Dvorce lässt sich an markanten Bauwerken und klar datierbaren Spuren seiner Geschichte entdecken. Am nordöstlichen Rand des Ortes steht auf einer Anhöhe die Church of St Giles, ein markantes Bauwerk. Die Kirche enthält einen romanischen Kern und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Andrea Altomonte umgebaut.
Kultur und Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung von Dvorce stammt aus dem Jahr 1339. Im Jahr 1363 erhielt Dvorce von Vojtěch ze Šternberka seine ersten Stadtrechte. Gegründet wurde der Ort von den Herren von Šternberk an einer alten Handelsstraße von Olmütz nach Schlesien.
Auf dem Platz in Dvorce ist der Neptunbrunnen mit einer Neptunstatue ein prägendes Element. Die St Catherine's Chapel ist eine einschiffige Friedhofskapelle, die von Lutheranern etwa um die Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde. Seit 1996 ist sie ein Kulturdenkmal der Tschechischen Republik.
Zur Ortsgeschichte gehört auch die frühere Schmalspurbahn zwischen Dvorce und Moravský Beroun: Sie wurde 1908 eröffnet und 1934 stillgelegt.
Das derzeit vorübergehend geschlossene Muzeum Dvorce wurde am 5. September 1999 in einem zweigeschossigen Pfarrhaus im Empirestil aus der Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichtet. Ein Teil der Ausstellung ist dem aus Dvorce stammenden Maler Ferdinand Krumholz (1810–1878) gewidmet. Das Museum umfasst außerdem Gegenstände, die die Geschichte der Gemeinde dokumentieren.
Natur und Radwege
Im nahe gelegenen Roudno liegt der Velký Roudný, ein ehemaliger Vulkan. Auf dem nahe gelegenen Velký Roudný steht ein 20 Meter hoher Aussichtsturm. Rund um Dvorce können markierte Fahrradrouten genutzt werden.
Verbindungen
Die regionale Buslinie 910 verkehrt über Bruntál, Roudno, Dvorce und Moravský Beroun.
Weitere Ortsseiten: Liptaň, Ryžoviště, Zator, Hošťálkovy, Svetla Hora, Bridlicna, Úvalno, Karlova Studánka.