Chana de Somoza: Schieferdächer, Felszeichen und Teleno
Unterkünfte in Chana de Somoza
Chana de Somoza liegt auf einer kleinen felsigen Hochebene. Das traditionelle Ortsbild prägen Gebäude mit sorgfältig bearbeiteten Dächern aus regionalem Schiefer, Caleyas genannte Gassen, Galerien und kleine Häuser mit Backöfen. Die verschiedenen Details lassen sich als Ortsbild, sakrale Architektur und Spuren in der Landschaft lesen.
Kultur
Zur sakralen Architektur gehört die Pfarrkirche Santiago Apóstol. Auf ihrem Turm trägt sie ein rätselhaftes Steinkreuz. Die Kapelle Santo Cristo beherbergt auf ihrem Retabel eine bemerkenswerte Magdalenenfigur, die aus der gleichnamigen aufgegebenen Siedlung stammt.
Auch die Felsen bewahren besondere Zeichen. Peña Ferrada ist eine senkrechte Felsplatte mit zahlreichen Hufeisen- und Kreuzmotiven in verschiedenen Größen. Im Gebiet Peña Martín gibt es Petroglyphen und weitere von Hirten in die Felsen eingebrachte Inschriften.
Die kulturellen Spuren verteilen sich damit auf unterschiedliche Formen und Orte: Im Dorf stehen Kirche, Kapelle und traditionelle Hausformen im Mittelpunkt, außerhalb des Ortsbilds treten bearbeitete Felsen und eingeritzte Zeichen hinzu. So lassen sich Baukunst, Handwerk und überlieferte Hinterlassenschaften getrennt betrachten, ohne sie auf ein einziges Merkmal des Ortes zu reduzieren.
Zur traditionellen Alltagskultur gehören Galochen, auch Madreñas genannt. Diese Holzschuhe haben drei Absätze – zwei vorne und einen hinten –, wurden bei der Feldarbeit verwendet und schützten vor Feuchtigkeit. Traditionelle Galochen aus Holz wurden von Holzhandwerkern hergestellt. Ihre Form, ihr Material und ihr früherer Gebrauch zeigen dabei drei verschiedene Seiten desselben Gegenstands: handwerkliche Herstellung, praktische Nutzung und überlieferte Bezeichnung.
Landschaft
Die Laguna de Chana de Somoza ist ein weitläufiger See, der aus dem römischen Goldabbau hervorgegangen ist. In der näheren Umgebung von Chana de Somoza führt von Molinaferrera ein kurzer, ausgeschilderter Weg zur Laguna de Chana de Somoza.
An der Laguna de Chana de Somoza erläutert ein Informationstafelschild ihre geologischen, biologischen und historischen Merkmale. Von Chana de Somoza aus lässt sich der Teleno mit seinen Tälern und glazialen Karen betrachten.
Für die Landschaft ergeben sich dadurch verschiedene Schwerpunkte: Die Laguna verbindet geologische, biologische und historische Merkmale, während der Teleno mit Tälern und glazialen Karen einen eigenen Blick auf das Gebirge eröffnet. Der kurze ausgeschilderte Weg bildet dabei einen anderen räumlichen Bezug als die Betrachtung des Berges vom Ort aus.
Geschichte
Der Cerro del Castro erinnert an den Goldabbau in römischer Zeit. Die Route von Astorga nach Pobladura de la Sierra führt über Chana de Somoza.
Die historischen Hinweise reichen damit von einem konkreten Ort am Cerro del Castro bis zu einer Route zwischen Astorga und Pobladura de la Sierra. Zusammen mit der aus dem Goldabbau hervorgegangenen Laguna begegnet die römische Vergangenheit in unterschiedlichen Landschaftsbezügen, ohne dass diese Orte oder ihre Funktionen gleichzusetzen sind.
Weitere Orte
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