Ventosa – Naturpark Alto Tajo und Santuario de Nuestra Señora de la Hoz
Unterkünfte in Ventosa
Ventosa liegt im Naturpark Alto Tajo. Im Barranco de la Hoz bei Ventosa bahnt sich der Río Gallo seinen Weg zwischen Kiefern- und Wacholderwäldern sowie rötlichen Sandsteinformationen. Flusslauf, Wald und Gestein prägen dabei jeweils einen eigenen Blick auf die Landschaft. Der Barranco de la Hoz wurde als einer der spanischen Orte von internationaler geologischer Bedeutung ausgewählt.
Natur und Geologie
Die Landschaft des Barranco de la Hoz verbindet den Verlauf des Río Gallo mit Kiefern- und Wacholderwäldern und den rötlichen Sandsteinformationen. Gerade diese Verbindung verschiedener Landschaftsaspekte steht neben der geologischen Einordnung des Ortes. Der Naturpark Alto Tajo bildet dabei den räumlichen Rahmen für Ventosa, während der Barranco de la Hoz als eigenständiger Ort von internationaler geologischer Bedeutung hervorgehoben wird. Natur und Geologie lassen sich so getrennt betrachten, ohne ihre unmittelbare Verbindung im Landschaftsbild aus dem Blick zu verlieren.
Kultur und Bauwerk
Das Santuario de Nuestra Señora de la Hoz ist in den Fels integriert, unter dem Fels eingebettet und von Ufervegetation umgeben. Das Heiligtum weist einen gotisch-renaissancistischen Stil auf und geht in seinen Ursprüngen auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Inneren wird der Hauptaltar von einer romanischen Darstellung der Virgen de la Hoz aus dem 12. Jahrhundert beherrscht. Fels, Ufervegetation, Baugeschichte und Altarbild stehen damit als unterschiedliche Merkmale desselben Ortes nebeneinander.
Aussicht und Geschichte
Die Miradores del Barranco de la Virgen de la Hoz umfassen drei erschlossene Aussichtspunkte. Sie sind über einen gewundenen Weg erreichbar, der mit Stufen in den Fels gehauen ist. Auf dem Cerro Coronado bei Ventosa sind Überreste einer keltiberischen Siedlung erhalten. In Ventosa finden sich außerdem Überreste eines Wehrturms aus dem 13. Jahrhundert. Aussichtspunkte, der in den Fels gehauene Weg und die historischen Reste setzen dabei jeweils eigene Akzente: Der Weg gehört zur Erschließung der Miradores, während Cerro Coronado und Wehrturm für unterschiedliche historische Spuren stehen.
Tradition
Bei der Veranstaltung „Danzas y loa a la Virgen de la Hoz“ führt eine Rosenkranzprozession von Molina de Aragón zum Santuario de la Virgen de la Hoz. Anschließend finden eine Messe und die Aufführung der „Loa“ statt. Acht Tänzer führen unter musikalischer Begleitung Stock-, Schwert- und Kettentänze auf. Zum Abschluss gibt es einen Umzug und den Bau der Burg des Engels. Die Veranstaltung verbindet Prozession, religiöse Feier, Aufführung und Tanz mit einem abschließenden Umzug und dem Bau der Burg des Engels.
Wer Ventosa als Ausgangspunkt für die eigene Reise betrachtet, begegnet damit unterschiedlichen Themen: Naturpark und Flusslandschaft, geologische Einordnung, ein in den Fels eingebettetes Heiligtum, erschlossene Aussichtspunkte, historische Überreste und eine festliche Tradition. Die genannten Orte und Formen lassen sich unabhängig voneinander gewichten, je nachdem, ob Landschaft, Bauwerk, Geschichte oder Veranstaltung im Vordergrund steht.
Weitere Orte
Weitere Orte: Salmerón, Brihuega, Rillo De Gallo, Albendiego, Castejón De Henares, Hueva, Aldeanueva de Guadalajara, Trillo
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Guadalajara.