Golchen entdecken: Dorfgeschichte, Orgel und Klimawald
Unterkünfte in Golchen
Golchen verbindet eine lange Dorfgeschichte mit besonderen Zeugnissen kirchlicher Kultur und einem frei zugänglichen Klimawald. Zu den markanten Themen für Ihre Entdeckungen zählen die Grüneberg-Orgel, die Geschichte der Kirche und die Erinnerungskultur im Ort. Golchen gehört zu den ältesten Dörfern der Region und wurde erstmals 1170 urkundlich erwähnt.
Salzgewinnung und Dorfgeschichte
Auch die Salzgewinnung gehört zur Geschichte der Gegend: Im Tollenseurstromtal bei Golchen wurde eine Saline betrieben. Das gewonnene Salz war unter anderem für die Klöster Broda und Dargun bestimmt. Damit steht neben der frühen urkundlichen Erwähnung ein weiterer konkreter Bezug zur regionalen Vergangenheit. Wer sich für historische Orte interessiert, findet in Golchen verschiedene Anknüpfungspunkte: von der überlieferten Dorfgeschichte über die Kirche bis zu den Erinnerungsorten.
Kirche und Grüneberg-Orgel
Die Kirche in Golchen besitzt Grundmauern aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde umfassend neugotisch erneuert und umgebaut. Die unterschiedlichen Bauphasen machen die Kirche zu einem besonderen Thema für Gäste, die sich für historische Bauformen interessieren. Besichtigungen sind nach Absprache mit dem Pfarramt möglich; wer die Kirche kennenlernen möchte, sollte diesen Kontakt daher in seine Überlegungen einbeziehen.
Ein weiteres kulturelles Merkmal ist die Grüneberg-Orgel in Golchen. Sie wurde um 1830 eingebaut und von August Wilhelm Grüneberg gebaut. Unter den drei Orgeln in Vorpommern aus seiner Werkstatt gilt sie als die am besten erhaltene. Zugleich bewahrt sie die Konstruktion eines Zimbelsterns, der derzeit nicht betriebsbereit ist. So treffen an diesem Instrument handwerkliche Geschichte und ein klar benennbares Detail zusammen. Für Reisende, die sich besonders für Orgeln und Kulturgeschichte interessieren, ist die Grüneberg-Orgel ein eigenständiger Schwerpunkt bei der Beschäftigung mit Golchen.
Erinnerungsorte und Natur
Die Kriegsgräberstätte in Golchen wurde am 30. April 2010 eingeweiht. Sie befindet sich auf dem historischen Teil des Golchener Friedhofs. Davon zu unterscheiden ist das Kriegerdenkmal in Golchen, das an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs erinnert. Beide Orte stehen für das Gedenken, jeweils mit ihrem eigenen Bezug zur Ortsgeschichte.
Ein anderer Akzent erwartet Sie im Klimawald Golchen. Auf 1,6 Hektar wachsen dort seit 2009 neue Bäume in einem Mischwald; der Wald ist frei zugänglich. Bei der Schwerpunktwahl für Ihren Aufenthalt können Sie sich an Golchens Geschichte oder an Naturerlebnissen orientieren. Der Klimawald ist dabei der passende Anknüpfungspunkt für Gäste, die sich für Waldentwicklung interessieren.
Naturerlebnis in der zugehörigen Gemeinde
Im Ortsteil Tückhude der zugehörigen Gemeinde liegt ein Schullandheim, das ein Reiseziel für Schulklassen, Jugendgruppen und Familien ist. Dort lernen Kinder mit Spiel und Abenteuer die Natur kennen und verstehen. Dieser Naturbezug ergänzt die Ortsgeschichte um ein Angebot, dessen Schwerpunkt auf dem Lernen und Erleben in der Natur liegt. Tückhude ist dabei als Ortsteil der zugehörigen Gemeinde einzuordnen, nicht als eine weitere Sehenswürdigkeit im Golchener Ortskern.
Weitere Orte derselben übergeordneten Auswahl: Röckwitz, Wolde, Werder, Burow, Siedenbollentin, Altenhagen, Altentreptow, Groß Teetzleben.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Treptower Tollensewinkel.