Yerevan entdecken: Museen, Kunst und Stadterlebnisse
Unterkünfte in Yerevan
Yerevan verbindet ein ausgeprägt städtisches Erlebnis mit einer ungewöhnlich vielfältigen Museumslandschaft: Manuskriptkultur, Druckgeschichte, Kunst und die Geschichte der Stadt stehen neben Parks, Cafés und Kulturzentren. Wer mit unterschiedlichen Interessen reist, kann daraus ganz eigene Schwerpunkte setzen. Für die Wahl einer Ferienwohnung ist zunächst die Frage hilfreich, ob Sie das Stadtzentrum und seine kulturellen Angebote in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.
Die Kaskade gehört zu den markanten Sehenswürdigkeiten Jerewans.
Foto: Vyacheslav Argenberg via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Zu Fuß durch das Stadtzentrum
Jerewans wichtigste Museen, Parks, Cafés und Kulturzentren liegen im Stadtzentrum; dadurch lässt sich die Stadt besonders gut zu Fuß erkunden. Die touristischen Informations- und Bürgerservicezentren Jerewans stellen kostenlos mehrsprachige Karten und Reiseführer bereit. Dort erhalten Besucher außerdem Informationen zu Museen, Ausflugsprogrammen, der Yerevan City Tour und kommunalen Dienstleistungen.
Manuskripte, Stadtgeschichte und Druckkunst
Im Matenadaran geht es um die armenische Manuskriptkultur und ihre Entwicklung vom frühen Mittelalter bis in die Moderne. Die Kartenhalle ergänzt diesen Schwerpunkt mit kartografischen und geografischen Materialien zur Geschichte Armeniens und der weiteren Region. Wer sich für überlieferte Schriftstücke und Landkarten interessiert, findet hier zwei miteinander verwandte, aber unterschiedliche Zugänge: die Geschichte der Manuskriptkultur und die Darstellung von Ländern und Regionen auf Karten.
Das Yerevan History Museum beleuchtet die Entwicklung der Stadt von der Antike bis zur Gegenwart. Seine Sammlung umfasst rund 100.000 archäologische, ethnografische, numismatische, kunsthandwerkliche, angewandt-künstlerische und dokumentarische Werke. Für Ihre Auswahl kultureller Stationen lässt sich so ein stadtgeschichtlicher Blick mit den spezialisierten Themen anderer Museen verbinden. Das Erebuni-Museum widmet seine Dauerausstellung der Geschichte Urartus und zeigt dazu Architektur, bildende Kunst, Bewässerungs- und Befestigungssysteme, Wandmalerei und Keramik.
Ein eigener Blick auf die Geschichte des Buchdrucks bietet das Museum of Printing. Zu sehen ist dort das erste auf Armenisch gedruckte Buch, »Urbatagirk« (»Das Freitagsbuch«), das 1512 in Venedig gedruckt wurde. Hinzu kommen die Voskanyan-Bibel aus den Jahren 1666–1668, gedruckt in Amsterdam, sowie die erste gedruckte Karte »Hamatarats Ashkharhatsoyts« (»Allgemeiner geografischer Atlas«), die 1695 ebenfalls in Amsterdam gedruckt wurde. Auch die erste gedruckte Zeitschrift, »Azdarar«, gehört dazu; sie wurde 1794–1796 in Madras veröffentlicht. Zusammen geben diese Werke einen konkreten Einblick in unterschiedliche Formen gedruckter Kultur und ihre Entstehungsorte.
Kunst im Stadtraum und in Museen
An der Cascade verbinden sich Kunst, Architektur, lebendiges städtisches Leben und Grünflächen. Im Cascade-Komplex zeigt der Cafesjian-Skulpturenpark Werke renommierter Künstler. Das Cafesjian Center for the Arts bietet vielfältige Ausstellungen, darunter bedeutende Werke aus dem Cafesjian Art Trust. Wer Bildhauerei und Ausstellungen in die Reise einbeziehen möchte, kann diese unterschiedlichen Kunstangebote bei der Planung berücksichtigen, ohne sie mit einem einzigen Museumserlebnis gleichzusetzen.
Eine andere zeitliche Perspektive bietet das Yerevan Museum of Modern Art: Es zeigt bedeutende Werke berühmter armenischer Künstler der 1960er-Jahre. Das Museum war das erste Museum für moderne Kunst in der ehemaligen Sowjetunion. Für Reisende mit Interesse an armenischer Kunstgeschichte ist damit neben den Ausstellungen des Cafesjian Center ein klar umrissener Schwerpunkt benannt.
Führungen, Stadtrundfahrt und Veranstaltungen
Das Armenian Genocide Museum bietet Führungen auf Armenisch, Russisch, Englisch und Französisch an. Eine Führung umfasst die gesamte Ausstellung mit 12 Sälen und dauert 40 Minuten bis eine Stunde. Die angegebene Dauer hilft Ihnen, diesen Museumsbesuch zeitlich einzuordnen; die Yerevan City Tour setzt einen anderen Akzent. Sie dauert 90 Minuten und führt in die Geschichte, Kultur und Architektur Jerewans sowie in seine historischen und kulturellen Denkmäler und Sehenswürdigkeiten ein.
Auch das Fridtjof-Nansen-Museum veranstaltet regelmäßig Veranstaltungen, Buchdiskussionen, Präsentationen, Konferenzen und Filmvorführungen und bietet Bildungsprogramme an. Wer bei der Reiseplanung gern unterschiedliche Kulturformate berücksichtigt, kann neben Ausstellungen daher auch solche Veranstaltungen im Blick behalten.
Weinkultur und Film
Die Yerevan Wine Days finden seit 2017 in Jerewan statt. Bei dem Festival können Weine aus lokalen Trauben verkostet werden. Das ist ein eigener Zugang zur Stadt neben Museen und Kunst: Im Mittelpunkt steht hier die Verkostung regionaler Weine. Das Golden Apricot Yerevan International Film Festival wurde 2004 in Jerewan gegründet. Zu seinem Programm gehört die Armenian Panorama, ein panarmenischer Wettbewerbsbereich für Filme von Filmschaffenden armenischer Herkunft. Wenn Sie sich für Film interessieren, bietet dieser Wettbewerbsbereich einen besonderen Blick auf Filmschaffende armenischer Herkunft.
Für den Fokus auf die Stadt selbst können Sie bei Jerewan weiterlesen. Weitere regionale Seiten: Wajoz Dsor, Tawusch, Sjunik, Schirak, Gegharkunik, Lori und Vayots Dzor.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Armenien.