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Medina de las Torres entdecken – Contributa Iulia, Kirchen und Dehesa

Unterkünfte in Medina de las Torres

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Medina de las Torres verbindet römisches Erbe, kirchliche Kunst, lebendige Traditionen und Landschaften rund um die Rivera Atarja. Im Ort liegt Contributa Iulia, eine römische Stadt, die als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie archäologische Zone ausgewiesen ist. Sie gehört außerdem zu den bedeutenden Zeugnissen an der Vía de la Plata, an deren Verlauf zahlreiche historische Überreste von der geschichtlichen Bedeutung dieser Route zeugen.

File:Palacio de la Duquesa de Medina de las Torres (Madrid) 04.jpg File:Palacio de la Duquesa de Medina de las Torres (Madrid) 04.jpg Foto: Triplecaña via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Geschichte und Archäologie

Auf dem Gelände von Contributa Iulia sind verschiedene Strukturen, Gebäude und Straßen erhalten. Zu den sichtbaren Bereichen gehört ein Forum mit privaten und öffentlichen Teilen. Die Basilika von Contributa Iulia gilt als die bis dahin größte in der Iberischen Halbinsel entdeckte Basilika. Archäologische Ausgrabungen am Castillo de la Encomienda haben eine chronologische Abfolge vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart erkennen lassen. Vor Ort ist die Anlage als „Torre de los Moros“ bekannt.

Die Ermita de Nuestra Señora de Coronada stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde aus Stein und Ziegeln errichtet. Sie ist das einzige erhaltene Beispiel ihres Typs von ursprünglich acht Kapellen des Santiagoordens in Medina de las Torres. Auch die Pfarrkirche Nuestra Señora del Camino bewahrt im Innen- und Außenbereich sichtbare Abbildungen des Wappens beziehungsweise Abzeichens des Santiagoordens. In der Kirche befindet sich ein Retabel aus dem Jahr 1540, dessen Urheberschaft dem flämischen Maler Estacio de Bruselas zugeschrieben wird.

Die Ermita del Stmo. Cristo del Humilladero verfügt über einen Portikus, ein Schiff mit Kreuzgratgewölben, eine kleine Kuppel und einen Dreipassbogen. Durch diesen Bogen ist das Bild des Cristo del Humilladero zu sehen.

Besuch und Vermittlung

Die archäologische Stätte Contributa Iulia ist geschlossen; für einen Besuch muss vorab unter 669851332 Kontakt aufgenommen werden. Zugängliche Denkmäler können Besucher in Eigenregie besichtigen und dabei Audioguides nutzen. Von Montag bis Freitag lässt sich unter 669 851 332 vorab eine professionelle Führung reservieren.

Contributa Lúdica verbindet Führungen durch die römische Stadt mit pädagogischen Workshops, Verkostungen, Ausstellungen, Vorträgen, Theateraufführungen, Märkten, historischen Nachstellungen und Konzerten. Das Interpretationszentrum von Contributa Iulia bietet pädagogische Workshops für Gruppen, Schulen und weiterführende Bildungseinrichtungen an. In Medina de las Torres gibt es auch Angebote zur Vogelbeobachtung.

Landschaft und Wege

An der Rivera Atarja und am Río Bodión lässt sich eine vielfältige Tierwelt beobachten. Dazu gehören Reiher, Löffler, Brandgänse, Wildkatzen, Mangusten und Ginsterkatzen. Westlich von Medina de las Torres liegt eine Dehesa, die als ökologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich wertvolles Ökosystem sowie als Beispiel für das Zusammenleben von Mensch und Natur gilt.

Wander- und Radrouten laden dazu ein, die Natur rund um die Rivera Atarja mit ihrer hervorgehobenen Flora und Fauna zu erleben. Die örtliche Vereinigung „Katiuskas Bike“ organisiert BTT-Routen auf Wegen und Pfaden und verbindet dabei Naturerlebnis und Sport. Für Radtouristen gibt es an der Kreuzung der Avenida Puebla Sancho Pérez und der Avenida de Zafra eine Fahrradreparaturstation.

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Der Camino de Santiago verläuft durch das Zentrum von Medina de las Torres und ist vor Ort mit Bodenplättchen und Pfeilen ausgeschildert. Damit stehen historische Wegbezüge und Routen durch die Landschaft nebeneinander, während die genannten Angebote unterschiedliche Formen der Erkundung abbilden.

Traditionen und regionale Produkte

Der Karneval von Medina de las Torres ist eine über lange Zeit gewachsene und ohne Unterbrechung gepflegte lokale Tradition. Zum Programm gehören ein Kinderumzug, gastronomische Tage mit typischen Gerichten wie Karnevalssuppe und gegrillten Sardinen, Spiele, die Traditionen „los mascarones“ und „el Judas“ sowie ein großer Festumzug. Im September findet außerdem ein religiöses Veranstaltungsprogramm zu Ehren der Jungfrau statt.

Zu den in Medina de las Torres erzeugten und hergestellten Produkten gehören Wein, Olivenöl, Brot und hausgemachte Süßwaren; diese Produkte können dort auch erworben werden. Enotourismus gehört ebenfalls zum Angebot in Medina de las Torres. Die Ruta del Aceite bietet die Möglichkeit, eine Ölmühle zu besuchen und den Herstellungsprozess von Olivenöl kennenzulernen. Zu ihren genannten Stationen gehören die Ölmühle „Las Torres“ und die Medina-Oliva-Kooperative Stmo. Cristo del Humilladero.

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