Melide: Jakobsstadt, Kultur und Furelos
Unterkünfte in Melide
Melide ist eine historische Jakobsstadt, in der der Camino Primitivo auf den Camino Francés trifft. Der Camino Francés führt über die emblematische Römische Brücke über den Fluss Furelos in Richtung des Dorfes Furelos.
Weitere Orte: Santa Mariña, Vedra, Bandón, Noia, Verdes, Calvos, Nantón, Caldelas
Landschaft und Wege
Der Aussichtspunkt O Castelo befindet sich auf einem prärömischen Castro, an dessen Stelle im Mittelalter die Burg von Melide errichtet wurde. Von O Castelo bietet sich ein Panorama auf Melide, eingerahmt von den Bergen Bocelo, Faro und Farelo.
Die Ruta de Furelos ist 17,92 Kilometer lang und weist einen mittleren technischen Schwierigkeitsgrad auf. Sie verläuft größtenteils am Fluss Furelos entlang und führt an dessen Erholungsgebiet vorbei.
Zum Área Recreativa del Río Furelos gehören zwei Außenbecken, eines für Erwachsene und eines für Kinder. Außerdem umfasst das Gelände eine Kinderwasserrutsche und einen Anlegesteg für kleine Boote.
Kultur und Geschichte
Die heutige Capilla de San Roque wurde 1949 aus Materialien der abgerissenen mittelalterlichen Kirchen San Pedro und San Roque errichtet. Die Kapelle enthält mittelalterliche Grabstätten von Diego García, Roi Lopes und Inés Eanes.
Die Iglesia de Sancti Spiritus gehörte zum ehemaligen Kloster beziehungsweise Konvent des Dritten Franziskanerordens, der im 14. Jahrhundert gegründet wurde. Von der Iglesia de Sancti Spiritus sind eine Seitenkapelle aus dem 14. Jahrhundert und die Hauptkapelle aus dem 15. Jahrhundert erhalten.
Santa María de Melide ist als Nationaldenkmal eingestuft. Der Cruceiro de Melide stammt wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert und gilt vielen als der älteste Cruceiro Galiciens.
Die Obra Pía de San Antón mit ihrer Kapelle wurde 1671 von dem aus Melide stammenden Erzbischof Mateo Segade Bugueiro gegründet. Zwei steinerne betende Statuen der Capilla de San Antonio wurden 1674 von Mateo de Prado aus Granit gemeißelt.
Das Portal der Capilla de San Antonio ist barock gestaltet; der Entwurf wird Domingo de Andrade zugeschrieben. Die Fuente de los Cuatro Caños besitzt ein zylindrisches Becken mit vier Löwenkopfspeiern, die der Quelle ihren Namen geben.
Museen
Das Museo da Terra de Melide ist ein ethnografisches und archäologisches Museum mit Exponaten vom Neolithikum bis ins 20. Jahrhundert. Das Museo Terra de Melide wurde am 26. Mai 2001 in einem ehemaligen Pilgerhospital eröffnet.
Das Museo da Terra de Melide ist als Museumssammlung für Besichtigungen ausgewiesen.
Kulinarische Traditionen
Auf dem Sonntagsmarkt in Melide bieten Erzeuger und Händler das ganze Jahr über Obst, Käse, Honig, Chorizo und traditionelle gastronomische Produkte an. Der traditionelle Melindre wird aus Weizenmehl, Eiern und Butter hergestellt und mit einer sehr feinen Zuckerschicht überzogen.
Die Festa do Melindre e da Repostaría Tradicional da Terra de Melide findet auf der Plaza del Convento in Melide statt und umfasst kostenlose Verkostungen sowie Produktpräsentationen.
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