Valdeganga am Júcar – Wege, Geschichte und Feste
Unterkünfte in Valdeganga
Valdeganga liegt am Ufer des Júcar und gilt als ländliches Reiseziel, geprägt von Flusslandschaften und örtlichen Traditionen. Der Fluss, historische Spuren und unterschiedlich lange Wege verbinden die Themen, die sich in der Gemeinde und ihrem näheren Umfeld finden.
File:Valdeganga, Igleisa de La Purísima, interior, 02.jpg
Foto: Malopez 21 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wege
Der homologierte Wanderweg PR-AB 06 Río Júcar beginnt und endet im Ortszentrum von Valdeganga. Er verläuft über öffentliche landwirtschaftliche Wege sowie über einen traditionellen Weg am Fluss Júcar. Anschließend führt der Weg durch die landwirtschaftlich genutzten Felder von Valdeganga in das Júcar-Tal, wo eine in Felswände eingeschnittene Flusslandschaft beginnt.
Der PR-AB 06 verfügt außerdem über eine 2,3 Kilometer lange Hin- und Rückweg-Abzweigung zu einer Schlucht bei Cañahorro. Diese Variante führt im Gebiet von Jorquera in den Bereich Canahorro. Unterschiedliche Streckenlängen helfen dabei, kürzere Abstecher und längere Routen gedanklich voneinander zu unterscheiden.
Ein 22 Kilometer langer Radweg verläuft auf der früheren Straße, die Valdeganga über Tinajeros mit Albacete verband; eröffnet wurde er 2003. Die Ruta Bolinches ist eine 11,5 Kilometer lange Rundroute, die Valdeganga über beide Ufer des Júcar mit Bolinches verbindet. Bei Moranchel führt ein Abschnitt der ungefähr 8 Kilometer langen Rundroute Puente Torres-Moranchel zu einem alten Elektrizitätswerk.
Natur
Der Parque Fluvial „Puentes de Valdeganga“ ist ein Erholungsbereich am Fluss Júcar. Von dort verlaufen verschiedene Routen entlang beider Ufer, flussaufwärts und flussabwärts. Am Ufer des Júcar in Valdeganga ist Angeln als Freizeitaktivität möglich.
Am Charco Azul bei Bolinches mündet der Valdemembra in den Júcar. Der Ort ist über einen zusätzlichen 1,8 Kilometer langen Hin- und Rückweg erreichbar. Las Mariquillas gilt 3,5 Kilometer von Bolinches entfernt als Erholungs- und Freizeitbereich.
Zu den Aussichtspunkten von Valdeganga gehört der Mirador de la Ceja an der Ceja von Valdeganga, von dem aus sich ein Blick auf den Júcar-Canyon bietet. La Balsa gehört ebenfalls zu den Aussichtspunkten und eröffnet Ausblicke auf den Júcar sowie auf die bewässerte Huerta darunter.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia Parroquial de la Purísima Concepción besitzt einen Hauptaltar im Barock-Rokoko-Stil und Deckengemälde. Zu ihr gehört außerdem eine auf 1640 datierte Glocke namens Santa Teresa. Am Fluss liegen die Ruinen der Ermita de San Benito, eines gotischen Sakralbaus aus dem 12. Jahrhundert; an der Ruine sind noch Spitzbögen erhalten.
In Puente Torres steht die älteste Brücke der Gemeinde. Einige Historiker führen sie auf römischen Ursprung zurück. Die Ruta Bolinches verläuft über den Camino Romano; bei La Abadía ist dort eine Reproduktion einer römischen Grabstele aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. zu sehen.
Im Gemeindegebiet von Valdeganga bewahrt El Santo die Ruinen der antiken Stadt Vallislonga. Laut dem überlieferten Itinerar des Antoninus lag dort die Sexta Mansio an der kaiserlichen Römerstraße, die von Süden nach Zaragoza führte. Die Höhlen der Cueva de los Moros dienten als natürlicher Aussichtspunkt, von dem aus ein großes Gebiet und Menschen beim Überqueren des Flusses beobachtet werden konnten.
In der Ortsgeschichte wird die Cueva de los Moros mit Menschen verbunden, die sich dort während der christlichen Reconquista bis zu ihrer endgültigen Vertreibung im Jahr 1253 versteckten.
Weitere Orte
Canaleja, La Gila, Higueruela, Ossa De Montiel, Cenizate, Munera, Bienservida und Férez
Feste und Bräuche
Die Patronatsfeste zu Ehren der Virgen del Rosario finden am ersten Oktoberwochenende statt und dauern fünf Tage. Seit 2023 tragen sie den Titel „Fiestas de Interés Turístico Regional de Castilla-La Mancha“.
Jueveslardero wird in der gesamten comarca mit einem Ausflug aufs Land und dem traditionellen Verzehr der mona begangen, eines süßen Mostgebäcks mit einem gekochten Ei. Am Tag der Auferstehung werden in Valdeganga Kiefern in den Straßen aufgestellt und Heiligenprozessionen abgehalten. Nachdem öffentlich ein Gedicht oder eine Kritik vorgetragen wurde, werden Blumensträuße namens „albricias“ verschenkt.
Zu den örtlichen Festbräuchen gehören außerdem eine Feldwallfahrt zu Ehren eines Heiligen, geschmückte Festwagen und ein Pflügewettbewerb, der als „corte“ bezeichnet wird.
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