie gehörten zur Verarbeitung von Hanf. Im Jahr 2007 wurden diese drei Hanftrocknungsöfen, das Schutzdach und das Becken als katalogisiertes Kulturerbe Aragoniens ausgewiesen.

File:Barranco de las Calaveras paleontological site, Concud, Teruel, Spain.JPG File:Barranco de las Calaveras paleontological site, Concud, Teruel, Spain.JPG Foto: PePeEfe via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur und Handwerk

Die Hanfanlagen machen einen historischen Arbeitszusammenhang an mehreren erhaltenen Bauteilen ablesbar. Dabei stehen die Öfen für das Trocknen, während Schutzdach und Becken weitere Teile der Verarbeitung überliefern. Gerade diese Verbindung aus Tätigkeit, Wirtschaftsressource und konkreten baulichen Zeugnissen gibt dem Ort ein klar umrissenes kulturgeschichtliches Thema.

Spuren der Erdgeschichte

Eine zweite Ebene liegt im Barranco de las Calaveras in Concud. Dort wurde eine reichhaltige Säugetierfauna aus dem Turolien gefunden. Das Turolien ist eine international anerkannte geologische Zeiteinheit mit aragonesischer Bezeichnung. Die Fundstelle verweist damit auf eine bestimmte erdgeschichtliche Einordnung und nicht lediglich auf allgemein gehaltene Naturbeobachtung.

Im Ort selbst sind paläontologische Wandbilder mit Tieren verteilt, die vor sieben Millionen Jahren in dieser Gegend lebten. Einwohnerinnen und Einwohner von Concud fertigten die Wandbilder an und brachten sie an verschiedenen Stellen im Ort an. Zu sehen sind Nachbildungen eines Hundes, eines Wildschweins und eines Hirsches, die in Concud gefunden wurden. Fundort, Zeitstufe und Darstellung bleiben dabei als eigene Bestandteile der örtlichen Paläontologie erkennbar.

Geschichte und Feste

Zur gebauten Geschichte gehören die Kirche San Martín de Tous und die Kapelle Santa Bárbara. Die Kirche wurde 1743 wiederaufgebaut, während sich die Kapelle auf dem Cerro de Santa Bárbara befindet. Beide Angaben markieren unterschiedliche historische Bezugspunkte innerhalb von Concud.

Ein zeitlich festgelegter Anlass kommt mit den Patronatsfesten hinzu. Sie finden in der zweiten Augusthälfte zu Ehren der Schutzpatrone San Martín und Santa Bárbara statt. So lassen sich die dauerhaft sichtbaren Sakralbauten und der jährlich gebundene Festzeitraum getrennt in die Reiseplanung einordnen.

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Routen und räumliche Einordnung

Auch das Routenthema ist in Concud konkret benannt: Die Route La Conquista de Valencia ist bei Concud als BTT-MTB-Streckenoption ausgewiesen. Davon getrennt verläuft die Vía Verde Ojos Negros in der näheren Umgebung von Concud. Die beiden Angaben unterscheiden sich damit durch ihre räumliche Beziehung und durch die Art des ausgewiesenen Weges.

Concud bietet somit mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: erhaltene Zeugnisse der Hanfverarbeitung, paläontologische Funde und Wandbilder, historische Sakralbauten, einen Festzeitraum sowie benannte Routen. Wer diese Themen gegenüberstellt, kann den Schwerpunkt der eigenen Erkundung zwischen Ortsgeschichte, Erdgeschichte, Kulturterminen und Streckenangeboten setzen.

Weitere Orte

Weitere Orte auf derselben regionalen Übersicht sind Valbona, Tornos, Valderrobres, La Fresneda, Singra, Báguena, Fortanete und Cedrillas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teruel.

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