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Cúllar: Geschichte, Brunnen und Geopark-Landschaft

Unterkünfte in Cúllar

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ein markanter historischer Anhaltspunkt in Cúllar ist die Torre Alabí, die auch Torre del Alabí oder Torre del Cerro de la Ermita heißt. Sie wurde im 11. Jahrhundert errichtet und war Teil einer ehemaligen muslimischen Alquería.

File:Cúllar, cantera de extracción de Yeso.jpg File:Cúllar, cantera de extracción de Yeso.jpg Foto: Pepe Serrano via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Geschichte

Mit der Iglesia de Santa María de la Anunciación kommt ein zweites Bauwerk hinzu, das 1535 über einer früheren Moschee errichtet wurde. Als Renaissancebau besitzt sie drei Baukörper und einen Glockenturm. Damit stehen in Cúllar unterschiedliche historische Schichten nebeneinander: Die Torre Alabí führt in die mittelalterliche Vergangenheit, während die Kirche die spätere Baugeschichte des Ortes sichtbar macht.

Für den Zugang zum Inneren der Torre Alabí ist eine vorherige Terminvereinbarung mit dem Rathaus erforderlich. Der Außenbereich ist für Rollstuhlnutzer zugänglich, während das Innere nicht barrierefrei angepasst ist. Bei der Planung des Turmbesuchs bleibt die Trennung der Bereiche entscheidend: Außenbereich und Inneres sind nicht gleich zu behandeln. So lässt sich der Besuch nach dem gewünschten Schwerpunkt vorbereiten, ohne die unterschiedlichen Bedingungen des Bauwerks zu vermischen.

Brunnen und Ortsleben

Am Ortsausgang von Cúllar ist die Fuente de la Kaicuta durch ein Schild am Straßenrand ausgeschildert. Die Quelle versorgte die Einwohner von Cúllar historisch mit Trinkwasser. Zugleich dient die Fuente de la Kaicuta als lokaler Treffpunkt und Erholungsbereich. Als Brunnen mit sechs Ausläufen gilt sie als Bauwerk, das der muslimischen Epoche zugeschrieben wird.

Die Quelle ergänzt die historischen Bauwerke um einen Bezug zum früheren Alltag des Ortes. Ihre Funktion als Trinkwasserversorgung, die sechs Ausläufe und ihre heutige Rolle als Treffpunkt bilden dabei verschiedene Blickwinkel auf dasselbe Bauwerk. Kulturgeschichte und Ortsleben lassen sich dadurch getrennt betrachten, ohne dass der Brunnen auf seine Architektur reduziert wird.

Natur und Geologie

Die Route Cúllar Historical and Geological ist als PR-A 382 homologiert, führt durch Cúllar und ist von einer Wüstenlandschaft geprägt. Zu ihr gehört der Mirador Estelar de Cúllar, ein im granadinischen Hochland gelegener Aussichtspunkt, der für die Beobachtung des Nachthimmels ausgestattet ist. Außerdem stellt die Route die Sismitas de Cúllar vor: Sedimentschichten, die durch frühere Erdbeben deformiert und in den Gesteinsmaterialien des Geoparks von Granada erhalten sind.

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Die Route verbindet damit mehrere eigenständige Themen, ohne sie zu einer einzigen Sehenswürdigkeit zusammenzufassen. Die Wüstenlandschaft beschreibt den äußeren Charakter des Weges, der Mirador richtet den Blick auf den Nachthimmel und die Sismitas machen geologische Veränderungen ablesbar. Wüstenlandschaft, Nachthimmel und geologische Spuren bleiben dabei als eigenständige Themen erkennbar.

Die Sismitas de Cúllar bewahren außerdem Sedimente eines ehemaligen Sees, in denen mehrere Erdbeben fossilisiert sind. Dieser zusätzliche Zusammenhang macht die Gesteinsschichten nicht nur zu einer sichtbaren Spur früherer Erschütterungen, sondern ordnet sie auch in eine ältere Landschaftsgeschichte ein. Zusammen mit dem Geopark von Granada entsteht so ein naturkundlicher Schwerpunkt neben den historischen Bauwerken und dem Brunnen.

Weitere Orte: Gorafe, La Calahorra, Orce, Albolote, Los Tablones, Guájar-Fondón, Polopos und Montefrío.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.

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