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Galilea: Kirchenkunst, Augustfeste und weite Ausblicke

Unterkünfte in Galilea

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Galilea liegt im unteren Valle de Ocón auf einem markanten Hügel. Von dort eröffnen sich Ausblicke auf die Sierra de Cantabria im Nordwesten, die westlichen Pyrenäen im Nordosten und die Buchen- und Kiefernwälder der Sierra de la Hez im Süden.

File:Ermita de la Virgen de Gracia-Galilea-1118464.jpg File:Ermita de la Virgen de Gracia-Galilea-1118464.jpg Foto: Juanma232 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur

Die Pfarrkirche San Vicente Mártir wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts begonnen. Ihr sterngewölbter Baukörper verbindet Haustein, Bruchsteinmauerwerk und Ziegel. Sie besitzt eine barocke, der Virgen de El Pilar gewidmete Kapelle aus dem 18. Jahrhundert sowie einen Turm aus dem 17. bis 18. Jahrhundert. Der Hauptaltar ist in einen Sockel und drei Geschosse gegliedert, die auf drei Achsen verteilt sind; seine Reliefszenen stellen das Martyrium des heiligen Vinzenz dar.

Die Kapelle El Pilar ist ein regionales Barockwerk des frühen 18. Jahrhunderts. Juan José de Tejada gründete und stattete sie 1710 aus; zu ihr gehören eine Kuppel mit Laterne und eine eigene Sakristei. Ihr Retabel wurde 1709 beim Architekten José Ramírez und beim Bildhauer Juan Félix de Camporredondo in Auftrag gegeben. Die Ermita de la Virgen de Gracia besitzt einen Bau aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt eine romanistische Marienstatue aus dem 16. Jahrhundert. Dort befinden sich außerdem ein klassizistisches Hauptretabel aus der Mitte des 17. Jahrhunderts mit bemalten Tafeln sowie ein mit Stickereien aus dem 18. Jahrhundert versehenes Altarkreuz.

Die Kirche von Galilea beherbergt außerdem eine romanistische Darstellung des heiligen Rochus, die in den Zeitraum vom 16. bis 18. Jahrhundert datiert wird. Die Skulptur des Hauptaltars wird als Beitrag zum romanistischen Kunsterbe von La Rioja gewürdigt. Der in Galilea geborene Diego de Tejada y Laguardia ließ seinen Bischofspalast errichten; die Arbeiten begannen im Sommer 1663. Das Gebäude wurde über drei Geschosse ausgeführt, mit Haustein im unteren sowie Ziegel und Mauerwerk in den übrigen Geschossen. Die Fuente de El Cuco zählt zu den repräsentativsten Brunnen von Galilea.

Bei Erhaltungsarbeiten am Unterchor von San Vicente Mártir, der aus dem 16. Jahrhundert stammt, wurden Feuchtigkeitsprobleme und herabfallender Putz behoben. Außerdem wurde die Verglasung des Kuppel-Oberlichts der Kapelle Virgen de El Pilar ersetzt und ihre Abdeckung verbessert.

Geschichte und Feste

Galileas historische Entwicklung war bis zum 19. Mai 1865 mit der Tierra de Ocón verbunden. Zwischen 1842 und 1865 wurde Galilea zusammen mit Corera und El Redal von der bisherigen Obrigkeit unabhängig und zu einer eigenständigen Gemeinde. Zu den wichtigsten Festen zählen die Virgen de la Ascensión am 15. August sowie San Roque ab dem 16. August. Die Darstellung des heiligen Rochus wird am 16. August in einer Prozession mitgeführt und verehrt. Die Prozession zum Fest der Aufnahme Mariens im August gilt gewöhnlich als die am stärksten besuchte und am meisten gefeierte Prozession Galileas.

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Wandern

In Galilea gibt es attraktive, leichte bis mittelschwere Wanderrouten mit einer empfohlenen Dauer von vier bis fünf Stunden, besonders im Herbst und im Frühling. Die Kombination aus Streckencharakter, Dauer und Jahreszeit bietet eine klare Grundlage, die eigenen Tage zwischen Wandern und Kultur zu ordnen.

Wein

Bodegas Nestares Eguizábal bietet Weingutbesichtigungen mit Verkostung an. Das 1998 von José María Nestares gegründete Familienweingut besitzt eigene Weinberge in Galilea in der Rioja Baja. Es erzeugt Wein aus Weinbergen, die Anfang der 1980er-Jahre mit der Rebsorte Tempranillo auf einer Hochebene zwischen dem Valle de Ocón und dem Tal des Río Jubera bepflanzt wurden.

Geografische Einordnung

Für die Anfahrt nach Galilea gibt es zwei Zufahrtsrouten. Die Fahrt über eine der beiden dauert höchstens 20 bis 25 Minuten; beide Straßen gelten als in sehr gutem Zustand. Das Mehrzweckgebäude von Galilea umfasst einen Jugendherbergsbereich mit einer Kapazität von 32 Plätzen in vier Mehrbettzimmern.

Weitere Ziele zur Reiseplanung: Hornos de Moncalvillo, Baños de Río Tobía, Santo Domingo De La Calzada, Logroño, Torremontalbo, Nájera, Valgañón, Briñas

Zur übergeordneten Reiseübersicht: La Rioja.

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