Ferienwohnung in Hostišovce – Naturwege und evangelische Baukultur
Unterkünfte in Hostišovce
Das Katastergebiet von Hostišovce ist Teil des Schutzgebiets Drienčanský kras (SKUEV2366), das 1.281,92 Hektar umfasst und der Schutzstufe 2 unterliegt. Damit beginnt die Ortsgeschichte nicht nur im bebauten Raum, sondern ebenso in einer abwechslungsreichen Landschaft, deren Natur- und Kulturspuren eng nebeneinanderliegen.
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Foto: Ladislav Luppa via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Natur und Wege
Das Gebiet von Hostišovce ist überwiegend hügelig und teilweise bewaldet. Es liegt zwischen den Tälern des Westlichen Turiec und der Blh; im Osten reicht es in die Reliktlandschaft einer Hochfläche hinein und besteht aus Andesiten. Der Drienčanský kras erstreckt sich zwischen Drienčany, Hrušovo, Striežovce, Španie Pole, Hostišovce und Budikovany. In diesem Zusammenhang gehört auch der Lehrpfad Drienčanský kras zum Ortsbild: Er ist 7.540 Meter lang und führt durch leichtes Gelände.
In der näheren Umgebung von Hostišovce stehen mehr als zehn miteinander verbundene Radwege mit einer Gesamtlänge von 98 Kilometern zur Verfügung. Einen kleinen Informationspunkt bildet der neue hölzerne Pavillon neben dem Gemeindeamt von Hostišovce, der mit Sitzgelegenheiten ausgestattet ist. Die Informationstafeln am Pavillon stellen Hostišovce, regionale Kulturdenkmäler und sehenswerte Orte vor, die durch die örtlichen Radwege miteinander verbunden sind.
Geschichte und Traditionen
Hostišovce wurde erstmals 1333 unter dem Namen Gesztus erwähnt. 1528 wurde Hostišovce von den Türken zerstört. Erhalten sind gemauerte Häuser aus dem 19. Jahrhundert, die durch einen entlang des Hauses vorspringenden, von einer Säulenreihe getragenen Laubengang geprägt sind. Ein einzelnes Wohnhaus in Hostišovce 001-02 besitzt unter dem Dachüberstand einen von einer Säulenreihe getragenen Gánok-Laubengang.
Auch handwerkliche Tätigkeiten sind mit Hostišovce verbunden. Hier gab es eine lokale Tradition der Wachsverarbeitung, bei der Wachs aus Bienenwaben gepresst wurde. Daneben bestand eine häusliche Holzverarbeitung, die sich insbesondere auf Spindeln und Pflüge konzentrierte. Diese Erzeugnisse wurden auch in weiter entfernten Gebieten im Hausierhandel verkauft. Noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts webten die Einwohner von Hostišovce Leinwand und gemusterte Gewebe.
Die historische Obstbautradition von Hostišovce umfasste außerdem das Brennen von Pflaumen- und Kirschbranntwein aus überschüssigem Obst. Laut der Gemeindegeschichte ist die von einem Unternehmer aus Hnúšťa erworbene innere Ausstattung noch heute in Betrieb.
Evangelische Baukultur
Der evangelische Glockenturm von Hostišovce ist ein gemauerter Bau vom Beginn des 19. Jahrhunderts. Er ist als klassizistischer Turm gestaltet und für die Region Gemer charakteristisch. Die evangelische Kirche von Hostišovce wurde 1793 als turmloser Toleranzkirchenbau errichtet.
Zu ihrer Ausstattung gehören eine reich ornamentierte hölzerne protestantische Empore an drei Seiten des Kirchenschiffs mit spätbarocker Ornamentik aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, eine Orgel mit Rokokoornamentik aus den Jahren 1760 bis 1780 sowie ein spätbarocker Altar aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Altar besitzt ein zentrales Bild und seitliche Skulpturen der Apostel Petrus und Paulus in einer Säulenarchitektur.
Weitere Zeugnisse der örtlichen Bauweise sind das Volkswohnhaus Hostišovce 44, ein Stein- und Ziegelbau aus dem Jahr 1771, sowie das steinerne Volkswohnhaus in „Roľnícky dvor Hostišovce 38“. Dieses ebenerdige Gebäude aus dem Jahr 1875 besitzt einen Keller, einen dreiteiligen Grundriss und einen rechteckigen Grundriss.
Weitere Orte
Hostice, Drňa, Gemerský Jablonec, Rimavská Baňa, Žíp, Vieska Nad Blhom, Sútor, Radnovce
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