Bauladu entdecken – Archäologie, Kirchen und Natur
Unterkünfte in Bauladu
Bauladu verbindet archäologische Vergangenheit, mittelalterliche Sakralbauten, Natur und eine Radroute.
Archäologie und Kirchen entdecken
Etwa 1,35 km südöstlich des Ortszentrums von Bauladu liegt die archäologische Zone Santa Barbara di Turre. Sie umfasst einen komplexen Nuraghen, eine Siedlung mit Nutzungsphasen von der Nuraghenzeit bis zum Mittelalter, eine spätantike beziehungsweise frühmittelalterliche Nekropole sowie eine Domus de Janas. Mehrere Epochen liegen hier in einem zusammenhängenden historischen Schauplatz.
Der Nuraghe von Santa Barbara di Turre ist vierpassförmig angelegt. Er besteht aus einem einstöckigen Hauptturm und zwei Nebentürmen, die durch eine den Innenhof begrenzende Mauer miteinander verbunden sind. Die ungewöhnliche Grundform macht das Bauwerk zu einem besonders anschaulichen Detail innerhalb der archäologischen Zone.
Archäologische Untersuchungen in Santa Barbara di Turre erbrachten Zeugnisse der Metallverarbeitung und handwerklichen Produktion. Der Fundplatz gehört zeitlich in den Zusammenhang zwischen der späten Bronzezeit und der frühen Eisenzeit.
Die Kirche San Lorenzo wurde im 12. Jahrhundert von Kamaldulensermönchen aus Santa Maria di Bonarcado errichtet. Ihre Entstehung ergänzt die älteren archäologischen Zeugnisse um einen mittelalterlichen Abschnitt der örtlichen Sakralkultur.
Die Kirche San Gregorio Magno in Bauladu wurde zwischen 1205 und 1228 errichtet. Das klar begrenzte Zeitfenster gibt dem Bauwerk einen präzisen historischen Rahmen.
Das Portal der Kirche San Gregorio Magno ist mit einem spätcinquecentesken Kalksteinrelief im gotisch-katalanischen Stil geschmückt. Das Relief stellt die Jungfrau mit dem Kind zwischen zwei Engeln dar und setzt einen kunstvollen Akzent an der Kirche.
Hügel, Wald und Naturpark
Die Landkirche Santa Vittoria steht auf einer Hügelkuppe, überragt Bauladu und bietet einen Panoramablick. Hier verbinden sich ein sakraler Ort, die erhöhte Lage und ein weiter Blick über den Ort zu einem markanten Landschaftseindruck.
Der Nuraghe Crabia ist 12 m hoch und steht auf einer Anhöhe in einem lichten Korkeichenwald von Bauladu. Das Bauwerk erhält dadurch einen natürlichen landschaftlichen Rahmen, der den archäologischen Schwerpunkt um eine unmittelbare Naturdimension erweitert.
In Bauladu gibt es einen großen Naturpark mit seltenen Reptilien, darunter die Äskulapnatter und die Sardische Schlange.
Im Grünen des Gemeindeparks befindet sich die Quelle von Zinnuri und bietet sich als Rastplatz an. Damit kommt ein Ort hinzu, an dem eine Reise durch Bauladu auch einen bewusst eingeplanten Aufenthalt im Grünen umfassen kann.
Radfahren und lokale Küche
Bei der am 22. Juni 2019 veranstalteten Sagra della Pecora in Bauladu wurden traditionelle lokale Gerichte auf Schafsbasis verkostet. Das Ereignis zeigt eine kulinarische Seite des Ortes, die neben Baugeschichte und Landschaft einen eigenen Reiseanlass bilden kann.
Die Radroute Archeobike Tirso führt durch Bauladu.
Weitere Reiseziele
Für die weitere Reiseplanung können Sie außerdem Magomadas, Nughedu Santa Vittoria, Gonnosnò, Tinnura, Abbasanta, Sennariolo, S'archittu und Narbolia berücksichtigen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oristano.