Rivello: Kirchenkunst, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Rivello
Rivello ist ein Ort für Reisende, die italienische Geschichte, Kirchenkunst und Bewegung miteinander verbinden möchten. Der historische Ortskern ist für Autos nahezu unzugänglich. Ein Gewirr aus Gassen und Treppen führt zu kleinen Plätzen oder direkt zu Wegen in der umliegenden üppigen Natur. Bei der Wahl einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses gehört diese besondere Ortsstruktur deshalb ebenso zur Reiseplanung wie die Frage, ob eher Kultur, Wandern oder Radfahren auf dem Programm stehen soll.
Kirchen, Kloster und eine vielschichtige Geschichte
Ein wichtiger Bezugspunkt der Ortsgeschichte ist das Dokument „Restituta Libertas“. Es besiegelt Rivellos Loslösung vom Feudalherrn Don Oronzo Pinelli im Jahr 1719. Noch weiter zurück führt das Monastero di Sant’Antonio: Sein Bau begann 1515, nachdem die Bevölkerung von Rivello und ihr Bürgermeister beim zuständigen kirchlichen Amt um ein Kloster für die Observanten gebeten hatten.
Am Kloster lohnt der Blick auf den Portikus. Seine Tür ist im Stil von Durazzo-Katalanien gestaltet und besitzt 36 geschnitzte Paneele mit Rosettenmotiven. Der obere Teil des Portikus ist mit Fresken zu Episoden aus dem Leben des heiligen Antonius und des heiligen Franziskus von Assisi geschmückt. Girolamo Todisco da Abriola malte sie zwischen 1616 und 1634.
Auch die Kirchen von Rivello erzählen von unterschiedlichen Epochen und künstlerischen Traditionen. Unter der Kirche San Nicola liegt eine dreischiffige Krypta, deren Bereiche durch 34 rustikale Säulen aus lokalem Stein getrennt sind. König Ferdinand II. erklärte sie zum Nationaldenkmal. In San Nicola befindet sich außerdem ein um 1930 von Handwerkern aus Rivello unter der Leitung von Francesco Ferrari geschaffener Thron des heiligen Nikolaus.
In Santa Maria del Poggio lassen sich weitere historische und künstlerische Spuren entdecken. Die Kirche stand wahrscheinlich bis 1588 im griechischen Ritus. Zu ihren Werken gehören eine Kreuzabnahme aus dem Jahr 1720 von dem örtlichen Maler Salvatore Ferrari sowie ein Abendmahl aus dem 18. Jahrhundert, das der Schule von Luca Giordano zugeschrieben wird. Die Dauerausstellung „Greci e indigeni tra Noce e Lao“ richtet den Blick auf die antiken Handels- und Kulturbeziehungen zwischen griechischen und indigenen Gemeinschaften im Lagonegrese.
Ortsgeschichte, Handwerk und regionale Wege
Rivellos Vergangenheit zeigt sich auch außerhalb der Kirchen. Sichtbare Überreste der Fontana dei Longobardi sind im Ort erhalten. Der heutige Ortskern liegt gegenüber der früheren Siedlung, die sich einige Jahrhunderte zuvor auf dem Hügel Serra Città entwickelt hatte. Entlang des Flusses Noce gab es wasserbetriebene Kupfer- und Eisenwerke, die die hundert Werkstätten in Rivello mit Halbfertigprodukten versorgten. Zur lokalen Tradition gehört außerdem Soperzata, die in Rivello noch heute nach traditionellen Verfahren in den Häusern der meisten Einwohner hergestellt wird.
Für aktive Tage bietet die Umgebung unterschiedliche Wegarten. Die Etappe SI T07 des Sentiero Italia CAI verbindet den Lago Sirino mit Rivello auf einer Länge von 14,6 km. Die ehemalige Bahntrasse der Calabro-Lucano-Bahn ist heute ein Radweg und der regionale Wanderweg 660. Ergänzend dazu entspringt der Torrente Bitonto an den Hängen des Monte Sirino, fließt durch das Gemeindegebiet von Rivello und mündet in den Fluss Noce.
Rivello als Basis für Ihre Reiseplanung
Mit dem Auto erreichen Sie Rivello über die A3 Salerno–Reggio Calabria, die Ausfahrt Lagonegro Nord und anschließend die Staatsstraße 585 Fondovalle del Noce. Wer vor allem den historischen Kern und die Kirchenkunst kennenlernen will, sollte die nahezu fehlende Autozugänglichkeit sowie die Treppen und Gassen in seine Überlegungen einbeziehen. Für Wander- oder Radtage bilden die genannten Wege und die Verbindung zum Lago Sirino einen eigenen Schwerpunkt.
Wenn Sie neben Rivello weitere Orte vergleichen möchten, finden Sie auch Albano di Lucania, Rionero In Vulture, Viggianello, Satriano Di Lucania, Laurenzana, Latronico, Pescopagano und Castelluccio Superiore.
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