Comandău zwischen Waldeisenbahn und Berglandschaft
Unterkünfte in Comandău
Zum historischen Bild von Comandău gehört der Planul Înclinat. Die Anlage wurde 1890 als vollständig ökologische, durch die Schwerkraft betriebene Anlage eingeweiht. Sie ist 1.236 Meter lang und weist einen Höhenunterschied von 327 Metern auf. An diesem Bauwerk verbinden sich eine besondere Antriebsweise, präzise Maße und ein klar datiertes Kapitel der Industriegeschichte.
Landschaft
Comandău liegt am Bach Bâsca Mare, einem Nebenfluss des Buzău. Die Region ist von Laub- und Tannenwäldern geprägt. Das Tal des Bachs Nagy-Baszka bei Comandău ist malerisch und von Bergen umgeben. Die Torfmoore bei Comandău gelten als eine Rarität der Natur. Wasserläufe, bewaldete Flächen, Bergkulissen und Moore liegen damit als unterschiedliche Landschaftselemente im Ortsbezug.
Wege und Winter
Die Route von Comandău zum Vârful Lăcăuți verläuft zunächst 1,9 Kilometer entlang der Waldeisenbahn und überquert anschließend das Flussbett der Bâsca Mare. Ihr Verlauf ist dadurch klar gegliedert: Auf den Abschnitt an der Bahn folgt der Übergang über das Flussbett. Nach Comandău führt durch das Valea Zânelor ein gut befahrbarer Forstweg. Auf dem Berg Laur bei Comandău gibt es außerdem eine Skipiste.
Industriegeschichte
Die schmalspurige Waldeisenbahn Covasna–Comandău wurde 1892 an den Bahnhof Covasna angeschlossen. Sie hatte eine Spurweite von 760 Millimetern und transportierte früher Holz aus dem Gebiet von Comandău nach Covasna. Die heute erhaltenen Abschnitte der Waldeisenbahn zwischen Comandău und Valea Zânelor werden touristisch genutzt. So stehen neben der historischen Streckenführung auch erhaltene Teile der Bahn im heutigen Ortsbild.
Auf dem Berg Sisak sind die Reste einer Standseilbahn sichtbar; sie gelten als Zeugnis der Industriegeschichte. In der Umgebung von Comandău sind außerdem Reste einer ehemaligen, für den Transport von Baumstämmen errichteten Eisenbahn sichtbar. Beide Spuren verweisen auf technische Anlagen, deren ursprüngliche Nutzung mit dem Holztransport und der industriellen Vergangenheit verbunden war.
Weitere Orte: Ilieni, Covasna, Baraolt, Moacşa, Micfalău, Ozun, Bățanii Mici und Întorsura Buzăului.
Kultur und Ortsgeschichte
Das Micul Castel wurde 1890 als Wohnhaus für den Direktor des Zentrums errichtet und ist ein historisches Denkmal. Seit Dezember 2006 beherbergt es das Dorfmuseum von Comandău mit Ausstellungen zur Ortsgeschichte und zu den Naturwissenschaften. In einem Gebäude treffen damit die frühere Wohnfunktion und die heutige museale Nutzung zusammen.
An der Wand des ehemaligen Büros erinnert eine Gedenktafel an den Arbeiterstreik von 1936 in Comandău. In der ehemaligen Grenzsiedlung Comandău sind noch Reste eines früheren Zollamts sichtbar. Im Zentralpark von Comandău stehen zwei Denkmäler: eines für die Helden der Revolution von 1848–1849 und eines für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die historischen Spuren reichen damit von Arbeits- und Grenzgeschichte bis zu den politischen Umbrüchen des 19. und 20. Jahrhunderts.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Covasna.