Baratili San Pietro: Vernaccia, Geschichte und Ferienwohnungen
Unterkünfte in Baratili San Pietro
Baratili San Pietro verbindet Vernaccia-Kultur, Ortsgeschichte und sakrale Architektur. Für Besucher ergibt sich daraus eine vielseitige Auswahl: Weintradition, historische Gebäude, eine kulturelle Dokumentationsstelle und Spuren früher Besiedlung.
Vernaccia und Weinbaugeschichte
Die Vernaccia-Rebe gilt als autochthone Rebsorte, die ursprünglich aus diesem Gebiet stammt. Baratili San Pietro gehört zum Anbaugebiet der Vernaccia di Oristano DOC.
Im Jahr 1953 beherbergte die Cantina Madau die Vernaccia-Produktion aller Mitglieder der Genossenschaft, weil deren geplante Cantina Sociale della Vernaccia di Oristano noch keine geeigneten Räumlichkeiten hatte. Die Produktion betraf damit die gesamte Genossenschaft und nicht nur einen einzelnen Erzeuger.
Kellereigeschichte und Verkostungen
Die Cantina Madau war fast das gesamte 20. Jahrhundert über die Kellerei von Pietro Madau, einem Erzeuger von Vernaccia di Baratili San Pietro. Der lange Zeitraum und der namentlich verbundene Erzeuger geben diesem Kapitel einen klaren historischen Rahmen.
Das Jahr 1968 markierte die letzte Vinifizierung von Silvio Carta am historischen Standort in der Via Dante in Baratili San Pietro. Silvio Carta bietet in seiner historischen Kellerei in Baratili San Pietro eigene Besichtigungen und geführte Verkostungen an. Die Jahreszahlen 1953 und 1968 markieren dabei unterschiedliche Vorgänge der örtlichen Weinbaugeschichte: gemeinschaftliche Produktion und letzte Vinifizierung.
Kultur, Architektur und lange Ortsgeschichte
Das Centro Culturale Domu De Sypoy dient als Dokumentationszentrum für die nuraghische Fundstätte SYPOY.
Die Cantinetta della Vernaccia ist als touristische Informationsstelle ausgewiesen. Ihr Gebäude war bis in die 1960er-Jahre das kommunale Waschhaus.
Die Pfarrkirche San Pietro hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und einen Glockenturm mit einer zwiebelförmigen Kuppel. Kreuzgrundriss und Kuppel gehören dabei zu unterschiedlichen Bauteilen: Der Grundriss beschreibt die Kirche, die Kuppel den Glockenturm.
Das Gebiet, auf dem Baratili San Pietro entstand, war seit der phönizischen Zeit dicht besiedelt, da es zum Gebiet von Tharros gehörte. Die phönizische Zeit und Tharros bilden damit den frühen historischen Bezug der Siedlungsgeschichte.
Für Kulturinteressierte ergeben sich in Baratili San Pietro mehrere konkrete Themen: Weinbau, Sakralarchitektur, die frühere kommunale Nutzung eines Bauwerks und die nuraghische Fundstätte SYPOY.
Anfahrt aus Richtung Oristano
Von Oristano führt die Strecke auf der SS292 in Richtung Macomer. Nach etwa 4,5 km wird Massama erreicht; anschließend führt die SP60 etwa 7 km bis nach Baratili San Pietro. Massama bildet den Zwischenpunkt zwischen den beiden Straßenabschnitten, bevor die SP60 nach Baratili San Pietro führt. Die Anfahrt aus Oristano gliedert sich dadurch in ein Teilstück von etwa 4,5 km und ein weiteres von etwa 7 km.
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