Hinojal entdecken: Schiefer, Feste und Wanderwege
Unterkünfte in Hinojal
Zur traditionellen Architektur von Hinojal gehören weiß gekalkte Schieferbauten und charakteristische Schornsteine.
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Architektur und Geschichte
Am nördlichen Ortsrand von Hinojal wurde die Kirche Nuestra Señora de la Asunción zwischen dem späten 15. und dem frühen 16. Jahrhundert aus Schieferbruchsteinmauerwerk mit Granitquadern errichtet. Zu ihrem Inneren gehören Seitenaltäre mit religiösen Fresken, die der Dolorosa und dem Nazareno gewidmet sind, sowie ein vergoldetes Retabel aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Die Mühle Molino de Pedro Arias bewahrt ihren steinernen Mahlboden aus Granit; ihre Außenwände bestehen aus Schiefer und Mauerwerk. In der Dehesa Boyal von Hinojal steht außerdem die Casa de los Guardas, ein rundes, aus Schiefer errichtetes Chozo mit sechs Nischen, einem Kamin und Wandgravuren früherer Bewohner.
Die Piedra Escrita an der Huerta de la Laguna hält den Bau der Lagunenmauer im Jahr 1805 fest. Die Lagune wurde später in eine bewirtschaftete Huerta umgewandelt; die Einfriedung dieser Huerta besteht teilweise aus der Mauer. Zum archäologischen Erbe von Hinojal gehört zudem eine römische Straße. La Puente ist eine einjochige Brücke mit unregelmäßigem Rundbogen und zwei rechteckigen Überläufen; sie bestand bereits im Jahr 1657.
Natur und Wege
In der Dehesa Boyal von Hinojal wachsen Steineichen, Zistrosen, Portugiesische Eichen und natürlicher Strauchbewuchs. Über die Straße EX-390 lassen sich die Landschaften der Riberos des Almonte genießen. Hinojal ist über die Autobahn A-66 erreichbar.
Die Wanderroute Ruta de la Lana–Los Rodetes in Hinojal ist 10,5 Kilometer lang und wird als leicht eingestuft. Die Route Hinojal–Rio Tajo misst 4,06 Kilometer, weist 155 Höhenmeter im Aufstieg auf und hat den technischen Schwierigkeitsgrad „moderat“. Die unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsangaben geben Ihnen einen knappen Vergleich der beiden Routen.
Im Spätherbst besuchen Kraniche Hinojal und suchen in als ZEPA geschützten Naturgebieten wie dem Embalse de Talaván und dem Embalse de Alcántara Nahrung und Schutz.
Weitere Ziele in dieser Auswahl sind Palomero, Torremocha, Aldeacentenera, Villar De Plasencia, Campo Lugar, Losar De La Vera, Cadalso und El Gordo.
Feste und Sakralorte
Santo Toribio wird in Hinojal am 16. April gefeiert. Fällt der Termin auf einen Wochentag, wird die Feier auf den folgenden Samstag verschoben. Zum Fest gehören eine Messe in der Kapelle, die Versteigerung der Tragestangen des Heiligen und eine Prozession um die Ermita. Am folgenden Tag werden die Feierlichkeiten als „Día de la ensalá“ fortgesetzt, an dem sich die Einwohner versammeln, um den typischen Salat zu genießen.
Beim Fest San Sebastián tragen die Cantaores Kleidung regulärer Soldaten und singen Lieder zu Ehren des Heiligen. Las Candelas, auch Nuestra Señora de la Candelaria genannt, wird in Hinojal am 2. Februar mit einer Marienprozession und einer Messe gefeiert.
Die Ermita de San Berto ist eine kleine Kapelle der Bruderschaft San Bartolomé; sie entstand in der Zeit der Tempelritter und liegt westlich von Hinojal. Ihr quadratischer Grundriss, die Mauern aus Schieferplatten, der nüchterne, militärisch geprägte Charakter und die schlichte Sgraffito-Ausgestaltung im Inneren bestimmen ihre baulichen Merkmale. Wahrscheinlich gilt die Ermita de San Berto als ländlicher Sakralbau spätgotischer Ausprägung mit unvollendeter Ausführung.
Die Ermita de San Juan besteht seit dem 17. Jahrhundert. Sie hat einen rechteckigen Grundriss, wurde aus weiß gekalktem Schieferbruchsteinmauerwerk errichtet und befindet sich in Privateigentum.
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