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Melfi: Normannenburg, Kirchen und Museen

Unterkünfte in Melfi

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Melfi verbindet mittelalterliche Geschichte, religiöse Kunst und ungewöhnliche Orte wie eine in den Fels gehauene Kirche. Wer eine Reise mit kulturellen Entdeckungen plant, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die Burg mit ihrer normannischen Vergangenheit, Mauern und Stadttor, mehrere Museen sowie die Vulture-Melfese-Radroute als aktive Ergänzung.

Normannische Geschichte rund um die Burg

Die Burg von Melfi ist ein normannischer Architekturkomplex. Sie wurde zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert gegründet und im 13. Jahrhundert von Friedrich II. verstärkt. Ein besonders bedeutender Raum befindet sich ebenfalls hier: Im Salone delle Scodelle wurden 1231 die Costituzioni Melfitane verkündet. Damit steht die Burg nicht nur für mittelalterliche Architektur, sondern auch für ein konkretes Kapitel der Rechtsgeschichte.

Das historische Zentrum wird vollständig von normannischen Mauern mit Wachtürmen umschlossen, die sich über mehr als vier Kilometer erstrecken. An diese Befestigung erinnert die Porta Venosina. Sie ist das einzige erhalten gebliebene der sechs Tore, die einst entlang der Mauern von Melfi lagen. Ihr gotischer Spitzbogen wird durch zwei Wappen ergänzt: Rechts ist das Wappen von Melfi eingemeißelt, links das der Familie Caracciolo.

Kathedrale und Felsenkirche

Die Kathedrale Santa Maria Assunta bewahrt einen normannischen Glockenturm, der 1153 errichtet wurde. Er ist etwa 50 Meter hoch und besitzt drei Geschosse. Das heutige Erscheinungsbild der Kathedrale wurde durch die letzte Rekonstruktion geprägt, die 1770 auf Anordnung des Erzbischofs Spinelli durchgeführt wurde. Im Inneren befindet sich außerdem eine Kassettendecke aus dem 18. Jahrhundert. Wer sich für die Verbindung von normannischen Ursprüngen und späterer barocker Gestaltung interessiert, kann an diesem Bauwerk mehrere Zeitebenen miteinander vergleichen.

Einen andersartigen Zugang zur Sakralarchitektur bietet die Felsenkirche Santa Margherita. Sie ist ein Beispiel religiöser Architektur des 13. Jahrhunderts, die in den Fels gehauen wurde. Die Kirche beherbergt gut erhaltene Fresken mit biblischen Szenen und Episoden aus dem Leben der heiligen Margareta. Ihr einschiffiges Langhaus und der zentrale Altar machen auch den Aufbau des Innenraums nachvollziehbar.

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Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Das Museo archeologico nazionale del Melfese ist im Castello di Melfi untergebracht. Zu seinen prägenden Werken gehört der Sarkophag von Rapolla. Im Museo Civico di Melfi im Palazzo Donadoni aus dem 17. Jahrhundert reicht die Araneo-Sammlung mit Gemälden vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Das Museum zeigt außerdem Werke des Bildhauers Poppa sowie die im 17. Jahrhundert entstandenen Felsfresken „I Tre Santi“ und „La Sacra Famiglia“, die in den Höhlen des Vulture entdeckt wurden.

Das Museo Diocesano di Melfi befindet sich im Palazzo Vescovile aus dem 18. Jahrhundert, der als einzigartiges Beispiel einer Bischofsresidenz in Süditalien gilt. Im Erdgeschoss sehen Sie sakrale Ausstattungsgegenstände und liturgische Gewänder. Im Obergeschoss befindet sich eine Gemäldegalerie mit Werken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. So können Sie je nach Interesse den Schwerpunkt auf Archäologie, Malerei, Skulptur oder kirchliche Kunst legen.

Melfi als Standort für Ihre Reiseplanung

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Melfi können Sie zuerst entscheiden, wie Sie Ihre Tage gestalten möchten. Eine kulturorientierte Reise lässt sich mit Burg, Befestigung, Kirchen und Museen thematisch abwechslungsreich planen. Wenn Sie mit Kindern reisen, können Sie die Entdeckungen als Folge verschiedener Themen anlegen: mächtige Mauern, eine Burg, eine Kathedrale, eine Felsenkirche und Ausstellungsstücke aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Für einen aktiveren Akzent beginnt die Vulture-Melfese-Radroute am Bahnhof von Melfi. Damit steht neben der Kulturgeschichte auch ein klar benannter Ausgangspunkt für eine Radtour zur Verfügung.

Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Castelmezzano, Barile, Terranova Di Pollino, Rivello, San Chirico Raparo, Maratea, Palazzo San Gervasio und San Severino Lucano ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Potenza.

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