Dobres entdecken: Kultur und Berglandschaft
Unterkünfte in Dobres
Dobres und Cucayo bilden ein historisches Ensemble, das als Bien de Interés Cultural in der Kategorie „historisches Ensemble“ anerkannt ist. Dobres wird erstmals 945 im Cartular des Klosters Santo Toribio de Liébana schriftlich erwähnt, Cucayo erstmals 1188 im Cartular von Piasca.
Kultur und Geschichte
In Dobres ist ein Wohnhaus mit drei Wappenschildern der Familien Bedoya, Corral und Salceda zu sehen. Die Einsiedelei San Esteban in Cucayo ist ein einschiffiges Gebäude mit drei Abschnitten, die von einem achtteiligen Gewölbe überspannt werden. Sie besitzt einen prismatischen Turm und bewahrt eine Skulptur aus dem 18. Jahrhundert sowie zwei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert.
Die heutige Pfarrkirche San Mamés in Dobres wurde 1925 neben der Straße errichtet. Ihr Hauptaltaraufsatz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Zu den historischen Spuren im Berggebiet gehören außerdem die Invernales de Ranes, eine Gruppe von Gebäuden, die während der Transhumanz als Unterstand und Heuschober für das Vieh aus dem Dorf dienten.
Weitere Orte
Weitere Orte zum Entdecken sind Enterrías, Vada, Tollo, Tudes und Cucayo.
Wege und Landschaft
Die Route Cucayo–Puertos de Riofrío beginnt am Ortseingang von Cucayo, führt zu den Bergpässen von Riofrío und erreicht dort die hoch gelegenen Bergpässe; von dort reicht der Blick bis zur Peña Prieta. An der Collada de las Ánimas bietet der Weg Bárago–Las Retuertas–Cucayo Ausblicke auf die beiden Ortsteile Cucayo und Dobres. Einst war dieser Weg die einzige Verbindung zwischen Dobres und Bárago.
Naturea führt Las Praizas de Cucayo als selbstgeführte Route CA-ENP25 in Vega de Liébana; die Strecke ist etwa 6,9 km lang. Ihr gesamter Verlauf liegt innerhalb des ZEC- und ZEPA-Schutzgebiets Liébana. Als Rundroute um den Pico Mamozán führt Las Praizas durch die beiden in Cucayo zusammenlaufenden Flusseinzugsgebiete des Río Requejada und des Río Frío. Vom unteren Rand eines ausgedehnten Buchenwaldes bietet die Route einen Panoramablick auf die Pica de Casanzo.
Bergwelt
Der Pico Mamozán erhebt sich mit 1.331 m über Cucayo und trennt die Wasserläufe des Río Frío und des Bachs La Requejada. Die Route Altos de Ríofrío beginnt in Cucayo, steigt entlang des Río Frío zu den Hochweiden auf und erreicht an den Puertos de Pineda eine Höhe von 1.700 m. Ihr Abstieg führt durch Birken-, Buchen- und junge Eichenwälder, bevor die Route nach Cucayo zurückkehrt.
Der Gipfel des Pico Mamozán ist vom Collado de Sierra Lamoa über den Weg durch die Pässe von Riofrío erreichbar; vom Gipfel bieten sich Panoramablicke. Für den Rückweg kann die Schlucht des Bachs La Requejada genutzt werden. Ein alter Weg führt durch den Canyon zwischen der Peña Ginesta im Osten und dem Pico Mamozán im Westen.
Die Route Cucayo–Puertos de Riofrío führt am Ort Sierra Llon vorbei, wo der tief eingeschnittene Río Frío zwei kleine Mahlmühlen mit Wasserkraft betrieb, die bis vor einigen Jahren den Bewohnern des Gemeindebezirks Dobres dienten. An den über die Route Las Praizas erreichbaren Puertos de Pineda und Río Frío kommt der Kantabrische Braunbär (Ursus arctos arctos) vor; das Gebiet ist als Schutzgebiet für den Kantabrischen Braunbären ausgewiesen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vega De Liébana.