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Nadia: Tempel, Traditionen und Natur

Unterkünfte in Nadia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Im Distrikt Nadia treffen religiöse Traditionen, historische Bauwerke und Natur in der Schwemmebene des Ganges aufeinander. Mayapur und Nabadwip stehen besonders mit der Vaishnava-Tradition in Verbindung; in Krishnanagar und Shantipur prägen außerdem Geschichte, Kunsthandwerk und regionale Spezialitäten das Bild. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, zuerst zu überlegen, ob Sie den Schwerpunkt auf Kultur, lokale Traditionen oder Natur legen möchten.

Mayapur und Nabadwip: Orte der Vaishnava-Tradition

In Mayapur befindet sich der Hauptsitz der ISKCON. Der Ort liegt am Ufer des Ganges, dort, wo der Jalangi in ihn mündet. Zu den Attraktionen von Sri Dham Mayapur gehört der Temple of the Vedic Planetarium. Außerdem werden in Mayapur das ganze Jahr über Vaishnava-Feste gefeiert. Wer sich für diese religiöse Tradition interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte, vom Tempelbau bis zum Festgeschehen.

Nabadwip ist mit der Geburt Chaitanyas und dem Aufkommen der Vaishnava-Religion in Bengalen verbunden. Die Raas Yatra des Ortes ist in ganz Westbengalen bekannt. Ein weiteres markantes Bauwerk ist der Dwadas Shib Mandir: Er wurde 1835 errichtet, ist mit kunstvollen floralen Ornamenten geschmückt und zieht zahlreiche Pilger an. Diese Verbindung aus religiöser Geschichte, Festtradition und Tempelarchitektur macht Nabadwip zu einem eigenständigen Schwerpunkt innerhalb einer Reise durch Nadia.

Baugeschichte, Erinnerung und Kunsthandwerk

Auch die Geschichte der Region zeigt sich an sehr unterschiedlichen Orten. In Palashi wurde am 23. Juni 1757 die Schlacht von Plassey ausgetragen. Auf der einen Seite stand Nawab Siraj Ud-Daula, der letzte unabhängige Herrscher von Bengalen, auf der anderen die von Lord Clive geführten britischen Truppen. Ein Gedenkstein, der den britischen Sieg kennzeichnet, wurde dort 1883 errichtet.

Weitere Bauwerke spiegeln verschiedene religiöse und gesellschaftliche Traditionen. Die Topkhana-Moschee in Shantipur stammt aus den Jahren 1703–1704; zu ihren architektonischen Merkmalen gehören eine große Kuppel und acht Minarette. Der Rajrajeswar-Tempel in Sivnibas Krishnaganj ist ein Gebäudekomplex aus fünf Tempeln. In Krishnanagar wurde der Brahma Samaj Mandir 1847 gegründet, während die Protestant Church dort in den 1840er-Jahren erbaut wurde.

Der Krishnagar Rajbari vermittelt ein anderes Bild historischer Pracht: Er gilt als bedeutende Touristenattraktion, doch erhalten ist davon heute nur ein verfallenes Bauwerk mit Schnitzereien an den Innenwänden. In Ghurni sind die Tonmodell-Künstler für ihre herausragende Arbeit international angesehen. Shantipur wiederum ist seit dem neunten Jahrhundert ein Zentrum des Sanskrit-Lernens und der Sanskrit-Literatur sowie vedischer Texte und Schriften. Auch das textile Handwerk gehört zum Ortscharakter: Die Weber von Shantipur sind in ganz Indien für Tant-Saris bekannt.

Natur und regionale Besonderheiten

Wer neben Kultur auch Natur einbeziehen möchte, kann das Bethuadahari Wildlife Sanctuary als weiteren Themenpunkt berücksichtigen. Es wurde 1980 gegründet, um die biologische Vielfalt der zentralen Gangesschwemmebene zu bewahren. Zum dortigen Tierbestand zählen unter anderem Axishirsche, Schakale, Bengalfüchse, Stachelschweine, Hulman-Languren, Sittiche, Indische Kuckucke, Bartvögel, Pythons und Gaviale. Im Schutzgebiet gibt es außerdem den Naturlehrpfad Brandis Trail.

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Auch Ballal Dhipi bietet einen eigenen historischen Bezug: Der ausgegrabene Baukomplex umfasst nahezu 13.000 Quadratmeter und wird mit dem Vikramsila Vihar in Verbindung gebracht. Fulia wird als Geburtsort des Dichters Krittibas und als Ort von historischem Interesse im Distrikt Nadia ausgewiesen. In Krishnanagar sind Sarpuria und Sarbhaja als traditionelle Süßspeisen bekannt. Das mehr als 200 Jahre alte Barodol-Fest in Krishnagar ergänzt die regionalen Festtraditionen.

Anreise und Wahl des Aufenthaltsorts

Der Distrikt liegt an der Hauptbahnstrecke zwischen Howrah beziehungsweise Kolkata und New Jalpaiguri sowie weiter in Teile der nordöstlichen Bundesstaaten. Für Nabadwip gibt es direkte Züge von Howrah zum Bahnhof Nabadwip Junction; die Fahrt dauert ungefähr zwei Stunden. Eine Wasserstraßenanbindung im Distrikt besteht über die Flüsse Bhagirathi, Jalangi, Bhairav, Churni, Mathabhanga und Ichamati.

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Nadia können Sie die genannten Themen als Orientierung für die Wahl Ihres Reiseziels innerhalb des Distrikts nutzen: religiöse Traditionen, Baugeschichte, Kunsthandwerk oder Natur setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Für die weitere Ortsübersicht finden Sie hier auch Tota.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westbengalen.

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