Lavacolla – Pilgerwege und Gerbereigeschichte
Unterkünfte in Lavacolla
Am Ortsrand von Lavacolla steht die Cruz do Home Santo, ein Cruceiro des 14. Jahrhunderts, das aus der Umgebung des Klosters San Martín Pinario versetzt wurde. In Lavacolla gibt es außerdem einen Cruceiro mit einer Darstellung des sitzenden Christus.
File:CASA CN-235 - Jornada de puertas abiertas del aeródromo militar de Lavacolla - 2018 - 02.jpg
Foto: Xosema via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die beiden religiösen Bildwerke gehören zu den sichtbaren historischen Spuren des Ortes. Der eine Cruceiro ist durch sein Alter und seine frühere Verbindung mit dem Umfeld von San Martín Pinario gekennzeichnet, der andere durch die Darstellung des sitzenden Christus.
Geschichte
Der Lederhändler Gregorio Ambrós errichtete 1801 in Lavacolla eine kleine Gerberei. Das Curtidoiro de Lavacolla am Ufer des Río Sionlla bewahrt die ursprüngliche Kubatur seiner Gebäude.
1811 wurde die Fabrik an den Händler Francisco Rodríguez Abella aus Los Ancares verkauft. Nach seiner Erweiterung wurde sie zu einer der größten Gerbereien der Comarca.
Die Geschichte des Curtidoiro umfasst damit sowohl die Gründung durch Gregorio Ambrós als auch den späteren Verkauf und die Erweiterung unter Francisco Rodríguez Abella. Der Ortsbezug bleibt dabei erhalten: Die Gerberei liegt am Río Sionlla, während ihre ursprüngliche Kubatur in den Gebäuden bewahrt ist.
Nach dem Codex Calixtinus pflegten sich Pilger in Lavacolla zu waschen, bevor sie zum Heiligtum des Apostels weitergingen.
Pilgerwege
Die Iglesia de San Paio de Sabugueira in Lavacolla liegt am Camino Francés. Sie gehört zu den letzten Kirchen, die Pilger vor der Kathedrale von Santiago erreichen.
Ihre Lage am Camino Francés verbindet die Kirche mit dem Pilgerweg nach Santiago. Zugleich bezeichnet die überlieferte Abfolge Lavacolla als einen Ort, an dem Pilger vor dem Weitergang zum Heiligtum des Apostels innehielten.
Die Etappe 2 von Lavacolla nach A Igrexa (Cesar) beginnt an der Treppe der Iglesia de San Paio de Sabugueira in Lavacolla.
Die Treppe der Kirche markiert damit den Beginn dieser Etappe. Als Ziel ist A Igrexa (Cesar) angegeben; die Etappenbezeichnung nennt Lavacolla ausdrücklich als Ausgangsort.
Landschaft
Auf der Etappe 1 der Xiro de Compostela wechseln sich auf dem Weg nach Lavacolla Wälder und Wiesen ab. Den Río Sionlla, auch Arroyo de Lavacolla genannt, überquert man auf dieser Etappe über eine Brücke.
Die Landschaftsbeschreibung verbindet zwei unterschiedliche Wegbilder: Auf dem Weg nach Lavacolla folgen Waldabschnitte auf Wiesen und umgekehrt. Zum Verlauf gehört außerdem die Querung des Río Sionlla, der auch unter dem Namen Arroyo de Lavacolla bekannt ist.
Die Rundroute RUTA 13 A Sionlla–Agualada–O Carballal–Lavacolla ist 16,99 km lang und als mittelschwer eingestuft.
Mit Sionlla, Agualada, O Carballal und Lavacolla führt die Rundroute mehrere Ortsbezeichnungen bereits in ihrem Namen. Ihre Länge ist mit 16,99 km angegeben, die Einstufung lautet mittelschwer.
Anreise
Die Buslinie 6A verbindet Santiago mit dem Flughafen Santiago-Rosalía de Castro.
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