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Görlitz: Renaissance, Türme und Neiße

Unterkünfte in Görlitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Görlitz verbindet eine außergewöhnlich reiche historische Altstadt mit besonderen Einblicken in Natur, Stadtgeschichte und Flusslandschaft. Rund 4.000 Baudenkmäler prägen das historische Ensemble, das zu den am besten erhaltenen in Mitteleuropa zählt. Für die Wahl einer Ferienwohnung können Sie deshalb überlegen, ob Sie bei Ihrer Reise vor allem Baukunst und Museen, Wege durch die Stadt oder Erlebnisse an der Neiße in den Mittelpunkt stellen möchten.

Görlitz an der Lausitzer Neiße Görlitz an der Lausitzer Neiße Foto: Rolf Kranz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Altstadt und Baugeschichte entdecken

Der historische Reichtum der Stadt hängt mit ihrer Lage an der Via Regia zusammen. Dieser europäische Handelsweg verband einst die Handelsräume zwischen Thüringen und Sachsen im Westen sowie Schlesien, Böhmen und Polen im Osten. Zu den markanten Orten der Altstadt zählt der Untermarkt: Renaissance- und Barockbürgerhäuser umgeben diesen historischen Mittelpunkt. Der Schönhof, ab 1526 nach einem Stadtbrand im Stil der Renaissance wiedererrichtet, ist das Hauptgebäude des Schlesischen Museums zu Görlitz und zählt zu den ältesten Renaissancebauten nördlich der Alpen.

Auch sakrale Bauwerke bieten unterschiedliche Zugänge zur Geschichte. Das Heilige Grab wurde zwischen 1481 und 1504 errichtet und umfasst die Grabkapelle, die Salbungskapelle und die Adamskapelle. Es gilt als einzigartige Nachbildung der heiligen Stätten Jerusalems und als ältestes erhaltenes Bauwerk dieser Art nördlich der Alpen. Die Peterskirche ist Sachsens größte Hallenkirche und ein Meisterwerk gotischer Baukunst. Ihre Sonnenorgel wurde von Eugenio Casparini gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und kann Vogelstimmen imitieren.

Stadtgeschichte lässt sich auch an Türmen und Erinnerungsorten betrachten: Im ältesten erhaltenen Stadtturm, dem Nikolaiturm, befindet sich eine kleine Ausstellung zur Geschichte Görlitz’. Der Reichenbacher Turm beherbergt ein Museum zur Geschichte der Stadt und ihrer Türme und verfügt über eine Aussichtsplattform. Auf dem Nikolaifriedhof bilden kunstvolle Grabmäler aus Renaissance, Barock und Klassizismus ein Kunstmuseum unter freiem Himmel. Diese unterschiedlichen Orte machen Görlitz interessant, wenn Sie sich auf einer Reise mit mehreren historischen Epochen beschäftigen möchten.

Stadtwege, Fluss und Natur

Der kostenfreie „Walk of Görliwood®“ führt mit der SmartGuide-App individuell von Drehort zu Drehort durch die gesamte Stadt. Das bietet eine eigene Perspektive auf Görlitz und lässt sich als stadträumliches Thema neben der Baugeschichte entdecken. Wer lieber am Wasser unterwegs ist, kann in den Sommermonaten das Neißetal bei Boots- und Paddeltouren erkunden. Dabei erleben Besucher Görlitz aus einer neuen Perspektive und die Naturlandschaft am Fluss vom Wasser aus.

Der Stadtpark wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Weitläufige Wiesen, alte Baumbestände und Spazierwege prägen diese grüne Seite Görlitz’ im Herzen der Stadt. Eine andere Art, die Umgebung auf einer Tour zu erleben, bietet der Oder-Neiße-Radweg: Er führt von Görlitz in südlicher Richtung zum Berzdorfer See.

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Unterwegs und besondere Erlebnisse

Für Wege in der Region nennt die RB65 eine Verbindung von Görlitz über Görlitz/Weinhübel und Hagenwerder weiter nach Ostritz und Zittau. Die Linie E fährt von Görlitz-Weinhübel über Deutsch Ossig, Hagenwerder Bahnhof, Hagenwerder Ort, Sportzentrum und Tauchritz/West bis zur Blauen Lagune. Die Altstadtbrücke wiederum ist eine Fußgängerbrücke über die Neiße. Seit 2004 verbindet sie Görlitz wieder mit der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec und ermöglicht den Grenzübertritt zu Fuß.

Ein Blick auf das Angebot der Stadt verbindet Kultur mit weiteren Interessen: ViaThea, das Festival der Straßenkünste, gehört zu den festen Höhepunkten im Görlitzer Kulturkalender. In der Landskron Brauerei werden Führungen durch die traditionsreiche Brauerei mit anschließender Verkostung angeboten. Im Lebendtierbereich des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz findet jeden ersten Donnerstag im Monat um 16 Uhr eine Schaufütterung statt; der Eintritt dafür ist im Museumseintritt enthalten. Das Vivarium des Museums zeigt rund 70 Tierarten in zwölf aufwendig gestalteten Landschaftsbecken auf einer Fläche von 100 m².

Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so verschiedene Themen statt eines einzigen Besichtigungsprogramms: historische Architektur und Stadtmuseen, Natur im Stadtpark und am Fluss, eine Tour mit dem Rad oder Einblicke in Brauerei und Tierwelt. Eine Ferienwohnung in Görlitz kann der passende Suchansatz sein, wenn Sie die Stadt als Ausgangspunkt für Ihre eigenen Interessen entdecken möchten.

Weitere Orte entdecken

Zur weiteren Ortsorientierung: Mücka, Rietschen, Rosenbach, Gablenz, Kottmar, Vierkirchen, Bernstadt Auf Dem Eigen, Königshain, Seifhennersdorf, Oderwitz, Trebendorf, Markersdorf, Schleife, Schönau-Berzdorf Auf Dem Eigen, Schöpstal, Waldhufen, Weißkeißel, Dürrhennersdorf, Groß Düben, Großschweidnitz, Hohendubrau, Kodersdorf, Kreba-Neudorf, Lawalde, Ostritz, Schönbach, Weißwasser/Oberlausitz, Oybin, Horka, Quitzdorf am See, Krauschwitz, Neusalza-Spremberg, Oppach, Hähnichen, Boxberg/Oberlausitz, Niesky, Herrnhut, Mittelherwigsdorf, Bertsdorf-Hörnitz, Neißeaue, Hainewalde, Leutersdorf, Rothenburg/Oberlausitz, Beiersdorf, Großhennersdorf, Bad Muskau, Ebersbach-Neugersdorf, Grossschönau, Jonsdorf, Görlitz, Zittau, Reichenbach/Oberlausitz und Olbersdorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sachsen.

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