Solosancho: Ulaca, Natur und Feste entdecken
Unterkünfte in Solosancho
Solosancho ist mit dem Castro de Ulaca, einer befestigten Siedlung beziehungsweise einem Oppidum, rund 1.500 Einwohnern und einer Fläche von etwa 70 Hektar verbunden. Die Anlage wurde gegen Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. aufgegeben; Ulaca und sein Umfeld sind heute als Kulturgut von besonderem Interesse in der Kategorie einer archäologischen Zone geschützt.
Weitere Orte zur Entdeckung: Robledillo, Villaviciosa, Lanzahíta, Arenas De San Pedro, Riofrío, Martiherrero, Gallegos und San Bartolomé de Pinares.
Geschichte und Kultur
Das Heiligtum von Ulaca umfasst zwei Bauwerke: eine teilweise in den Fels gehauene rechteckige Kammer von 16 × 8 Metern sowie den sogenannten Opferaltar. Dabei handelt es sich um einen großen Granitfelsen mit einer eingemeißelten Doppeltreppe zu einer Plattform, in der zwei miteinander verbundene Vertiefungen liegen.
Die traditionell auch „La Fragua“ genannte Sauna von Ulaca ist teilweise in den Fels gehauen und nimmt etwa 15 m² ein. Ihr rechteckiger Grundriss gliedert sich in drei kleine Räume: einen westlichen Vorraum oder Ruhebereich, eine Kammer mit zwei gegenüberliegenden, in den Granit gehauenen Bänken für das Dampfbad sowie einen Ofen für das Feuer. Die Deutung als Sauna beruht auf ihrer Ähnlichkeit mit den „pedras formosas“ anderer eisenzeitlicher Siedlungen im Nordwesten der Iberischen Halbinsel.
Das Castro de Ulaca besitzt einen ovalen, mehr als 3 Kilometer langen Befestigungsring. In seinem Mauerring lassen sich neun Eingänge beziehungsweise Unterbrechungen erkennen, von denen zwei restauriert wurden.
Am Ortseingang von Solosancho sind die Überreste einer mittelalterlichen, in den Fels gehauenen Nekropole erhalten. Die Iglesia de Santo Tomás Apóstol stammt aus dem 17. Jahrhundert, ist aus Granit errichtet und besitzt ein einschiffiges Langhaus sowie einen zweigeschossigen Glockenturm aus Quadersteinen. An der Kirche fallen der nach Süden ausgerichtete Portikus und der barocke Hauptaltar auf. Neben ihr befindet sich heute ein besonders großes steinernes Verraco mit einer Länge von mehr als 2 Metern.
Das Castillo de Villaviciosa wurde zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert errichtet. Es befindet sich in Privatbesitz, ist vollständig restauriert und beherbergt heute ein Hotel.
Natur und Tierwelt
Das Gemeindegebiet von Solosancho gehört zum regionalen Schutzgebiet Paisaje Protegido de las Sierras de la Paramera y La Serrota. Es umfasst außerdem Natura-2000-Gebiete der Sierras de La Paramera y La Serrota sowie das Natura-2000-Gebiet an den Ufern des Adaja.
In Solosancho können Besucher Rotmilane, Turmfalken und Bussarde sowie Säugetiere wie Wildschweine, Kaninchen, Füchse und Wiesel beobachten. Ein Wanderweg durch einen Steineichenhain verbindet Solosancho mit Riatas.
Unterwegs
Die Anfahrt zum Castro de Ulaca führt von Ávila über die N-502 bis Solosancho und anschließend weiter nach Villaviciosa. Ein großer Teil des Weges von Villaviciosa zum Gipfel des Hügels, auf dem sich das Castro de Ulaca befindet, muss zu Fuß zurückgelegt werden.
Für den Besuch von La Cabeza de Navasangil muss beim Ayuntamiento de Solosancho eine Genehmigung beantragt werden. Dort werden die Schlüssel für das umzäunte Gelände ausgegeben, das für selbstgeführte Besuche ausgeschildert ist.
Celtibike ist eine vom Ayuntamiento de Solosancho organisierte, nicht wettbewerbsorientierte Mountainbike-Tour, die allen Interessierten offensteht. Die Ausgabe 2026 findet am 27. September statt, startet und endet in der Calle Nueva in Solosancho und hat eine voraussichtliche Dauer von weniger als vier Stunden.
Feste und Gastronomie
Das Festival Luna Celta findet jährlich in Solosancho statt und erreichte 2026 seine 20. Ausgabe. Für den 21., 22. und 23. August 2026 war ein umfangreiches Programm für alle Altersgruppen angekündigt.
Zum Programm des Festivals Luna Celta gehört ein nächtlicher Aufstieg zu einem Castro mit anschließender Theateraufführung.
Solotapas ist ein gastronomischer Wettbewerb in Solosancho, bei dem eigens zubereitete Tapas vom Publikum verkostet und bewertet werden. Die Veranstaltung erreichte 2026 ihre dritte Ausgabe; die erste Ausgabe fand 2024 statt.
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