Liesek: Natur, Radroute und Kultur
Unterkünfte in Liesek
Der nördliche Teil des Katastergebiets von Liesek liegt im Landschaftsschutzgebiet Horná Orava. Das Katastergebiet von Liesek gehört zum Natura-2000-Gebiet Horná Orava. Damit reicht der räumliche Schutzbezug vom nördlichen Teil des Katastergebiets bis zum gesamten Katastergebiet, allerdings in zwei unterschiedlichen Schutzkategorien.
Diese Landschaftsangaben stehen neben den weiteren Themen, die Liesek auszeichnen: einer grenzüberschreitenden Radroute, ihrer winterlichen Nutzung und mehreren kulturellen Spuren im Ort. So entsteht kein einheitliches Ausflugsbild, sondern eine Verbindung aus Landschaft, Bewegung, Winter und Geschichte.
Radroute und Winter
Die Radroute von Trstená über Liesek und Suchá Hora nach Nowy Targ in Polen führt durch Liesek. Der Ort liegt damit an einer Strecke, die einen slowakischen Ausgangspunkt mit dem polnischen Ziel verbindet und Liesek in einen grenzüberschreitenden Verlauf einordnet.
Die Radroute verfügt über mehrere Rastplätze mit Bänken und Sitzgelegenheiten. Im Projekt Cesta okolo Tatier wurden am Radweg im Bereich von Liesek außerdem Schutzplanken angebracht. Rastplätze und Schutzplanken gehören damit zu den sichtbaren Ausstattungsmerkmalen des Weges, während der Verlauf die Verbindung zwischen Trstená, Liesek, Suchá Hora und Nowy Targ beschreibt.
Die durch Liesek führende Radroute wird im Winter zum Skilanglauf genutzt. Radfahren und Skilanglauf stehen hier für zwei saisonal unterschiedliche Nutzungen derselben Route: Die Streckenführung bleibt als Ortsbezug erhalten, während sich die sportliche Aktivität mit der Jahreszeit verändert. Wer Liesek zu unterschiedlichen Zeiten betrachtet, findet in dieser Verbindung einen klaren Gegensatz zwischen sommerlicher Radroute und winterlichem Langlauf.
Kultur und Geschichte
Das Folkloreensemble FS Skorušina wurde im Dezember 1988 in Liesek gegründet. Es ist auf die Goralenfolklore aus Hladovka und Suchá Hora spezialisiert. Im Programm traten FS Skorušina und FS Oravský Spiežovec auf und präsentierten Volkstänze und Volkslieder. Gründungsort, Spezialisierung und Bühnenprogramm verbinden Liesek dabei mit einer konkret benannten regionalen Folkloretradition.
Eine weitere kulturelle Spur ist die Ausstellung „Pohľad do minulosti Liesku“, die 2016 eröffnet wurde. Zusammen mit den Volkstänzen und Volksliedern zeigt sie zwei unterschiedliche Formen kultureller Vermittlung: eine Ausstellung mit historischem Blick und ein Programm, das über Musik und Tanz arbeitet.
Die Kirche Kostol sv. Michala archanjela wurde in den Jahren 1996 bis 1998 erweitert. Sie verbindet barocke Elemente mit dem modernen Funktionalismus. Die ursprünglichen Seitenaltäre der Kirche stammten ebenfalls aus Červený Kláštor. An diesem Bauwerk treffen somit ein dokumentierter Erweiterungszeitraum, zwei Stilrichtungen und die Herkunft der Seitenaltäre aus einem anderen Ort zusammen.
Liesek verbindet dadurch geschützte Landschaftsräume mit einer Radroute, die im Winter zum Skilanglauf genutzt wird, und mit Kulturangeboten, die von Goralenfolklore bis zur Ortsgeschichte reichen.
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