Macael: Marmor, Geschichte und Weitblicke
Unterkünfte in Macael
Bei Macael beginnt die Ortsgeschichte mit dem Marmor: La Cantería del mármol de Macael ist als Bien de Interés Cultural in den Allgemeinen Katalog des andalusischen Kulturerbes eingetragen. Die Gewinnung und Bearbeitung des Marmors wird mindestens seit dem 9. Jahrhundert bis in die Gegenwart ununterbrochen betrieben; bereits in der römischen Zeit wurde hier Marmor abgebaut. Die Marmorsteinbrüche liegen sehr nahe am Ortszentrum und werden seit der Antike ausgebeutet. Vom Mirador de Cosentino reicht der sichere Blick auf Macaels ausgedehntesten Weißmarmorsteinbruch und auf die dortigen Abbauarbeiten mit Muldenkippern und Radladern.
Kultur und Marmorerbe
Das Centro de Interpretación del Mármol dient als Besucherempfangszentrum, touristische Informationsstelle und Vermittlungsort. Zum Angebot gehören eine Erfahrung im Marmorschnitzen und Aktivitäten mit Mosaiken. Außerdem bietet das Zentrum eine multisensorische 4D-Erfahrung mit virtueller Realität zum Prozess der Marmorgewinnung.
Auf der Plaza de Almería umfasst das Conjunto Monumental Marmoris marmorene Reproduktionen römischer Bauelemente und Skulpturen. Der Mortero de Mármol ist ein im Guinness-Buch der Rekorde eingetragenes touristisches Wahrzeichen und eine Würdigung der Marmorhandwerker von Macael. Der Bulevar-Paseo de las Esculturas ist ein Freilichtmuseum mit einer umfangreichen Sammlung weißer Marmorskulpturen verschiedener Autoren, die an den nationalen Marmorbildhauerpreisen von Macael teilgenommen haben.
Die Iglesia Santa María del Rosario bewahrt einen originalen Mudéjar-Turm von 1609, ein als BIC eingestuftes Bischofswappen aus dem 17. Jahrhundert sowie wertvolle Ausstattungsstücke aus dem 17. Jahrhundert. Auf der Plaza de la Constitución steht mit der Fuente de los Leones außerdem eine Replik des Löwenbrunnens der Alhambra.
Geschichte
Macael Viejo war eine historische Siedlung, die 1573 nach der Vertreibung der Morisken aufgegeben wurde. Zu den dort bewahrten Überresten gehören eine römische Villa, eine islamische Zisterne und ein mittelalterlicher Friedhof. Die historische Nachstellung „Canteros y Caciques en la lucha por el mármol“ lässt Macael im Mai in die Zeit von 1919 bis 1947 zurückkehren und zeigt typische Figuren dieser Epoche in einer entsprechend gestalteten Umgebung.
Landschaft und Wege
Vom Mirador de la Virgen del Rosario reicht der Panoramablick über Macael, die Steinbrüche, das Almanzora-Tal sowie die Sierras de los Filabres und de las Estancia. Der Sendero del Mármol verfügt über einen 450 Meter langen, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglichen Abschnitt, der einen Aussichtspunkt mit der historischen Cantera de los Hoyos del Tío Amador verbindet.
Bei einem Besuch der Steinbrüche von Macael werden der Mirador de Cosentino und der moderne Abbauprozess vorgestellt. Außerdem werden das historische Kommunikationssystem mit „caracolas“ und das traditionelle Behauen von Marmor, das „zoblar“, thematisiert und praktisch erfahrbar gemacht. Die unterschiedlichen Perspektiven – vom Panorama über den Steinbruch bis zur historischen Handarbeit – stehen dabei jeweils für einen eigenen Zugang zum Marmorerbe.
Weitere Ziele
Weitere Ziele: Guazamara, Caserío Santopétar, Felix, Fuente Amarga, Arboleas, Sorbas, Tabernas, Zurgena
Kulinarik
Zur traditionellen Küche von Macael gehören Migas, Weizen- und Kürbiseintöpfe sowie Kabeljau-Eintöpfe zur Karwoche. Bei den traditionellen Süßspeisen finden sich roscos fritos, hornazos de San Marcos und pan de aceite.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Almeria.