Monfarracinos am Valderaduey: Kirche, Feste und Landschaft
Unterkünfte in Monfarracinos
Monfarracinos verbindet traditionelle Lehmarchitektur mit Bauwerken am Valderaduey, einem markanten Kirchenraum und fest verankerten Bräuchen. Die traditionellen Häuser waren eingeschossig und niedrig und wurden aus Lehmziegeln oder Stampflehm errichtet. Einige verfügten über unterirdische Weinkeller mit einer kleinen Lüftungsöffnung auf Höhe des Erdreichs. So gehören Wohnhäuser, Keller und öffentliche Bauwerke zu unterschiedlichen Seiten der Ortsgeschichte.
Kultur
Über dem Fluss Valderaduey steht Molino de Sixto, eine zweigeschossige Backsteinmühle vom Typ Cárcavo. Ihre Lage am Fluss verbindet die technische Bauform mit der Landschaft des Ortes. Pozo Viejo ist eine Quelle, die Wasser in einem aus Mauerwerk mit einer Ziegelfront errichteten Gewölbe spendete. Die Fuente de los Perales ähnelt dem Pozo Viejo und liegt teilweise vergraben an einem Bachlauf. Beide Quellen weisen damit eigene bauliche Merkmale auf und gehören zu den kleineren historischen Elementen im Umfeld von Monfarracinos.
Auch die Unterschiede zwischen den Bauwerken sind deutlich: Bei den Wohnhäusern bestimmen Lehmziegel, Stampflehm und unterirdische Keller das Bild, während Molino de Sixto aus Backstein errichtet wurde. Pozo Viejo und Fuente de los Perales verbinden Wasserstellen mit Gewölben, Mauerwerk und Bachlauf.
Kirche und Geschichte
Die Kirche San Martín de Tours in Monfarracinos hat ein Portal mit Rundbogen und einen barocken Glockengiebel. Im Inneren wird ihr Presbyterium von der Unbefleckten Empfängnis geprägt und umfasst ein Mosaik des heiligen Martin. Damit treffen an einem Ort mehrere benannte Gestaltungselemente aufeinander: der Rundbogen am Portal, der Glockengiebel, das Presbyterium und das Mosaik.
Der ehemalige Palast der Grafen von Monfarracinos ist ein Beispiel ziviler Architektur. Zusammen mit der Kirche und den traditionellen Häusern erweitert er den Blick von sakralen Bauformen auf die frühere weltliche Architektur des Ortes.
Feste
Im Rahmen der Quintos-Tradition wird „el Mayo“ in der Nacht zum 30. April auf dem Platz aufgestellt. San Isidro wird in Monfarracinos mit einer Messe, einer Prozession und der anschließenden Segnung der Felder gefeiert. Die Patronatsfeierlichkeiten zu Ehren des heiligen Martin von Tours finden am 11. November statt.
Die genannten Bräuche unterscheiden sich sowohl nach Anlass als auch nach Ablauf: Auf das Aufstellen von „el Mayo“ folgt bei San Isidro eine Abfolge aus Messe, Prozession und Feldsegnung, während der 11. November den Patronatsfeierlichkeiten zugeordnet ist.
Landschaft und Wege
Der Fluss Valderaduey bei Monfarracinos prägt eine Landschaft aus Flussufern und Ebenen. Diese Landschaftsformen stehen neben den historischen Gebäuden und Quellen als eigener Teil des Ortsbildes. Für den Radverkehr führt die Mountainbike-Route „Zamora, Teso Mayo, Monfarracinos“ durch Monfarracinos über den Camino de los Pozuelos bis zur CL-612. Der Routenname nennt dabei sowohl Zamora als auch Teso Mayo und Monfarracinos.
Eine Buslinie von Zamora nach Benavente führt über Monfarracinos; der Ort ist dabei als Haltestelle einbezogen. Damit erscheinen im Ortsbezug unterschiedliche Wegeelemente nebeneinander: die Flussufer und Ebenen, die Mountainbike-Route über den Camino de los Pozuelos bis zur CL-612 sowie die Linienverbindung zwischen Zamora und Benavente.
Weitere Ziele
Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Samir De Los Caños, Zamora, Losacio, San Vitero, Puebla De Sanabria, Fontanillas De Castro, Fuente Encalada, Castrillo de la Guareña einbeziehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zamora.