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Ferienwohnung in Povrazník – Natur, Wege und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Povrazník

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Povrazník verbindet die Landschaft der Poľana mit einer ungewöhnlich dichten Dorfgeschichte. Das Katastergebiet von Povrazník gehört zum Biosphärenreservat Poľana. Die Poľana ist das höchste und am besten erhaltene Vulkangebirge der Slowakei. Auch geologisch zeigt sich die Besonderheit des Ortes: Povrazník ist unter Mineralogen für Vorkommen von Holzopalen bekannt, die während der vulkanischen Tätigkeit nahe der Poľana entstanden.

File:Obec povraznik.JPG File:Obec povraznik.JPG Foto: Miroslav Potančok via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

In der Nähe von Povrazník liegt die vulkanische Höhle Ďuríkova diera. Das Umfeld von Povrazník gilt außerdem als gefragtes Pilzgebiet. Damit stehen Naturformen, geologische Spuren und die Landschaft des Vulkangebirges nebeneinander, ohne dass der Ort auf nur eine Facette reduziert werden muss.

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung von Povrazník stammt vom 22. Mai 1424; damals wurde der Ort als Powraznik unter den Dörfern der Herrschaft Ľupča aufgeführt. Die Geschichte von Povrazník ist eng mit dem Bergbau verbunden. Die Einwohner waren auf die Herstellung von Seilen spezialisiert, mit denen vor allem die Bergwerke von Ľubietová, Špania Dolina und Staré Hory beliefert wurden. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden in Povrazník noch Leinen und Flickenteppiche gewebt.

Ein anschauliches Zeugnis dieser Seiltradition befindet sich unterhalb von Brezina an der Straße nach Majer. Dort liegen drei große Felsen, die jeweils etwa eine Tonne schwer sind und mittig angeordnete Löcher von etwa 15 bis 20 Zentimetern Durchmesser besitzen. An diesen Stellen wurden Pflöcke befestigt. Lange Bündel aus Hanffäden wurden von Fels zu Fels gedreht und zu Seilen geflochten, die zum Absenken von Bergleuten in die Gruben dienten.

Kultur

In Povrazník sind mehrere hölzerne Blockhäuser und ursprüngliche volkskundliche Zeugnisse erhalten. Das Blockhaus Nr. 59 stammt aus dem Jahr 1880 und ist als Kulturdenkmal eingetragen. Zum Ortsbild gehört außerdem der Glockenturm von Povrazník. In ihm befinden sich eine kleine Glocke aus dem Jahr 1745 und eine große Glocke aus dem Jahr 1792. Am Glockenturm wurde 1928 eine Gedenktafel für General Dr. M. R. Štefánik enthüllt.

Auch die Bauweise des Glockenturms trägt zur historischen Eigenart bei: Er besitzt ein gemauertes Erdgeschoss und ein hölzernes Obergeschoss in Ständerbauweise mit Bretterverschalung. Das Gemeindemuseum von Povrazník wurde 2008 eröffnet und enthält restaurierte Exponate, die überwiegend von Einwohnern zusammengetragen wurden. Es umfasst einen Raum mit volkstümlichen Traditionen, ein Klassenzimmer sowie eine Sammlung von Fernsehern und Radios. Die traditionelle Tracht von Povrazník gehört zur Poniky-Variante des Detva-Trachtentyps.

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Wandern und Radfahren

Die Wege rund um Povrazník unterscheiden sich deutlich in Länge, Höhenmetern und Schwierigkeitsgrad. Die markierte Route von Na Mincu über den Hauptkamm der Poľana bis nach Detva ist 25 Kilometer lang, weist 860 Höhenmeter auf und gilt als anspruchsvoll. Kürzer ist die unmarkierte Route durch Driekyňa ab Povrazník: Sie ist 5 Kilometer lang, weist 130 Höhenmeter auf und gilt als leicht.

Für das Fahrrad gibt es die Route von Povrazník nach Slovenská Ľupča. Sie ist 10 Kilometer lang, weist 80 Höhenmeter auf und gilt als leicht. Wer eine längere Herausforderung betrachtet, findet außerdem die grüne Radroute Nr. 5551. Sie führt rund um die Poľana, ist etwa 122 Kilometer lang und gilt als anspruchsvoll.

Anreise und weitere Orte

Povrazník verfügt über eine Busverbindung mit Banská Bystrica. Für die weitere Orientierung auf der Ortsseite stehen außerdem folgende Ziele bereit: Podkonice, Dolná Mičiná, Dolný Harmanec, Banská Bystrica, Vlkanová, Moštenica, Motyčky, Lučatín.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Banská Bystrica.

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