Klaipeda - Litauens Tor zur Ostsee

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"Ännchen von Tharau ist´s, die mir gefällt...", schrieb der wohl bekannteste Sohn der Stadt Klaipeda (Deutscher Name: Memel ), Simon Dach, in einem der schönsten Liebeslieder des 17. Jahrhunderts.

Rechtzeitig zum 750. Geburtstag im Jahre 2002 wurde vor dem alten Memeler Stadttheater das Ännchen-von-Tharau Denkmal zu Ehren des großen Dichters eingeweiht. Heute ist Klaipeda eine aufstrebende Hafenstadt und als der einzige Ostseehafen von Litauen das Tor zu Europa.

Die rund 200.000 Einwohner sind von Klaipeda weltoffen, genießen schöne Sommertage im nahegelegenen Strandbad Palanga und besuchen gerne ihr Theater oder eines der zahlreichen Konzerte.

Von "Memel" zu "Klaipeda"

Gegründet wurde Klaipeda als „Memel“ im Jahr 1252 durch den Livländischen Schwertbrüderorden (Brüder der Ritterschaft Christi von Livland). Ein Schloss, Memelberg, wurde erreichet und die umliegende Ortschaft wurde daraufhin Memel genannt. 1258 erhielt Memel die ersten Stadtrechte.

Im Jahr 1328 übertrugen die Litauischen Ritter Schloss und Stadt an den Deutschen Orden und wurde damit Teil des Gebietes des späteren Preussen. De folgenden Jahre waren bestimmt durch die vom deutschen Orden verordneter Christianisierung und den Auseinandersetzungen mit den neu gegründeten Staat Litauen. Erst 1422 werden die neuen Grenzen rund um die Stadt festgelegt, Memel gehört weiterhin zum Ordensgebiet.

Im 30 Jährigen Krieg hatte Klaipeda 1629-1635 eine kurze Periode unter schwedischer Verwaltung, im Nordischen Krieg wurde es 1678 erneut von Schweden eingenommen und bis auf die Grundmauern abgebrannt.

Im Siebenjährigen Krieg wurde Memel dann von Russland übernommen (1756-1762) und blühte erneut als Hafenstadt auf, vor allem wegen seiner Rolle als Werftstadt.

Deutschland forderte die Stadt 1871 zurück und behielt die Herrschaft über Memel bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.

In dem nach dem Ersten Weltkrieg vereinbarte der Vertrag von Versailles wurde Klaipeda und der Nordteil des Kurischen Nehrung in ein Protektorat unter französischer Jurisdiktion gebracht. Die Memel Region blieb in einem staatenlosen Zustand, bis im Januar 1923 die Litauer einmarschierten und die Stadt nach Litauen eingliederten. Erst 1925 wurde Memel Klaipeda umbenannt.

Hitlers Nazi-Deutschland gliederte Klaipeda 1939 in das Deutsche reich ein. Die Nazis benutzten den Hafen als U-Boot-Hafen. Im Jahr 1945 wurde die Stadt in Grund und Boden bombardiert, bis sie schließlich von der Roten Armee von den Nazis befreit wurde.

Seit 1990 ist Litauen unabhängig. Das unabhängige Litauen erklärte Klaipeda zu einer Freihandelszone. Litauen ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Sehenswürdigkeiten von Klaipeda

In Klaipeda zeugen viele der Sehenswürdigkeiten von der fast 700-jährigen deutschen Vergangenheit, besonders die Altstadt mit den hübschen Gassen, denn gut erhaltenen Fachwerkhäusern oder restaurierten Speichern lädt zum Bummeln ein. Auch ein Besuch im Uhrenmuseum, im Museum für Musikinstrumente und im Historischen Museum sollte ebenso Programmpunkt einer Reise nach Klaipeda sein, wie die Kunstgalerie oder das neogotische Hauptpostamt aus dem Jahr 1893. Die Universitätsstadt erhält ihren besonderen Flair durch die zahlreichen Geschäfte, die zum Teil neu eröffneten Buchläden und die vielen kleinen, oft sehr originellen Restaurants. Die Brauereigaststätte " Memelis " zum Beispiel ist ein restaurierter alter Speicher, hier wird dem Gast ein gutes Bier frisch aus dem Sudkessel serviert.

Urlaubsziel Kurische Nehung

Ein lohnendes Ausflugsziel ist das Weltkulturerbe "Kurische Nehrung". Der Schönheit dieser wunderbaren Landschaft kann sich niemand entziehen und zurecht schrieb Wilhelm von Humboldt: "Man muß sie gesehen haben, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll."

Unterkunft in Klaipeda

Kostengünstig kommt man in Klaipeda eigentlich überall unter. Zu empfehlen sind die preiswerten Hotels in der Altstadt. Aber auch mit einem Ferienhaus etwas im Hinterland ist man in Klaipeda hervoragend bedient.

Wie auch die anderen Baltischen Staaten ist Litauen ein aufstrebendes Land für Urlaub und Geschäftsreisen. Seit Beitritt zur Europäischen union sind die Hotels in Litauen stark moderniesiert worden und präsentieren sich heute oft al Welless-Oasen oder gemütliche und moderne Stadthotels.

Schiffsreisen und Kreuzfahrten

Klaipeda ist Ziel einiger Kreuzfahrtschiffe auf Ostsee Kreuzfahrt. Dabei gehört es nicht zu den großen Zielen unter den alten Hansestädten rund um die Ostsee - wohlaber zu den Sehenswerten. Im Hafen von Klaipeda landen eher kleine oder mittelgroße Schiffe.

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