Miranda de Arga entdecken: Renaissance, Feste und Ferienwohnungen
Unterkünfte in Miranda De Arga
Miranda de Arga ist Teil der Ruta del Renacimiento in der Navarra Media. Die von Tafalla, Larraga, Lerín, Mendigorría und Miranda de Arga getragene Route soll das Renaissanceerbe vermitteln und Besuchern zugänglich machen. Im Ort begegnen Ihnen außerdem mittelalterliche Festungsreste, gotische und barocke Sakralbauten, historische Wassertechnik sowie Feste mit Musik, Verkleidungen und traditionellen Vorführungen.
Die unterschiedlichen Schwerpunkte helfen Ihnen, Kultur, Landschaft und Veranstaltungstermine nach dem eigenen Reisetempo zu vergleichen. Ergänzend finden Sie die direkten Ortsziele Arraioz, Roncesvalles, Esnoz, Lesaka, Elgorriaga, Isaba, Villanueva de Arce und Zuaztoi.
Kultur und Baugeschichte
Die Iglesia Nuestra Señora de la Asunción entstand Mitte des 13. Jahrhunderts und wurde in den folgenden Jahrhunderten durch weitere Anbauten verändert. Die Pfarrkirche gehört zusammen mit Santa María de Olite und San Saturnino de Artajona zu den frühesten Ensembles der sogenannten königlichen Gotik in Navarra. Diese Bauform steht mit der Architektur des französischen Midi und mit Anpassungen der Bettelorden wie der Franziskaner in Verbindung.
Im Inneren zählt das zwischen 1696 und 1703 von José de San Juan y Martín geschaffene Hauptaltarretabel zu den markanten Werken: Es ist churrigueresk ausgeführt. Die Kirche bewahrt außerdem ein Renaissance-Chorgestühl mit manieristischen Ornamenten, das in den 1560er Jahren von Juan de Bayona und Nicolás de Berástegui geschaffen wurde. In der Capilla de la Soledad befindet sich ein Museum mit Skulpturen und weiteren Objekten aus der Pfarrkirche von Miranda de Arga und der Basílica del Castillo.
Auf dem Hügel über der Altstadt bewahrt El Torreón die Reste einer mittelalterlichen Festung. Wegen seiner erhöhten Lage und der Nähe zur ehemaligen muslimischen Grenze nahm der Ort eine strategisch wichtige Stellung im Verteidigungssystem Navarras ein. Die Festung wurde im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit den Karlistenkriegen, insbesondere dem Dritten Karlistenkrieg, wieder aufgebaut.
Neben El Torreón liegt auf einer Freifläche des Alto de los Moros die Basílica de Nuestra Señora del Castillo. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und dient während der Patronatsfeste von Miranda de Arga als Ort religiöser Feiern. Erhalten sind architektonische und dekorative Formen dieser Zeit, darunter eine Kuppel auf Pendentifs mit Laterne sowie ein gegen Ende des 17. Jahrhunderts ausgeführtes Hauptaltarretabel im frühen Barock.
Der Palacio de los Colomo, auch Casa de las Torres oder Casa de los Colomo genannt, wurde von Juan José Vizcaíno y Vizcaíno in Auftrag gegeben, einem Adligen aus Miranda de Arga und Ritter des Santiagoordens. Die Bauarbeiten begannen 1695 und dauerten bis weit ins 18. Jahrhundert an. Zwei seitliche Türme mit quadratischem Grundriss prägen den Bau.
Die Torre del Reloj wurde im fortgeschrittenen Mudéjar-Stil im Laufe des 16. Jahrhunderts vollendet. Sie gilt als Beispiel einer kulturellen Symbiose, in der christliche und islamische Kultur miteinander bestanden.
Fluss, Wege und historische Landschaft
Die Brücke von Miranda de Arga überquert den Fluss Arga und führt die aus Tafalla kommende Straße über den Fluss. Ihre acht spitzbogigen Öffnungen bilden den wichtigsten Ein- und Ausgang von Miranda de Arga über den Arga und erleichtern die Verbindung in Richtung Tafalla. Die Brücke mit ihren acht Bögen geht auf eine gotische Bauphase zurück.
Von Pamplona, San Sebastián oder Frankreich aus führt die Zufahrt über die AP-15 bis Tafalla und anschließend über die NA-6140. Ein weiteres Zeugnis der örtlichen Infrastruktur ist La Mina, ein historisches Bewässerungssystem, das Wasser aus dem Fluss zu den bewässerten Parzellen von Miranda de Arga leitet.
Auf einer Anhöhe liegt die ehemalige Kirche der Siedlung Cahués, die später in eine Einsiedelei umgewandelt wurde. Von dort gibt es schöne Ausblicke auf den Lauf des Flusses Arga. Vom südlichen Ortsrand von Miranda de Arga ist die Einsiedelei über den Weg durch den Barranco de San Juan zugänglich.
Feste und lebendige Traditionen
Die Patronatsfeste von Miranda de Arga beginnen am 23. August und dauern eine Woche. Das Rathaus und örtliche Vereine organisieren dabei Aktivitäten für Einwohner und Besucher. Das San-Benito-Fest wird an dem dem 21. März nächstgelegenen Wochenende gefeiert und füllt Miranda de Arga drei Tage lang mit Verkleidungen, Musik und verschiedenen Aktivitäten.
Jeden dritten Sonntag im Juni werden traditionelle Berufe und Alltagsszenen nachgestellt. Außerdem gibt es einen Markt, Vorführungen alter Arbeiten, Straßenanimation und geführte Besichtigungen.
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