Beniardá am Guadalest-Stausee: Wege, Geschichte und Handwerk
Unterkünfte in Beniardá
Beniardá liegt am Beginn des Stausees des gleichnamigen Guadalest-Flusses. Das bergige Gelände lädt zum Wandern ein. Wasserlandschaft, Ortsgeschichte, sakrale Baukunst und regionales Handwerk setzen dabei unterschiedliche thematische Akzente. So lässt sich der Ort sowohl über seine Landschaft als auch über sichtbare Spuren verschiedener Epochen und überlieferte Formen des Handwerks erschließen.
File:Valley around Riu Beniardá in Beniardá, Alicante, Valencia, Spain, 2020 January.jpg
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) via Source, CC BY-SA 4.0
Natur und Wege
Die Rundwanderung Ruta circular del embalse de Guadalest beginnt in Beniardá und verläuft parallel zum Guadalest-Stausee durch Pinienwälder und Kulturlandschaft. Für Ihre Tagesplanung lassen sich der Wasserbezug, der Pinienwald und die Kulturlandschaft als getrennte Schwerpunkte betrachten. Route, Aussichtspunkt und Ortsstationen stehen dabei für verschiedene Formen der Erkundung. Der Ausgangspunkt im Ort und der Verlauf am Wasser verbinden dabei den bebauten Ortsraum mit den landschaftlichen Abschnitten der Wanderung.
Wasser und Erholung
Der Mirador del embalse liegt an der Calle San Francisco am Ortsrand von Beniardá und bietet Ausblicke auf den Guadalest-Stausee. Das Erholungsgebiet Font Vella verfügt über einen Kinderspielplatz. Die Font Vella mit ihrem traditionellen, überdachten Waschhaus verfügt über vier Ausläufe, die das Waschhaus mit Wasser versorgen. Die genannten Orte unterscheiden sich in ihrer Funktion: Hier treffen Aussicht, Erholung und ein überliefertes Alltagsbauwerk aufeinander. Damit stehen am Wasser sowohl ein Blickpunkt als auch ein Ort mit anschaulicher Alltagsgeschichte nebeneinander.
Ortsbild und Geschichte
Die Straßen von Beniardá bewahren einen Grundriss aus der arabischen Epoche. Einige Gebäude erhalten Überreste aus derselben Epoche. Ein kleiner Aquädukt markiert den Eingang zum Ortskern. An der Carrer de la Torre ist der Überrest eines mittelalterlichen Turmsockels erhalten. Beniardá ist außerdem ein aufgeführter Halt der Route De Alcoy a La Vila Joiosa. Im Ortsbild begegnen sich dadurch der erhaltene Straßenverlauf, einzelne bauliche Spuren und benannte Stationen der Geschichte.
Sakrale Baukunst
Die Kirche Sant Joan Baptista aus dem 16. Jahrhundert kann besichtigt werden. Die Capella de Sant Francesc ist eine Kapelle, die bogenförmig über einer Straße errichtet wurde. Die Capella de Sant Joan weist polychrome Fliesen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert auf; angefertigt wurden sie von dem Keramiker Francisco Tos in Manises (València). Ein Bogen bei der Capella de Sant Joan könnte Teil der ursprünglichen muslimischen Alquería gewesen sein. Die sakralen Bauwerke zeigen damit unterschiedliche Zeitschichten: ein Gotteshaus aus dem 16. Jahrhundert, eine über einer Straße errichtete Kapelle, später entstandene Keramik und einen nur möglichen Bezug zur ursprünglichen muslimischen Alquería.
Handwerk und regionale Traditionen
Die Feria de Artesanía y productos típicos von Beniardá findet am zweiten Maiwochenende statt und umfasst Stände mit typischen regionalen Lebensmitteln und Kunsthandwerk. In Beniardá können Besucher außerdem Stände mit Espartohandwerk besuchen. Basseta Gadea ist ein ehemaliges Dorfwäschehaus, das kürzlich freigelegt und restauriert wurde. Der festgelegte Termin der Feria, die regionalen Lebensmittel und das Kunsthandwerk ergänzen dabei die eigenständige Tradition des Espartohandwerks und den historischen Charakter von Basseta Gadea.
Weitere Orte
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