Boiţa zwischen Olt und Lotru-Gebirge
Unterkünfte in Boiţa
Geografische Einordnung
Boiţa liegt am Fuß des Lotru-Gebirges, dort, wo der Fluss Olt in den Turnu-Roșu-Pass eintritt. Im Turnu-Roșu-Pass befindet sich etwa 3 km südlich von Boița die kalte, frische Bergquelle Fântâna Împăratului. Sie wurde 1852 zu Ehren des Besuchs von Kaiser Franz Joseph in dieser Gegend gefasst.
Weitere Orte
Als weitere Ziele finden Sie Sadu, Șura Mică, Avrig, Gunzendorf, Städterdorf, Cârţişoara, Rusciori und Gura Raului.
Kultur
Die Biserica Adormirea Maicii Domnului in Boița ist eine orthodoxe Kirche, die zwischen 1812 und 1822 errichtet wurde. Zu ihrer architektonischen Gliederung gehören Pronaos, Naos und Hauptapsis. Über dem Schiff erhebt sich eine Kuppel auf einer Trommel. Die heutige Kirche wurde am Standort oder in der Nähe einer älteren Holzkirche errichtet. Bereits für die Mitte des 17. Jahrhunderts ist in Boița eine Kirche belegt.
Im Vorhof der heutigen Biserica Adormirea Maicii Domnului wurde nahe der Südwand eine steinerne Kreuz-Troiță errichtet, die auf zwei Seiten beschriftet ist. Die Troiță ist in diesem Raum ein singuläres Exemplar und lässt sich architektonisch keiner der Typologien der Kreuze der Mărginimea Sibiului zuordnen. Das ländliche Ensemble „Centrul localității“ in Boița stammt aus dem 18. bis 19. Jahrhundert.
Geschichte
Die erhaltenen Fragmente des Turnul Spart stammen aus dem 14. Jahrhundert. Der Fundplatz liegt auf einem schmalen Uferstreifen zwischen dem Olt und der Nationalstraße DN 7. Das Castelul Turnu Roșu in Boița ist in den Zeitraum 1533–1930 datiert. Heute wird es als Centrul de plasament nr. 18 genutzt.
Am Turnul Roșu Tower ist die Bauweise durch eine Mauerstärke von 1,20 bis 1,50 Metern gekennzeichnet. Die Mauern wurden größtenteils aus Flussstein errichtet. Damit sind für dieses Bauwerk sowohl die Maße der Mauern als auch das überwiegend verwendete Material überliefert. Der Turnul Roșu Tower ergänzt die historischen Baumerkmale, die in Boița an mehreren benannten Bauwerken und Fundplätzen erhalten sind.
Das römische Kastell von Ruda wird vermutlich mit Caput Stenarum identifiziert. Es war Teil des nordöstlichen Limes des Römischen Reiches in Dakien. Im Gebiet des römischen Fundplatzes Ruda verzweigten sich Römerstraßen zur Provinzhauptstadt, nach Apulum und bis zur Ostgrenze Dakiens.
Vom römischen Fundplatz Ruda sind der Eingang zur Bergschlucht des Olt, der Kamm des Făgăraș-Gebirges, das Parâng-Gebirge, die Hügellandschaft Transsilvaniens und der Lauf des Olt zu sehen. Reste des von den Einwohnern „Drumul lui Traian“ genannten Weges sind heute etwa 2 km südlich von Boița zu sehen.
Natur
Die Gemeinde Boița weist eine hügelige Landschaft mit Höhen zwischen 350 und 425 Metern auf. Auf den piemontanen Hügeln und einigen höheren Terrassen der Gemeinde wechseln sich Traubeneichenwälder (Quercus petraea) und Buchenbestände (Deschampsio–Fagion) ab. Im Süden der Gemeinde, in der Turnu-Roșu-Senke und im ersten Abschnitt der Olt-Schlucht, gibt es Felsrasen.
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