Sjunik entdecken: Quellen, Natur und Kultur
Unterkünfte in Sjunik
Wer in Sjunik Naturerlebnisse mit Kultur verbinden möchte, begegnet sehr unterschiedlichen Seiten der Region. An der Devil’s Bridge bilden zahlreiche Mineralquellen ein natürliches Becken, in dem Besucher im Freien ein heilendes Bad nehmen können. Natürliche Quellen unter der Brücke erhöhen dort die Wassermenge. Die Verbindung von Wasser, Bewegung und besonderen Kulturstätten gibt Ihrer Reiseplanung mehrere mögliche Schwerpunkte.
Das mittelalterliche Kloster Tatev im weiteren Reisegebiet von Sjunik.
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wasser und Wege draußen erleben
Von Tatev Monastery aus können Besucher auf dem Devil’s Bridge Trail zur Devil’s Bridge wandern; dafür lässt sich die kostenlose HIKEArmenia-App nutzen. Canyoning-Abenteuer in Syunik führen ebenfalls durch den Vorotan Canyon und zur Devil’s Bridge. Für eine gemeinsame Reiseplanung ist das ein klarer Unterschied zwischen einer Wanderung und einem Canyoning-Erlebnis. Der Legends Trail wiederum verbindet Goris und Kapan über 150 Kilometer – eine ganz andere Größenordnung für alle, die eine längere Route in ihre Überlegungen einbeziehen möchten. Im Dorf Antarashat kann man reiten und dabei Ausblicke auf den Mount Tapasar genießen.
Auch die Landschaft bietet konkrete Anknüpfungspunkte für Naturinteressierte. Der Shaki-Wasserfall in der Provinz Syunik ist 18 Meter hoch. Mount Khustup erreicht 3.201 Meter und ist der höchste Gipfel des Katar-Gebirges in Syunik. Der Vorotan ist der wichtigste Wasserversorger der Region Syunik und eine bedeutende Naturlandschaft Armeniens. Diese Orte und Landschaften setzen jeweils eigene Akzente, ohne dass sie zu einem einzigen Ausflug zusammengefasst werden müssen.
Der Arevik-Nationalpark liegt am Südhang des Meghri-Ausläufers des Sangesur-Gebirges sowie im Einzugsgebiet der Flüsse Astghadzor und Nyuvadi. Im Park sind Wildtier- und Vogelbeobachtungen möglich. Damit steht neben Wasser und Bergen auch die Beobachtung von Tieren und Vögeln als Naturinteresse im Raum. Wer bei der Wahl einer Ferienwohnung in Sjunik zuerst klärt, ob die Reise stärker von Natur, Kultur oder einer Mischung geprägt sein soll, kann die weitere Planung an den Orten ausrichten, die besonders interessieren.
Kulturstätten, Felsbilder und regionale Sammlungen
Zu den archäologischen Entdeckungen gehört Zorats Karer, auch Karahunj genannt: Die Stätte liegt im Hochland der Region Syunik nahe der Stadt Sisian. Dort stehen große Basaltplatten aufrecht; sie sind teils kreisförmig, teils in Reihen angeordnet. In Oughtasar sind auf etwa 3.300 Metern Höhe alte Felsmalereien erhalten, die aus dem 5. bis 2. Jahrtausend v. Chr. stammen. Die beiden Orte bieten unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit: hier die markante Anordnung der Basaltplatten, dort Felsbilder in großer Höhe.
In Old Khot befindet sich die Kirche Mrgadzor Khach. Baghak Kar, auch Baghakakar Fortress genannt, ist eine der bekannten Festungen von Syunik. In Meghri zeigt der alte Stadtteil Pokr Tagh ein anderes Ortsbild: Seine engen, kopfsteingepflasterten Gassen führen zwischen jahrhundertealten, in den Fels gehauenen Häusern hindurch. Auch regionale Handwerkstraditionen gehören zum kulturellen Bild; in Syunik sind Textil- und Teppichweberei erhalten geblieben.
Wer sich für Gegenstände und regionale Geschichte interessiert, findet passende Themen in zwei Museen: Das Sisian History Museum besitzt eine ethnografische Sammlung aus der Region Syunik mit Haushaltsgegenständen, traditioneller Kleidung und Textilien. Das Goris Local Lore Museum beherbergt mehr als 5.000 ethnografische und archäologische Objekte. Damit ergänzen Sammlungen und historische Orte die Naturerlebnisse um unterschiedliche Perspektiven auf das Leben und die Geschichte der Region.
Orte und Möglichkeiten der Orientierung
Für den Besuch von Tatev Monastery kommen eine private oder eine Gruppentour, ein Mietwagen oder ein Taxi infrage. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man in die nahe gelegene Stadt Goris. Die Luftseilbahn Wings of Tatev, auch Tatever genannt, verbindet das Dorf Halidzor mit dem Dorf Tatev, in dem sich das Kloster befindet. Diese Angaben helfen dabei, die Anreiseoptionen für Tatev in die eigene Planung aufzunehmen, ohne sie mit den anderen Wegen und Zielen der Region gleichzusetzen.
Die Teilgebiete Sjunik lassen sich über diese Ortsseiten weiter erkunden: Kapan, Sissian, Meghri, Halidzor, Tatev, Agarak, Ashotavan und Goris.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Armenien.