Miland an der Måna: Pilgerweg und Eisenbahngeschichte
Unterkünfte in Miland
Miland liegt im Vestfjorddalen am Nordufer der Måna, zwei Kilometer oberhalb der Mündung des Flusses in den Tinnsjå. Fluss, Landwirtschaft und Verkehrsgeschichte prägen die unterschiedlichen Themen, über die sich der Ort erschließen lässt. Für Ihre Wahl einer Ferienwohnung bietet das eine klare Orientierung nach Interesse: Möchten Sie sich mit der Landschaft und historischen Höfen beschäftigen, einer Pilgeretappe folgen oder mehr über die frühere Rjukanbahn erfahren? Miland verbindet diese Ortsgeschichten mit einer konkreten Lage am Fluss.
Brücke und Rjukanbahn
Die Miland-Brücke wurde 1909 erbaut, ist 41,4 Meter lang und als genietete Stahlfachwerkbrücke ausgeführt. Sie führt über die Måna. Wer sich für Bauwerke interessiert, findet hier einen präzisen Einblick in die Konstruktion: Die Brücke ist ein Stahlfachwerk, dessen Bauteile durch Nieten verbunden sind. Baujahr und Maße geben dem Bauwerk eine eigene Geschichte innerhalb der Ortsgeschichte, während der Fluss seine geografische Lage bestimmt.
Auch die Rjukanbahn gehört zu Milands Vergangenheit. Der Ort hatte an der Bahn einen Bahnhof; der Personenverkehr wurde 1970 eingestellt. Die Eisenbahnhaltestelle in Miland besaß ein von dem Architekten Thvorld Astrup entworfenes Gebäude. Das frühere Haltestellengebäude wurde 1989 abgerissen. Damit ist die Bahn heute ein historisches Thema des Ortes, nicht ein aktueller Ankunftsweg. Wer sich für Verkehrsgeschichte interessiert, kann die frühere Haltestelle und die Brücke als unterschiedliche Aspekte der örtlichen Baugeschichte einordnen.
Wind und landwirtschaftliche Spuren
Ein Vorfall auf der Bahnstrecke im Jahr 1926 zeigt, welche Rolle heftige Windböen bei Miland spielten: Sie bliesen Wagen aus dem Gleis. Danach wurde dort eine etwa zwei Meter hohe und rund 350 Meter lange Windmauer errichtet. Die Maße und der Anlass machen diese Schutzmaßnahme zu einem besonders anschaulichen Teil der Eisenbahngeschichte. Sie erzählt von einer konkreten Herausforderung des Bahnverkehrs.
Miland lässt sich ebenso über seine landwirtschaftliche Vergangenheit betrachten. Funde von Kulturschichten in Miland zeigen, dass hier bereits früher Landwirtschaft betrieben wurde. Zum Hof Miland søndre heißt es, er befinde sich seit 1591 im Besitz der heutigen Familie.
Eine landschaftliche Perspektive bietet die Bergshaugsvegen. Sie ist 2,1 Kilometer lang und führt von der Milandvegen durch landwirtschaftlich geprägte Landschaft und Wald zum Hof Berge. Wer bei der Ortswahl besonders an Landschaft und Landwirtschaft interessiert ist, kann diesen beschriebenen Verlauf als eigenen Bezugspunkt betrachten. Die Abfolge von Feldern beziehungsweise landwirtschaftlich geprägter Umgebung und Wald unterscheidet dieses Thema von den Bauwerken an Fluss und Bahn.
Miland auf einer Pilgeretappe
Auf der Etappe des Pilgerwegs von der Kirche in Mæl zur Kirche in Dal wird Miland nach 2,5 Kilometern erreicht. Ab der Schule in Miland führt der Weg über einen Fußweg zur Hauptstraße und anschließend über die Måna. So ist Miland auch für Reisende interessant, die einen Ort im Zusammenhang mit einer Wegstrecke und einer Flussquerung kennenlernen möchten. Die Angabe von 2,5 Kilometern bezieht sich auf das Erreichen Milands auf dieser Etappe, nicht auf die Länge des gesamten Pilgerwegs.
Ob Ihre Reiseplanung eher von Bauwerken, landwirtschaftlicher Geschichte oder dem Pilgerweg ausgeht: Miland bietet dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte, die sich bei der Wahl des Reiseziels berücksichtigen lassen. Weitere Ortsseiten: Hovin I Telemark, Austbygdi, Rjukan, Tinn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tinn.