Garda am Gardasee: Wege, Wasser und Geschichte
Unterkünfte in Garda
Garda zeigt am Gardasee eine ungewöhnliche Verbindung aus Uferlandschaft, Wegen, Wasseraktivitäten und Kultur. Die örtlichen Beispiele unterscheiden sich dabei in Untergrund, Anspruch und Thema.
Seeufer und Wege mit unterschiedlichen Rhythmen
Der Strand Al Corno ist ein von weißen Kieselsteinen geprägter Uferabschnitt im Grünen des Golfs von Garda. Er erstreckt sich über vier Kilometer bis Punta San Vigilio. Ein 700 Meter langer, durch Bojen markierter Abschnitt dient dem Freiwasserschwimmen und -training. Vom Hafen von Garda ist der Strand in zehn Minuten zu Fuß erreichbar.
Der Spazierweg von Garda nach Punta San Vigilio führt am Strand Al Corno entlang. Auf den ersten zwei Kilometern ist der Untergrund befestigt, danach besteht er aus Kieselsteinen. Anders angelegt ist der Spazierweg zwischen Garda und Bardolino: Er verläuft entlang der stillgelegten Bahnstrecke Garda–Caprino und ist ein leichter, ebener Rundweg von fünf Kilometern mit Seeblick. Das Gebiet von Garda und Costermano sul Garda bietet außerdem Spazierwege sowie anspruchsvollere Wander- und Radstrecken auf bewaldeten Wegen mit Panoramablicken.
Ferienwohnung in Garda: Wasser und Anbindung
Auch auf dem See gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die Garda-Sektion der Lega Navale Italiana bietet auf dem Gardasee Segelkurse und Segelaktivitäten mit Optimisten, Jollen und Kajütbooten an. Am Strand Al Corno können Sie zu eigenständigen SUP-Ausflügen starten oder sich von einer SUP-Schule beraten und anleiten lassen.
Für die Wahl einer Ferienwohnung in Garda ist auch die Verbindung vom Ort aus ein nachvollziehbarer Planungsfaktor. Der Linienbusdienst verbindet Garda mit den wichtigsten Orten am Gardasee, mit Verona, dem Valpolicella-Gebiet und dem Monte Baldo sowie mit den Bahnhöfen von Peschiera del Garda und Verona und dem Flughafen Verona. Vom Hafen von Garda verbinden Boote des Betreibers Navigazione Laghi Garda mit wichtigen Orten am See, darunter Lazise, Peschiera del Garda, Desenzano, Salò, Gardone Riviera, Limone sul Garda, Riva del Garda und Malcesine.
Felszeichnungen, Kirchen und historische Wege
In der Gemeinde Garda gibt es mehr als 250 Felsen mit über 3.000 Felszeichnungen aus der Zeit vom 13. bis zum 7. Jahrhundert v. Chr. Die Rocca Vecchia weist Spuren aus dem Paläolithikum, Reste mittelalterlicher Befestigungsmauern sowie Schützengräben aus den beiden Weltkriegen auf. Damit reicht die zeitliche Spannweite der Eindrücke von sehr frühen menschlichen Spuren bis in die jüngere Geschichte.
Die Pfarrkirche Santa Maria Maggiore hat frühchristliche Ursprünge, die möglicherweise bis in die Langobardenzeit zurückreichen. Ihr Kreuzgang wurde im 15. Jahrhundert errichtet. In einer Kirche befindet sich außerdem ein Gemälde von Paolo Farinati aus dem 16. Jahrhundert, das das Martyrium des heiligen Stephanus darstellt.
Ein weiterer Weg führt zum Eremo dei Camaldolesi durch Wiesen und Wälder. Im letzten Abschnitt verläuft er an Olivenhainen und Weinbergen entlang, bevor er den zum Eremitenkloster führenden Pfad erreicht. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde 1663 gegründet.
Fischerei und lokale Tradition
Die Sagra di San Bernardo findet jedes Jahr drei Tage lang um den 20. August statt. Die Fischerei ist in Garda eine alte Tradition, die Natur, Landschaft, die örtliche Bevölkerung und ihre Geschichten miteinander verbindet. Im Obergeschoss des Museums werden historische Fischereigeräte und große Fischernetze gezeigt, die Ende des 19. Jahrhunderts zum Fang von Forellen und lokalen, besonders wertvollen Carpioni dienten.
Für weitere Ortsvergleiche können Sie auch Palù Dei Mori, Dossobuono, Vigasio, Dolcé, Lugagnano, Moschina, Nassar und Sommacampagna ansehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verona.