Schitu Golești – historische Kirche, römisches Kastell und Landschaft
Unterkünfte in Schitu Golești
Kultur
Das Ensemble Schitul Golești in Valea Pechii ist ein nationales historisches Denkmal. Es umfasst die Kirche „Sf. Trei Ierarhi“, Mönchszellen, einen Glockenturm und eine Umfassungsmauer. Damit gehören sakraler Bau, klösterliche Räume und die bauliche Einfassung zu derselben historischen Anlage.
Der Bau der Kirche „Sf. Trei Ierarhi“ in Schitu Golești begann 1670 und wurde 1676 abgeschlossen. Im Jahr 1802 wurde die Kirche zu einer Pfarrkirche und trägt dieses Patrozinium. In ihren Apsiden sind Fragmente der ursprünglichen Fresken erhalten. Die Baugeschichte reicht somit vom 17. Jahrhundert bis zu ihrer späteren Nutzung als Pfarrkirche.
Zum kirchlichen Bestand der Kirche gehören das Evangelium, 12 Mineie und im 17. Jahrhundert auf Holz gemalte Ikonen. Diese erhaltenen Bestandteile ergänzen die Angaben zur Architektur und zur Geschichte der Kirche um überlieferte religiöse Bücher und Bildwerke.
Geschichte
Die Ausstellung im römischen Kastell Jidava umfasst Keramik sowie beschriftete Ziegel- und Dachziegelfragmente. Amphoren und Mosaikstücke sind ebenfalls Teil der Ausstellung. Außerdem umfasst sie Wasserleitungen, Waffen und Zubehör der militärischen Ausrüstung. Die Exponate reichen damit von Gefäßen und Bauresten bis zu Leitungen und militärischen Gegenständen.
Auf dem Gelände des römischen Kastells Jidava sind unter anderem die Principia, das Praetorium und das Horreum restauriert. Das Kastell wurde zwischen 190 und 211 n. Chr. errichtet. Seine Errichtung erfolgte während der Regierungszeiten der Kaiser Commodus und Septimius Severus. Zwischen 244 und 245 n. wurde es durch den Einfall der Karpen zerstört. Die restaurierten Gebäudeteile stehen damit im Zusammenhang mit einer Anlage, deren Bau- und Zerstörungszeitraum über mehrere Jahrzehnte des 2. und 3. Jahrhunderts reicht.
Landschaft
Die Gemeinde Schitu Golești liegt an der Nationalstraße DN 73 zwischen Pitești und Brașov. Von Câmpulung liegt sie 7 Kilometer südlich. Diese Lage verbindet die Gemeinde mit der Straße zwischen den beiden Städten und ordnet sie zugleich dem näheren Umfeld von Câmpulung zu.
Hohe Hügel prägen die Gemeinde, deren Kämme ausgedehnt und kantig ausgebildet sind. Die Flächen sind terrassenförmig gegliedert. Zum Gelände gehören schmale, wenig erodierte Wasserscheiden. Steile Hänge sind von ausgeprägten Erosionsprozessen gekennzeichnet. So wechseln innerhalb der Gemeinde ausgedehnte Kämme, gegliederte Flächen, schmale Wasserscheiden und steile Hänge miteinander ab.
Entlang des Râul Târgului verlaufen ebene Terrassen und schmale Auen. Diese Auen sind 200 bis 300 Meter breit. Der Fluss nimmt das Wasser aus den Seitentälern auf.
Die örtlichen Hügel haben glatte, parallel verlaufende Kämme, die von Tälern getrennt sind und als muscele bezeichnet werden. Die Terrassen sind von Weiden und Obstgärten bedeckt. Neben den markanten Kämmen gehören somit auch die von Tälern getrennten muscele sowie die landwirtschaftlich geprägten Terrassen zum Landschaftsbild.
Für die weitere Orientierung finden Sie außerdem Băiculeşti, Dragoslavele, Godeni, Bradu, Valea Mare-Bratia, Coteneşti, Bălilești und Podu Dâmboviței.
Erinnerung
Das Kriegerdenkmal von Schitu Golești wurde 1932 errichtet. Seine Inschriften gedenken örtlicher Kriegstoter des Ersten Weltkriegs und nennen außerdem Menschen, die im Dienst der Lignitmine starben. Das Denkmal verbindet damit das Gedenken an die Kriegstoten mit der Erinnerung an die im Bergbau Verstorbenen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Argeş.