Ieud entdecken: Holzkirchen, Museum und jüdischer Friedhof
Unterkünfte in Ieud
In Ieud steht die Biserica din Deal auf einem felsigen Hang am Bach Ieudișor auf dem Dorffriedhof.
File:Bucuresti, Romania, Muzeul National al Satului; B-II-a-A-18994 (Casa in comuna Ieud-Maramures).JPG
Foto: Britchi Mirela via Source, CC BY-SA 3.0 ro
Kultur
Zum Ensemble der Biserica Ieud-Deal gehört eine Zugangstreppe zum Turm, die aus einem einzigen Stück Holz gefertigt ist. Ebenfalls zu diesem Ensemble zählt ein Kreuzweg mit 14 kleinen gemauerten Stationen. Dendrochronologische Untersuchungen datieren den Bau der Biserica de lemn „Naşterea Maicii Domnului” din Ieud Deal in die erste Dekade des 17. Jahrhunderts. Die Datierung umfasst den Zeitraum von 1611 bis 1621.
In der Biserica din Șes befindet sich eine wertvolle Sammlung von Hinterglasikonen aus Nicula und weiteren Zentren der Ikonenmalerei in Siebenbürgen.
Die Mănăstirea Ieud ist die zweite Holzkirche in Ieud. Sie trägt auch die Namen Kirche in der Ebene und Tal-Kirche. Errichtet wurde sie 1717 nach dem letzten Tatareneinfall. Aufgrund ihrer spirituellen, architektonischen und kulturellen Werte ist sie als historisches Denkmal ausgewiesen.
Das Muzeul Satului din Ieud ist in einer ehemaligen bäuerlichen Hofstelle aus dem Jahr 1890 untergebracht. Zu den Beständen gehören traditionelle Kleidungsstücke, während die Sammlung außerdem Werkzeuge umfasst, die für diese Gegend typisch sind. Der Zugang zum Museum erfolgt durch ein monumentales Eichentor, dessen Dach aus Tannenschindeln besteht. Das Tor ist mit geschnitzten Seil- und geometrischen Motiven verziert.
Auf den Grabsteinen des jüdischen Friedhofs gehören der Löwe, der Vogel, der Greif und die Menora zu den häufigsten ornamentalen Motiven. Daneben zählen der Lebensbaum, die segnenden Hände und die Tora zu dieser Motivgruppe. Die Grabsteine sind durch ihre Form und Größe sowie durch das Zusammenspiel von Inschrift und Ornamentik bemerkenswert.
Die kulturelle Veranstaltung trägt den Namen „Întâlnirea cu Fiii satului“. In der Comuna Ieud findet sie jährlich am ersten Sonntag nach dem 15. August statt. Der Veranstaltungstermin ist damit an die Kalenderregel des ersten Sonntags nach dem 15. August gebunden und nicht an einen jährlich unveränderten Monatstag.
Die traditionelle Werkstatt befindet sich am Ortsrand vor der neuen Holzkirche, an einer schmalen Straße jenseits des Wassers.
Geschichte
Das „Manuscrisul de la Ieud“ wurde 1921 im Dachboden der alten Kirche entdeckt. Der „Codicele de la Ieud“ gilt als ältestes rumänisches religiöses Buch. Seine Datierung lautet auf das Jahr 1391. In Ieud befand sich die erste rumänische Schule in Maramureș.
Geografische Einordnung
Eine Rundfahrt durch das historische Maramureș führt von Baia Mare über Ieud, Botiza und Poienile Izei.
Für einen Aufenthalt in Ieud kann eine Ferienwohnung in die persönliche Reiseplanung einbezogen werden. Die Dauer des Aufenthalts und die Reihenfolge eigener Unternehmungen bleiben dabei den individuellen zeitlichen Vorstellungen überlassen.
Weitere Ziele
Weitere Ziele: Târgu Lăpuș, Ruscova, Coruia, Mittelstadt, Petrova, Hoteni, Săpânța, Moisei.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maramureş.