Hermosilla: Geschichte und romanische Baukunst
Unterkünfte in Hermosilla
Hermosilla bewahrt mit der Iglesia de Santa Cecilia eine der schönsten und interessantesten romanischen Apsiden der Provinz Burgos. Der Ort liegt an einem Hang, der zum Fluss Oca abfällt. Erstmals erwähnt wird Hermosilla in der Gründungsurkunde von San Salvador de Oña vom 12. Februar 1011.
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Foto: Luis Rogelio HM via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Geschichte und Ortsleben
Zu den lokalen Festen von Hermosilla zählt San Bartolomé am 24. August. Ein kulturhistorischer Zugang führt über die Route Por tierras de la Bureba, die die romanische Baukunst in Burgos aus dem späten 12. und frühen 13. Jahrhundert erkundet und auch durch Hermosilla führt.
Der Abschnitt von Por tierras de la Bureba in Hermosilla konzentriert sich auf die Iglesia de Santa Cecilia und weist nur deren Apsis dem romanischen Stil zu. Route und Festtag setzen unterschiedliche zeitliche und thematische Akzente innerhalb der Ortsgeschichte.
Baukunst
Die Iglesia de Santa Cecilia hat romanische Ursprünge aus dem 12. Jahrhundert; ihre erhaltene Choranlage stammt aus den letzten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts. Die halbkreisförmige Apsis ist durch angesetzte Säulen in drei Abschnitte gegliedert. Die Choranlage bewahrt vier ihrer fünf ursprünglichen Fenster.
An der Außenseite der Choranlage finden sich Arbeiten des als maestro de Cerezo de Río Tirón bekannten Künstlers. Seine Kragsteine zeigen Männerbüsten, fantastische Wesen sowie Haus- und Wildtiere. In der Iglesia de Santa Cecilia dominiert rötlicher Sandstein aus Steinbrüchen der La Bureba.
Die architektonische Betrachtung verbindet dabei mehrere Ebenen: Die Apsis beschreibt die Grundform, die Säulen ihre Gliederung und die Fenster den erhaltenen Bestand. Gewölbe und Kragsteine ergänzen den Blick um Innenraum und Außenseite; der Sandstein macht zugleich das verwendete Material der Kirche sichtbar.
Die romanische Choranlage bewahrt das ursprüngliche Tonnengewölbe über dem Presbyterium und das ursprüngliche Viertelkugelgewölbe über der Apsis. Eine Grabstele gilt als einziger erhalten gebliebener Rest des mittelalterlichen Friedhofs, der an die Iglesia de Santa Cecilia angeschlossen war.
Ortsbild
Die Iglesia de Santa Cecilia steht am Ende der Calle Mayor auf einem Hügel im nördlichen Teil von Hermosilla. Vom Atrium der Kirche bietet sich ein Blick auf einen großen Teil der Wohnhäuser von Hermosilla und die umliegenden bewirtschafteten Felder.
Am 14. Februar 2024 war die Iglesia de Santa Cecilia seit mehreren Jahren wegen zahlreicher Risse geschlossen, die ihre bauliche Stabilität bedrohten.
Weitere Ziele zur Recherche sind Pradoluengo, Tubilla del Agua, Agüera, Vilviestre Del Pinar, Madrigalejo Del Monte, Mamolar, Hontoria und Hornillos Del Camino.
Weitere historische Spur
In Hermosilla sind die Überreste einer römischen Villa sichtbar. Die römische Villa ergänzt die mittelalterlichen Spuren um einen älteren archäologischen Hinweis. Sie steht damit in einem anderen zeitlichen Zusammenhang als die urkundliche Erwähnung von 1011 und die romanische Choranlage, bleibt aber als sichtbare historische Spur im Ort präsent.
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