Ribera Del Fresno – Kloster, Weintradition und Wanderwege
Unterkünfte in Ribera Del Fresno
Ribera del Fresno gehört zu den knapp 20 Gemeinden der Provinz Badajoz, die in die Weinstraße „Ribera del Guadiana“ integriert sind. Dazu kommen sakrale Bauwerke, Zeugnisse früher Siedlungsgeschichte, Wasserlandschaften und Wege mit deutlich unterschiedlichen Längen und Profilen.
Weitere Orte
Weitere Orte sind La Roca De La Sierra, Palomas, Almendralejo, Zafra, Benquerencia De La Serena, Puebla De Alcocer, Malpartida de la Serena und Cordobilla de Lácara.
Kultur und Geschichte
Das Klarissenkloster Jesús y María wurde 1535 von Juan Núñez Ortiz gegründet. Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Gracia geht auf das 13. Jahrhundert zurück und bewahrt einen barocken Altaraufsatz aus dem späten 17. Jahrhundert von Alonso Rodríguez Lucas. Zugleich gehört sie zum urbanen ZEPA-Schutzgebiet für Rötelfalken.
Die Ermita del Cristo Viejo wurde im 16. Jahrhundert über einer älteren Kapelle errichtet und war die ursprüngliche Pfarrkirche von Ribera del Fresno. Ihre Ruine bewahrt die Kuppel des Chorhaupts sowie einen Turm mit markanter zwiebelförmiger Bekrönung. Die Ermita del Cristo de la Misericordia ist eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert mit einer architektonisch bemerkenswerten Gestaltung. In der Ermita de la Aurora befinden sich ein barocker Hauptaltaraufsatz, das Chorgestühl der Dreizehn des Santiagoordens und wiederverwendete Steine ehemaliger westgotischer Säulen.
In der C/ San Juan Macías 2 beherbergt ein Gebäude heute die Casa de la Cultura, die Öffentliche Bibliothek, das Centro de Interpretación „Cerro de Hornachuelos“, die städtische Musikschule und das Centro Etnográfico über Ölmühlen. Die Kapelle von San Juan Macías verfügt im Erdgeschoss über eine Kapelle mit einer Glasmalerei mit Szenen aus dem Leben des Heiligen; im Obergeschoss befindet sich ein Museum über sein Leben und seinen Heiligsprechungsprozess. Das Heiligtum auf der Finca „Valle Garzon“ wurde 1967 an dem Ort errichtet, an dem San Juan Macías der Überlieferung zufolge sein erstes Wunder vollbrachte.
Die Casa de Vargas-Zúñiga in der C/ San Juan Macías 2 ist ein im 17. Jahrhundert errichteter Palast im portugiesischen Manuelinismus. Die Casa Natal de Meléndez-Valdés in der Calle Meléndez Valdés 19 ist das Geburtshaus des Dichters Juan Meléndez Valdés. In einem öffentlichen Park steht außerdem ein großes Bronzedenkmal für Juan Meléndez Valdés, das 1985 vom Bildhauer Luis Martínez Giraldo geschaffen wurde. Am Ortsrand befindet sich mit dem Pilar del Caño ein ethnografisch bedeutsamer Pfeiler.
Natur und Wasser
La Pesquera ist ein Wasserfall am Fluss Valdemedel. Historisch ermöglichte das Wasser des Arroyo Valdemedel die Entwicklung von Gärten, versorgte Quellen und Brunnen und trieb Getreidemühlen wie La Pesquera und den Molino del Niño an. Los Pilones oder La Pontezuela bewahrt die Reste einer alten Mühle sowie eines Wehrs, das dem Antrieb der Wasserräder zur Bewässerung der benachbarten Gärten diente.
Die Ruta ZEPA führt auf 7,71 km von Ribera del Fresno zur archäologischen Fundstätte Cerro Hornachuelos; die Gehzeit wird auf 2 Stunden und 30 Minuten geschätzt. Sie bietet Vogelbeobachtungen in offenen agro-pastoralen Lebensräumen, darunter Jagd- und Futterbereiche des Rotfußfalken, sowie mögliche Sichtungen von Geiern, Eulen, Graureihern, Füchsen, Ginstern, Hasen und Rebhühnern.
Wege und Landschaft
Die Ruta de la Médica ist eine 8,6 km lange Fahrradtour ab Ribera del Fresno, die über hergerichtete Wege ohne größere Steigungen verläuft. Die Ruta del Matachel ist eine 8,7 km lange, dem Río Matachel gewidmete Route mit Höhenunterschieden und körperlich anspruchsvollem Verlauf. Die Ruta de la Cañada Real beginnt an der Ermita de San Isidro und führt über den Cerro Hornachuelos zur Cañada Real Leonesa; sie ist 19,6 km lang und erreicht eine höchste Höhe von 468 m über dem Meeresspiegel.
Die Ruta al Cerro de Hornachuelos umfasst einen Erholungsbereich, den ausgeschilderten Besuch einer vorromanischen Siedlung sowie Ausblicke auf etwa fünf oder sechs Dörfer und den Embalse de Los Molinos. Die Ruta al Pozo de San Juan Macías führt von der Plaza de España über eine asphaltierte Piste zu einem San-Juan-Macías-Denkmal in etwa 4 km Entfernung und zurück über die Vereda de la Tía Juana, an der ein alter steinerner Hirtenunterstand besichtigt werden kann. Die unterschiedlichen Streckenlängen, Wegarten, Höhenprofile und Gehzeiten erlauben eine klare Gegenüberstellung der Routen.
Das Oppidum Hornachuelos war am Ende der Kupferzeit beziehungsweise im Chalkolithikum (2000–1800 v. Chr.) besiedelt und als befestigte Siedlung mit einem oder zwei Mauerringen und halbrunden Bastionen angelegt.
Feste, Wein und regionale Traditionen
Die Muestra Popular de Vinos de Pitarra y Matanza Tradicional findet im Februar statt, vermittelt Kenntnisse über die traditionelle Herstellung hausgemachter Pitarra-Weine und umfasst deren Verkostung. Im August ermöglichen die Jornadas Gastronómicas Besuchern die Verkostung traditioneller Gerichte, die vor Ort zubereitet werden.
Die Jornadas Artesanales finden jedes Jahr im August statt und zeigen traditionelle Handwerke wie Töpferei, Keramik, Lederarbeiten, Stickerei und Klöppelarbeiten. In der zweiten Novemberwoche präsentiert die FEAVIR verschiedene Arten von Haustieren, die in der örtlichen Umgebung üblich sind.
Jährliche Veranstaltungen
Das Theaterfestival findet jeden Sommer auf dem Gelände des ehemaligen Freiluftkinos statt. Bei dem jährlich stattfindenden Festival kommen Schauspieler, Theatergruppen und Produktionen aus Extremadura zusammen. In Ribera del Fresno findet außerdem jährlich eine Romería am Pocito de San Juan statt.
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