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Ferienwohnung in Boccheggiano: Bergbau, Geschichte und Kastanien

Unterkünfte in Boccheggiano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Boccheggiano verbindet Bergbaugeschichte, mittelalterliche Spuren und ländliche Traditionen zu einem eigenständigen Ortsbild. Zur Bergbaugeschichte von Boccheggiano gehört die Gewinnung von Pyrit, die nach der Aufgabe des Kupferbergbaus begann. Von Boccheggiano aus bietet sich außerdem ein Blick auf die Colline Metallifere und die umliegenden Wälder.

File:Boccheggiano dal Poggio di Montieri.jpg File:Boccheggiano dal Poggio di Montieri.jpg Foto: Stef72 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bergbaugeschichte und Wege ehemaliger Bergleute

Die Miniera di Campiano war eine der Pyritminen in Boccheggiano und wurde 1994 geschlossen. Eine frühere Initiative, Asd Wild Trail, entstand in Boccheggiano, um Mountainbike-Ausflüge auf Wegen zu fördern, die einst von Bergleuten genutzt wurden. Die Initiative knüpfte dadurch an Wege an, deren frühere Nutzung durch Bergleute Teil ihrer Geschichte ist. Damit treffen in Boccheggiano industrielle Vergangenheit und ein historischer Bezug zur Bewegung durch die Landschaft aufeinander.

Le Roste: Geosit und rote Badlands

Le Roste ist ein Geosit, der durch die relativ junge Verarbeitung minderwertigen Kupfererzes mit weniger als 4 % Kupfersulfaten entstanden ist. Als rote Badlands sind Le Roste am Fluss Merse nahe der Brücke zwischen Montieri und Boccheggiano zu sehen. Die rote Oberfläche und die Bezeichnung als Badlands stehen dabei neben dem geologischen Hinweis auf die Erzverarbeitung. Der Zugang zu Le Roste ist verboten; der Ort kann nur im Rahmen einer vom Comune di Montieri in Zusammenarbeit mit dem Parco delle Colline Metallifere organisierten Führung betreten werden. Wer Le Roste einbeziehen möchte, muss die Führung als festen Rahmen einplanen.

Mittelalterlicher Ortskern und Befestigungen

Der historische Ortskern von Boccheggiano weist mittelalterliche Gassen sowie die Überreste einer antiken Burg und von Verteidigungsmauern auf. Von den historischen Befestigungsanlagen sind noch die Überreste von zwei Türmen sichtbar. Auch die Porta della Torricella ist als eines der historischen Stadttore von Boccheggiano noch sichtbar. Die Porta della Torricella ergänzt die sichtbaren Turmreste um ein konkretes Bauteil der früheren Befestigung.

Chiesa di San Sebastiano

Der ursprüngliche Bau der Chiesa di San Sebastiano stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Fassade bewahrt am Travertinportal das Wappen der Salimbeni. In der Kirche befindet sich eine 1650 von dem florentinischen Bildhauer Bartolomeo Cennini geschaffene barocke Marmorstatue des heiligen Sebastian. Für Kulturinteressierte ergänzen sich dabei Ortskern, Kirche und Bergbaugeschichte in Boccheggiano.

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Kastanientradition in der Umgebung

Die traditionelle Trocknung von Kastanien in alten „seccatoi“ wird in der Umgebung von Boccheggiano weiterhin praktiziert. Traditionelle Kastanientrockenschuppen sind zweigeschossige, quadratische oder rechteckige Gebäude aus lokalem Stein oder Ziegeln; im unteren Geschoss wird der Trockenprozess durch ein Feuer beheizt. Die Bauform gehört somit zum Prozess: Feuer, zwei Geschosse und lokale Materialien prägen die seccatoi in der Umgebung. Kastanienmehl wird für Kuchen, Kekse, Brot, Liköre und weitere Produkte verwendet. Die Kastanientradition verbindet daher Lebensmittel und traditionelle Bauweise.

Für die weitere Reiseplanung können Sie außerdem Travale und Gerfalco ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Montieri.

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