Câlnic: Festung und Kirche in der Hügellandschaft
Unterkünfte in Câlnic
Die Festung von Câlnic gehört zum UNESCO-Welterbe. Als ländliche Festung gilt sie als das am besten erhaltene Beispiel einer Befestigung, die aus befestigten Adelssitzen hervorging und von sächsischen Gemeinden übernommen wurde. Die Anlage bewahrt außerdem eine der letzten Grevenresidenzen in Siebenbürgen.
Kultur
Um 1270 wurde die Festung errichtet; zu ihr gehörten ein Donjon, eine Wehrmauer und ein wassergefüllter Graben. Der Zugang war nur über eine Zugbrücke möglich. Die heutige Festung besteht aus zwei konzentrisch angeordneten ovalen Ringmauern, die durch zwei Türme und eine Bastion verstärkt werden.
Ein Turm der Festung ist auch unter den Namen „Turnul slăninii“ und „Fleischerturm“ bekannt. Ein Turm der Festung trägt wegen seiner vier Glocken den Namen „Turnul clopotelor“, rumänisch für Glockenturm. Damit steht neben dem „Turnul slăninii“ beziehungsweise „Fleischerturm“ eine zweite eigenständige Turmbezeichnung im Festungsensemble.
Die Kapelle innerhalb der Festung besitzt ein gotisches Westportal sowie eine auf 1733 datierte Holzempore mit floral bemalten Paneelen. Sie bewahrt außerdem Fragmente eines Freskos aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Die heutige Bausubstanz der evangelischen Kirche von Câlnic stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert umfassend verändert, wodurch ihr heutiges neugotisches Erscheinungsbild entstand. Archäologische Untersuchungen fanden in der heutigen Kirche eine kleine ältere Saalkirche, deren Bau vermutlich um 1100 begonnen wurde.
Die mittelalterliche Kirche bewahrt einen gotischen Chor sowie eine Westfassade mit zwei westlichen Türmen. In ihr wurde ein um 1300 datierter Grabstein des Nicolaus gefunden, den der Archäologe als einzigartiges epigrafisches Stück in Rumänien bezeichnete. Zur denkmalgeschützten Kirche gehört ein um 1780 in Sighișoara gefertigtes, bemaltes Chorgestühl.
Auf der Westempore der evangelischen Kirche steht eine Orgel aus dem Jahr 1867, die von Carl Hesse aus Wien gebaut wurde. Für die evangelische Kirche von Câlnic ist online ein virtueller Rundgang verfügbar.
Landschaft
Câlnic liegt im westlichen Teil der Apold-Senke in einer hügeligen Landschaft, die vom Câlnic-Bach, einem Nebenfluss des Secaș, durchquert wird. Câlnic liegt außerdem im Sebeș-Apold-Depressionskorridor in einer Hügellandschaft mit Höhenlagen zwischen 300 und 600 Metern.
Die Straßenanbindung von Câlnic umfasst die DJ 106F in Richtung Gârbova und die DC 49 in Richtung Deal.
Unterwegs
Bei einer kulturellen Fahrradtour durch historische Städte und sächsische Dörfer ist die evangelische Kirche von Câlnic als Zielpunkt vorgesehen. Die 129 Kilometer lange Route III führt von Câlnic über Gârbova, Miercurea Sibiului, Săliște, Cristian, Sibiu, Cisnădie und Cisnădioara zurück nach Câlnic.
In Câlnic wurde am 1. Februar die Traditionsveranstaltung „Datina străbună pe Secașe“ in ihrer 32. Ausgabe präsentiert.
Weitere Orte
Weitere Orte im selben übergeordneten Umfeld sind Sebeş, Ocna Mureș, Gârbova, Albac, Șugag, Ponor, Rimetea und Scărișoara.
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