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Roßhaupten: Wege, Wasser und Via Claudia Augusta

Unterkünfte in Roßhaupten

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Roßhaupten verbindet den Forggensee mit Rundwegen, Aussichtspunkten und einer Ortsgeschichte, die bis zur römischen Via Claudia Augusta reicht. Für Ihren Urlaub lässt sich damit gut abwägen, ob Sie vor allem Zeit am Wasser, Wege durch die Umgebung oder historische Einblicke suchen. Die unterschiedlichen Erlebnisse geben Ihnen Anhaltspunkte für die Wahl einer passenden Ferienwohnung im Ort.

Blick über den Forggensee auf Uferbereiche bei Roßhaupten Blick von der Staustufe über den Forggensee auf den nördlichen Seebereich und Ufer von Roßhaupten. Foto: Richard Mayer via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Forggensee und Wege für unterschiedliche Tage

Der Badestrand von Roßhaupten am Forggensee eignet sich laut der örtlichen Tourismusseite zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen. Vom Strand reicht der Blick über den See bis zu den Königsschlössern, den Gipfeln der Ammergauer Alpen und dem Säuling. Am Kraftwerk Roßhaupten gibt es außerdem eine Anlegestelle der Forggenseeschifffahrt. Wer Wassererlebnisse in den Mittelpunkt des Urlaubs stellt, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei einer Reise, die vor allem von Kultur und Wanderungen geprägt ist.

Für eine überschaubare Rundwanderung führt der Moosenweg von der Kirche in der Ortsmitte zum Ortsrand und zurück. Die Strecke ist 2,8 km lang, dauert etwa 45 Minuten und weist 15 m Höhendifferenz auf. Diese Angaben helfen Ihnen, den Weg in Ihre Tagesplanung einzuordnen. Wer dagegen eine längere Runde mit heimatkundlichen Stationen sucht, kann den Drachenweg wählen: Für den Rundweg sollten Sie etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Einstiegsmöglichkeiten gibt es am Parkplatz beim Kurpark am Südrand Roßhauptens, an der Anlegestelle der Forggensee-Schifffahrt oder aus der Ortsmitte mit einem kurzen zusätzlichen Anmarsch.

Heimatkundliche Entdeckungen und Aussicht

Der Drachenweg ist als Erlebnisweg für Erwachsene und Kinder angelegt. Entlang der Runde erzählen Stationen von der Magnussage, dem steinernen Kreuz, dem steinernen Brückendrachen am Tiefental und dem Drachenbrünnle im Bachtal. Die Themen geben dem Spaziergang einen Bezug zu örtlichen Geschichten und besonderen Wegpunkten, statt nur die zurückgelegte Strecke in den Mittelpunkt zu stellen.

Für einen Ausblick über die Wanderregion führt der Weg zum Aussichtspunkt Buch-Zwieselberg. Der Aufstieg dauert etwa eine Stunde und beginnt am westlichen Ortsrand. Er verläuft über Forstwege, einen schmalen Trampelpfad und eine Brücke steil bergauf; festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind erforderlich. Am Aussichtspunkt stehen ein Kreuz und eine Panoramatafel. Damit unterscheidet sich diese Tour deutlich von der kurzen Runde auf dem Moosenweg: Hier zählen der steile Anstieg und der Blick über die Wanderregion zur Wegbeschreibung.

Auch der Naturpfad Senkele liegt im näheren Umfeld Roßhauptens. Er beginnt an einem Waldparkplatz an der Kreisstraße zwischen Roßhaupten und Seeg und führt zum Senkele Waldhaus. Die reine Gehzeit beträgt etwa 30 Minuten. Kindgerechte Informationstafeln vermitteln unterwegs Wissenswertes über Wald, Holz, Wasser und Geologie.

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Museum, Kapelle und römische Straße

Im Dorfmuseum im Pfannerhaus begegnen Sie dem Dorfleben vergangener Tage und altem Handwerk. Die Ausstellung behandelt außerdem die Geschichte von vier bedeutenden Söhnen Roßhauptens sowie die Kunstblumenherstellung durch Unternehmer, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Sudetenland vertrieben wurden. Eine Dauerausstellung zur Via Claudia Augusta erläutert die historische römische Kaiserstraße zwischen Donauwörth, Altino bei Venedig und Ostiglia am Po. Ein Informationszentrum zur Via Claudia Augusta befindet sich ebenfalls in Roßhaupten; auf der Tourismusseite wird es als deutschlandweit einziges Informationszentrum zu dieser Römerstraße bezeichnet.

Die Via Claudia bleibt auch außerhalb des Museums ein Thema: Der Via-Claudia-Rundweg erinnert mit einem Meilenstein am Aussichtspunkt Hartenberg und dem gleichnamigen Kunstpark an der Forggenseestraße an die alte Römerstraße. Ein kurzer Abstecher vom Rundweg führt zur renovierten Fischhauskapelle St. Ulrich; der Schlüssel ist nebenan auf Anfrage erhältlich. Eine weitere historische Station ist die Kapelle Maria Steinach. Die kleine Barockkapelle wurde um 1650 von Matheis Holl errichtet, bald darauf nach Plänen von Johann Jakob Herkomer neu gebaut und 1706 von Joseph Miller aus Rettenbach vollendet. Ihr Altar aus der Zeit um 1710 zeigt die Heimsuchung Mariens; im Inneren befinden sich außerdem Holzfiguren aus dem 18. Jahrhundert. Von Maria Steinach führen 14 Kreuzwegstationen auf den Gipfel des Kalvarienbergs in Roßhaupten.

Für Auskünfte zu Rad- und Wanderwegen sowie Kartenmaterial können Sie sich an die Tourist-Information in Roßhaupten wenden. Zur weiteren Ortsauswahl: Rieden Am Forggensee, Oberostendorf, Pforzen, Lamerdingen, Biessenhofen, Eisenberg, Kaufbeuren und Halblech.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostallgäu.

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